Die Kinderwunsch-Seite
Home Theorie News Zentren Bücher Interaktiv FAQ Links Forum





Print This Page
Schilddrüse

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 08.10.2003 | zuletzt geändert am 17.02.2008)

Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion

Die Therapie der Schilddrüsenunterfunktion besteht in der Gabe von Schilddrüsenhormonen. Man verwendet dazu meist künstliche Hormone, im allgemeinen L-Thyroxin. Eine Normalisierung der Schilddrüsenhormon-Spiegel im Blut wird üblicherweise mit 100-150 Mikrogramm/Tag erreicht. Bei grenzwertigen Befunden (latente Hypothyreose) sind gelegentlich auch 75 Mikrogramm oder weniger ausreichend.

Liegt der Schilddrüsenunterfunktion eine Autoimmunerkrankung zugrunde, dann kann die Gabe von Selen und gelegentlich auch von Cortison sinnvoll sein. Auch hier ist bei ansonsten unauffälligen Schilddrüsenhormonwerten eine Behandlung mit L-Thyroxin notwendig, um die Aktivität der Schilddrüse und damit auch die Bildung von Antikörpern gegenüber der Schilddrüse zu mindern.

Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion

Zur Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion muß zunächst festgestellt werden, ob es sich um eine diffuse Aktivierung der gesamten Schilddrüse handelt, oder ob es in der Schilddrüse Areale gibt, welche autonom, also losgelöst von den hormonellen Regelmechanismen, Hormon produzieren. Letztere werden meist operativ entfernt.

Die medikamentöse Therapie erfolgt mit “Thyreostatika”, also Medikamenten, welche die Produktion von Schilddrüsenhormonen drosselt (Carbimazol, Propylthiouracil, und Thiamazol)

Weiterführende Links:

9 Kommentare Fragen und Kommentare abgeben



9 Antworten auf “Schilddrüse”

Aktuelle News zum Thema

Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. Daniela schreibt:

    Hallo!

    Hier hat sich ein Tippfehler eingeschlichen: “Bei grenzwertigen Befunden (latente Hyperthyreose) sind gelegentlich auch 75 Mikrogramm oder weniger ausreichend.”

    Da gehts aber doch um die Hypothyreose ;-).

    Liebe Grüße und vielen Dank für diese interessanten Beiträge,
    Danie

  2. E. Breitbach schreibt:

    herzlichen Dank! Ich habe es korrigiert.

  3. Michaela schreibt:

    Bei mir wurde vor kurzem eine Hpypothyreose festgestellt -> TSHB 4,6 wird nun seit einer Woche mit 50 mg L-Thyroxin behandelt. Ich möchte gerne schwanger werden (bin 30 jahre alt), jetzt ist meine Frage: wie lange dauert es ungefähr bis sich alles wieder einigermassen normalisiert hat, sodass ich schwanger werden kann? Und ist diese Dosis überhaupt ausreichend, denn mein Hausarzt erscheint mir nicht unbedingt kompetent?

  4. Christina schreibt:

    Hallo!
    Bei mir wurde eine leichte Schilddrüsen-Unterfunktion festgestellt und 50 mikrogramm Levothyrexin pro Tag verschrieben. Ich habe das jetzt 5 Wochen lang genommen, die Regel, die vor zwei Wochen fällig gewesen wäre habe ich nicht bekommen. Ich bin auch sicher, ich hatte keinen Eisprung. Vorher war meine Zyklus mit Hilfe von Keulschlamm-Präparaten immer sehr regelmäßig. Ich habe meiner FA gesagt, dass ich die Keulschlamm-Präparate nehme und sie meinte, das sei ok. Was soll ich tun?

  5. E. Breitbach schreibt:

    @ Michaela: es kann durchaus 1-2 Monate dauern, bis sich das alles wieder normalisiert hat und es ist auch durchaus sinnvoll, zunächst einmal nicht zu hoch einzusteigen, denn die Dosis korelliert nicht zwingend mit der Höhe des TSH-Wertes.

    @ Christina: Ich kann von hier aus ohne Hormonbefunde und Ultraschall beim besten Willen nicht sagen, weshalb Ihre Regel nun ausgeblieben ist. Dass es etwas mit dem Levothyroxin zu tun hat, wage ich zu bezweifeln, ausschließen kann ich es jedoch auch nicht. das kann nur Ihre Ärztin klären.

  6. Janine schreibt:

    Bei mir wurde im Januar ein TSH-Wert von 5,36 diagnostiziert. Ich sollte nun L-Thyrox und 100 mg Jodid nehmen.

    Da ich dauermüde bin und 13 Stunden am Tag schlafe, ließ ich meinen Wert durch den Hausarzt bestimmen. Er lag sogar bei 8,5.

    Mein Hausarzt möchte dies nicht behandeln, er meint sei ok. Kiwu seit 08/07 (3×500 mg Metformin da PCO, Insulinresistenz)

    Was soll ich machen?

  7. E. Breitbach schreibt:

    Den Hausarzt wechseln, Ihrer hat offenbar von der Thematik keine Ahnung

  8. Viviane schreibt:

    Hallo,
    ich bin 21 Jahre alt,weiß seit ca. 5 Jahren dass ich am PCO-Syndrom leide und habe vor 2 Monaten über´s Internet erfahren was das eigentlich bedeutet (nehme nun Metformin 2000mg). Jetzt hat ein Internist eine Insulinresistenz festgestellt und eine sehr kleine Schilddrüse (4ml Volumen statt ca. 23 ml Norm) lt. Laborwertbogen: FT3 3,53 pg/ml, FT4 10,50 pg/ml,
    TSH basal 1,19mlU/ml.
    Was heißt das jetzt? Schilddrüsenunterfunktion? Und wenn ja, wie äußert sich das? Auch durch Leistungsabfall, Müdigkeit und Konzentrarionsschwäche?

  9. E. Breitbach schreibt:

    @Viviane: Es kann zwar sein, dass die Schilddrüse durch eine Autoimmunerkrankung an Volumen verloren hat, jedoch sind Ihre Schilddrüsenhormonwerte noch völlig in Ordnung. Siehe auch hier

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Dies ist eine No-nofollow-Seite.
Eingegebene Links werden von Suchmaschinen verfolgt.
Spam wird gelöscht.