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PCO-Syndrom

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 08.10.2004 | zuletzt geändert am 17.04.2006)

Da es das Syndrom der Polycystische Ovarien (PCOS) eigentlich nicht gibt, sondern nur eine Ansammlung von Symtomen, die verschieden stark ausgeprägt oder gar nur gelegentlich auftretend unter diesem Begriff zusammengefasst werden, gibt es auch nicht die Therapie. Das therapeutische Vorgehen muß also unbedingt individuell an die Ergebnisse der Diagnostik und die Symptome angepasst werden und auch an die jeweilige Zielsetzung. Letztere kann z. B. bei Kinderwunsch eben eine völlig andere sein als ohne.

Beseitigung möglicher Ursachen

  • Übergewicht: Sehr häufig liegt dem PCO-Syndrom als einzige Ursache ein Übergewicht vor. Dies führt bei ausreichender Verminderung des Körpergewichts oft dazu, daß sämtliche evtl. vorhandenen Begleitsymptome (Zyklusunregelmäßigkeiten, erhöhte männliche Hormone und insbesondere die Insulinresistenz) ganz oder zumindest zum Teil verschwinden.
  • Insulinresistenz: Oft im Zusammenhang mit Übergewicht auftretend, kann sie also bereits durch Gewichtsabnahme beseitigt werden, sollte dies nicht ausreichend sein, sind zusätzliche medikamentöse Massnahmen (z. B. Metformin) notwendig
  • erhöhte männliche Hormone: da diesen gelegentlich eine Störung der Cortisol-Produktion des Körpers (adreno-genitales Syndrom: AGS) zugrunde liegt, sind gering dosierte Cortisongaben oft in der Lage, diese abzusenken (z. B. Dexamethason oder Prednisolon). Gelegentlich wird auch eine “Pille” eingesetzt, deren Gelbkörperhormonanteil antiandrogen wirkt.

Behandlung der Symptome

  • Ausbleibende Blutung: Da beim PCO-Syndrom der ausbleibende Eisprung das Hauptproblem ist und dadurch die Blutung ausbleibt, besteht diesbezüglich praktisch immer Handlungsbedarf.
    • Ohne Kinderwunsch: Hier ist nur die regelmäßige Herbeiführung einer Blutung erforderlich. Nun könnte man ja meinen, daß das Ausbleiben der Blutung ja auch recht praktisch sein kann, jedoch ist es für die Schleimhaut der Gebärmutter wichtig, regelmäßig auf-und abgebaut zu werden. Grundsätzlich reicht eine vierteljährliche Gabe eines hochdosierten Gelbkörperhormons zum Auslösen der Blutung, jedoch wird wegen der erhöhten LH-Spiegel und der oft erhöhten männlichen Hormone gerne eine Pille gegeben, welche diese Hormone in den Normbereich absenken kann.
    • Mit Kinderwunsch: Hier geht es nicht nur darum, die Blutung herbeizuführen, sondern das zugrundeliegende Fehlen des Eisprungs zu beheben. Wenn die Behandlung von Übergewicht und Insulinresistenz nicht ausreichen, um einen Eisprung herbeizuführen, dann müssen darüber hinaus auch noch Hormone zur Stimulation der Eierstöcke gegeben werden. Das Mittel der ersten Wahl ist hierbei das Clomifen, wenn dies nicht ausreicht, dann können auch Spritzen gegeben werden (hMG oder FSH), gelegentlich auch im Zusammenhang mit einer sogenannten Downregulation zur Unterdrückung der erhöhten LH-Spiegel. Oft wird auch hier zunächst mit einer “Antibabypille” vorbehandelt, um die überaktiven Eierstöcke ruhigzustellen. Diese Behandlungen sind oft langwierig und nicht nebenwirkungsfrei, jedoch sind die Chancen auf eine Schwangerschaft gut, wenn ein Eisprung erreicht werden kann.
  • Hirsutismus, Akne: Stehen die erhöhten männlichen Hormone im Vordergrund und die Nebenwirkungen derselben, also zunehmende Behaarung an für Frauen untypischen Stellen und Hautunreinheiten, dann ist auch bei Kinderwunsch zuächst eine Pille mit antiandrogener Komponente und später die Gabe von Cortisonpräparaten (s. o.) angezeigt. Zusätzlich ist die Vorstellung bei einem Hautarzt empfehlenswert, der lokale Behandlungen in Zusammenarbeit mit einer medizinischen Kosmetikerin vornehmen kann.

Operation

Früher wurde das PCOS weniger als ein schwerpunktmäßig hormonelles Problem angesehen wie es heute der Fall ist, sondern als eine organische Besonderheit der Eierstöcke. Auffallend ist ja auch die oft deutliche Vergrößerung der Ovarien und die Verdickung der Kapsel der betroffenen Organe. Daher waren die ersten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Eierstocksfunktion operativer Natur. Es wurden sogenannte “Keilexzisionen” durchgeführt, also ein größeres Stück des Eierstocks enfernt. Dadurch wurde die Größe der Ovarien normalisiert und die Zahl der unreifen Follikel reduziert. Und in der Tat führte diese eher brachiale Therapie dann oft auch zu einer Normalisierung der Funktion der Eierstöcke bis hin zu Eisprüngen und Schwangerschaften. Der Effekt dieser Maßnahmen ist aber immer nur vorübergehender Natur, da es an den zugrundeliegenden Störungen nichts ändert.

Allerdings ist es heute möglich, einen ähnlichen Eingriff im Rahmen einer Bauchspiegelung durchzuführen. Hierbei wird dann aber kein Gewebe aus dem Eierstock entfernt, sondern es werden mit einer Nadel - welche mit Strom erhitzt wird - die an der Oberfläche liegenden kleinen Follikel “angepiekst” und durch Hitze zerstört. Auch hierbei kommt es durch die Verminderung der Zahl der kleinen Follikel oft zu einer vorübergehenden Normalisierung der Eierstocksfunktion.

pco_lsk.jpgTypisches Bild eines polycystischen Eierstocks: die Vergrößerung lässt sich aufgrund mangelnder Vergleichsmöglichkeiten nicht erfassen, jedoch zum einen die “porzellanglatte” Oberfläche, da aufgrund fehlender Eisprünge keine Ovulationsnarben entstehen. Zum anderen sieht man direkt unter der Oberfläche viele kleine, wasserhelle Zystenpco_cauterisation.jpgNach dem Eingriff erkennt man gut die “verkokelten” Stellen an der Oberfläche des Eierstocks. Hier wurden die unter der Oberfläche liegenden kleinen Follikel mit einer Nadel zerstört

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29 Antworten auf “PCO-Syndrom”

Aktuelle News zum Thema

Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. Claudia schreibt:

    Danke für die Info zu dem Thema PCO!!!
    Ich bin mit 170 cm und 70 Kilo nicht gerade sehr übergewichtig (fühle mich aber sehr unwohl, habe 8 kilo zuviel), aber sonst trifft das alles auf mich zu.
    Versuche nun erstmal abzunehmen, wenn gar nicht geht, dann mal das Metformin auszuprobieren, da ich schon Mitte 30 bin und ich den Storch doch bald mal zu Besuch haben wollte…
    Habe vor einigen Jahren Doxepin füe 8 Monate (=8Kilo) genommen.
    Kann es das PCO getriggert haben?
    Ausserdem habe ich einen Mitralklappenprolaps. Kann ich da ruhig Metformin nehmen, da es ja bei Insuffiziens des Herzens ausgeschlossen ist.
    Vielen lieben Dank!!!
    Claudia

  2. E. Breitbach schreibt:

    @ Claudia,

    es ist eher unwahrscheinlich, dass das Doxepin das PCO ausgelöst hat. Ein Mitralklappenprolaps geht ja nicht zwingend mit einer Herzinsuffizienz einher und stellt daher auch keine Kontraindikation dar, wenn sonst alles in Ordnung ist

  3. kadanik carolin schreibt:

    Hallo !
    habe schon sehr lange ( 10 jahre )das pco syndrom ,kein übergewicht, keine männlichkeit aber lange zyklen .(35-40 tage)nehme nun progsteron supp und mein zyklus ist nun 30 tage lang- hat also gut geholfen .
    aber wie schaut es mit meinem eisprung aus , wir haben einen 1,1/2 jährigen sohn und hätten gern ein geschwisterchen .
    danke für ihre antwort

  4. E. Breitbach schreibt:

    @ Kadanik Carolin,
    Gelbkörperhormone können den Zyklus regulieren, lösen jedoch keinen Eisprung aus. Ob Sie einen Eisprung haben oder nicht, lässt sich dann nur per Ultraschall oder Hormonbestimmungen feststellen, da die Temperaturmethode aufgrund der Hormongaben nicht funktionieren wird

  5. Hannah schreibt:

    Hallo,
    wie lange muss man denn im Schnitt diese Metforminbehandlung durchführen? Meine Zyklen sind im Moment noch sehr lang (35-40 Tage). Und wir hätten sehr gern Nachwuchs.Danke für IHre Antwort

  6. Heike schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    kann es beim PCOS auch sein, dass man - wie in den Wechseljahren - sehr viel schwitz und innere Hitze hat. Ich bin jetzt 36 und habe dieses Problem (von den Haaren, Akne und Übergewicht mal abzusehen) schon ca. seit 14 Jahren. Kinderwunsch hat sich leider auch nicht erfüllt :0). Für eine Nachricht wäre ich Ihnen sehr dankbar. Vielen Dank im Voraus.

    Gruß heike

  7. E. Breitbach schreibt:

    @ Hannah: Bis sich die Wirkung voll entfaltet kann es drei Monate dauern. Und auch danach ist es nicht gesagt, dass der Zyklus sich komplett normalisiert, abner die Voraussetzungen für eine behandung dürften dann besser sein.

    @ Heike: Nein, diese Symptome sind eher ungewöhnlich für das PCO-Syndrom

  8. Sandra schreibt:

    Hallo und sdanke im Voraus für Ihre Antworten.
    Also ich bin jetzt 25 und stark übergewichtig habe bereits 30 kg abgenommen aber mehr übersteigt im mOment das machbare.
    Da ich einen Kinderwunsch habe mache ich mir nun Sorgen ob die überhaupt möglich ist. Denn das PCO Syndrom wurde schon vor Jahren diagnostiziert.
    Können Sie mir sagen wie hoch die wahrscheinlichkeit ist dass ich ohne und auch mit Behandlung schwanger werden kann. Vielen dank

  9. maia schreibt:

    Hallo,
    seit ca.5 Monaten wurde bei mir festgestellt,dass ich PCO habe und nun nehme 1500mg Metformin/Tag. Mein Zyklus ist mittlerweile 33-40 Tage, meiner Akne gehts auch besser,aber meine Behaarung ist noch doller geworden…Raten Sie mir eine andere Medizin? Kann man vielleicht etwas gegen die Behaarung machen? Wie sieht es mit meinem Eisprung, kann ich trotz langem Zyklus einen Eisprung haben?
    Danke für Ihre Antwort

  10. Veronika schreibt:

    Sehr geehrte Damen znd Herren, bei mir wurde festgestellt, dass ich einen erhöhten Spiegel an männlichen Hormonen im Blut habe.Kann diese Hormonstörung der Auslöser für Angstzustände und Depressionen sein? Bin 24 und leide seit ca. 3 Jahren daran. Würde Metformin bei dieser Problematik helfen? Mfg,Veronika

  11. Luisa schreibt:

    Hallo!
    Bin 23 Jahre und bei mir wurde ein PCO Syndrom festgestellt. Habe kein Übergewicht (bei 165 cm 55 kg)und auch nicht übermäßigen Haarwuchs. Mein Mann ist sterilisiert und deswegen kommt nur eine künstliche Befruchtung in Frage. Habe Angst, dass dies wegen sehr langen Zyklen (>40 Tage) nicht klappt.
    Kann mir jemand helfen?

    Danke
    Luisa

  12. Anita schreibt:

    Hallo,

    ich habe pco und versuche seit gut einem Jahr schwanger zu werden. Erste Therapie mit Metformin und clomifen haben nicht wirklich angeschlagen. Zweite Therapie mit DExamethason und Pergotime bisher auch noch nicht, scheint aber eher zu funktionieren.
    Ich bin 1.65 m groß und wiege 73 kg. Ich finde mich eigentlich ganz ok so und dachte immer, dass ich nur ein paar kilos zu viel habe. Kann es sein, dass eine Gewichtsabnahme bis zum Normalgewicht sich günstig auswirkt oder ist der Tipp Gewicht zu reduzieren eher für Frauen mit einem BMI über 30 gedacht.

    Liebe Grüße
    Anita

  13. rika schreibt:

    Hallo,
    ich habe mal ne frage ich habe zu viele männliche harmone und ich habe schon seit einem jahr ein kinderwunsch und werde nicht schwanger ich nehmee eine pille um das die harmone weg gehn aber als werd ich nicht schwanger was soll ich tuhn bittte um hile an xxdaehonyxx@freenet.de

  14. Engel schreibt:

    Hallo

    heute hat mir mein arzt gesagt das ich PCO habe.

    Habe seid fast 2 jahren meine blutung nicht mehr bekommen war bei 3 verschiedenen frauenärzten und keiner hat das festgestellt sonder mich ständig mit östrogene voll gepumpt wovon ich 30kg zugenommen habe.

    habe selber einen fast 3 jahre alten sohn.
    was für medikamente nehmt ihr dafür das ihr eure blutung wieder bekommt oder was kann ich dafür tun?

  15. Perle schreibt:

    Hallo,
    Meine älteste Tochter ist jetzt 8 Jahre. Sie ist damals per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Danach habe ich nicht mehr verhütet, bin aber auch nicht schwanger geworden. Jetzt bin ich 29 Jahre alt und möchte meiner Tochter ein Geschwisterchen schenken. Vor ca. 3 Monaten habe ich mich dann dazu entschieden, die Sache in die Hand zu nehmen und bin zu einem Frauenarzt. Der hat mir nach Blutuntersuchungen mitgeteilt, dass ich an einer Hyperandrogenämie leide. Ich wiege bei einer Körpergröße von 1,70 108kg. Diätversuch (Schlank im Schlaf) sind gescheitert, habe hier in einer Zeit von 3 Monaten nur 2kg abgenommen, obwohl ich mich strikt daran gehalten habe und auch mit Sport angefangen habe. Meine FA hat mich zu einer Diabetologin geschickt, und heute habe ich erfahren, dass ich PCO habe. Werde jetzt mit Metformin behandelt.
    Meine Frage hierzu: Habe ich das so verstanden, dass es jetzt bei der Metformin- Therapie leichter ist, mein Gewicht zu reduzieren?
    Zweite Frage: Ich habe etwas Bedenken, da mir die Ärztin sagte, dass wenn ich schwanger werden sollte, ich das Metfomrin SOFORT absetzen sollte, da dies zu einem Schwangerschafts- Diabetes und zu einer Fehlgeburt kommen kann…

    Für Antworten wäre ich sehr dankbar…
    LG, Perle

  16. E. Breitbach schreibt:

    @ Perle,

    Metformin ist offiziell in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Jedoch gibt es Studien, die sogar Vorteile bei PCO und Insulinresistenz belegen: http://www.wunschkinder.net/infosammlung/MetforminInDerSchwangerschaft

    Es ist sogar eher so, dass Fehlgeburten möglicherweise seltener sind und ein Schwangerschaftdiabetes eher weniger wahrscheinlich ist. Insulinresistente Frauen können darunter auch leichter Abnehmen. Jedoch nicht im Schlaf…

  17. annika schreibt:

    hallo,
    meine frauenärztin hat mir zwar noch kein blut abgenommen aber durch die auffäligen bläschen an den eierstöcken ist sie vor ca.2 jahren zu dem entschluss gekommen dass ich zu viele männliche hormone habe!bekomme seit zwei jahren bella hexal, blute auch regelmäßig und merke es auch richtig im unterleib bevor es anfängt zu bluten.habe keine männliche behaarung,kaum pickel,und wiege 68kg bei einer größe von 1,77!war letzte woche bei einer neuen frauenärztin die malte mir dann auf einmal den teufel an die wand dass es probleme mit einer schwangerschaft geben könnte,jetzt stöber ich mit tränen in den augen und panik durchs internet und ein bisher eigtl kleines problem lässt meine welt total schwarz aussehen!kann ich jetz nie schwanger werden?

  18. E. Breitbach schreibt:

    @annika: Probleme könnte es schon geben. Es mag sein, dass bei Ihnen der Eisprung nicht oder nur unregelmäßig stattfindet und daher dann auch das Schwangerwerden problematisch wird. Man wird aber z. B. mit einer hormoneollen Stimulation der Eierstöcke meist in der Lage sein, einen Eisprung herbeizuführen und somit auch eine Schwangerschaft. Also von “nie schwanger” kann nun wirklich keine Rede sein ;-)

  19. Abby schreibt:

    Hallo…
    bei mir wurden Bläschen an den Eierstöcken festgestellt, vergrößerte Eierstöcke und verstärkte Körperbehaarung( am ganzen Körper, seit meiner Kindheit). Nach einer Bauchspiegelung wurde mir gesagt, dass meine Eierstöcke i.O. sind. Nach Absetzen der Pille hatte in innerhalb von 1 Jahr 2x mal meine Periode. Aus persönlichen Gründen habe ich dann die Pille wieder genommen. Nun besteht wieder ein Kinderwunsch. Die Pille habe ich vor knapp 2 Monaten abgesetzt und die erste Regel kam pünktlich nach 28 Tagen. Können die “alten” Erfahrungen evtl. ungültig sein und ich warte erstmal ab? Evtl. sind die Probleme durch eine weitere Pilleneinnahme verringert? Wiege übrigens 75 kg bei einer Größe von 1,70m. Vielen Dank für einen Rat.

  20. E. Breitbach schreibt:

    @Abby: Nach Absetzen der Pille kann es auch beim Bestehen eines PCO-Syndroms zunächst zu einem normalen Zyklus kommen. Je länger die Einnahme der Pille dann zurückliegt, desto mehr kommen die typischen Zyklusunregelmäßigkeiten zu Tragen. Eine individuelle Empfehlung kann man jedoch ohne Kenntnis weiterer Befunde nicht aussprechen und die Kommentarfunktion ist allgemeinen Fragen zum Thema und Text vorbehalten.

  21. Meli schreibt:

    Hallo,

    ich war vor 4 Monaten bei meiner Frauenärztin und diese hat beim Ultraschall festgestellt, dass ich sehr, sehr viele kleine Zysten oder Follikel an den Eierstöcken habe. Außerdem meinte sie, dass ein Eierstock wohl leicht vergrößert sei. Sie meinte aber, das wäre nicht so schlimm. Außerdem habe ich auch vermehrte männliche Hormone, bzw. starke Behaarung.

    Ich habe mir erst garkeine Gedanken deswegen gemacht, weil meine Frauenärztin mir gesagt hat, dass das nicht so schlimm sein. Aber jetzt, wo ich diesen Artikel lese, wird mir bewusst, dass es ja doch viel schlimmer ist, als ich dachte.

    Alles in diesem Artikel trifft auf mich zu, denn mein Zyklus ist ohne Pilleneinnahme über 40 Tage. Und bevor ich die Pille genommen hatte hatten ich nur 2 - 3 mal im Jahr meine Periode.

    Ich bin jetzt fast 18 Jahre alt und einen Kinderwunsch habe ich auf jedenfall. Ich kann mir nicht vorstellen kinderlos zu bleiben.

    Soll ich meine Frauenärztin lieber wechseln und was kann ich am besten tun? Habe ich überhaupt das PCO - Syndrom oder reagiere ich nur über?

    Lg, Meli

  22. fgedg schreibt:

    hallo,

    ich habe seit 3 Jahren eine ausbleibende Blutung und es wurde daraufhin das PCOS festgestellt, wobei zu dieser Diagnose die polyzystischen Ovarien und ein erhöhter Cortisolspiegel führten. Ich habe weder Übergewicht (65kg/168cm) noch Behaarung und bin ehrlichgesagt einfach stinksauer. Also ich verstehe absolut nicht, wieso mein Körper sich anscheinend vor 2 Jahren dazu entschlossen hat, so einen Unsinn zu veranstalten. Der Cortisolwert ist inzwischen wieder normal (durch weniger Stress), und dieser Insulinresistenz-test zeigte, dass meine Bauchspeicheldrüse gesund ist.
    Ich verstehe das absolut nicht! Wieso passiert das? Ich möchte auch nicht mein Leben lang die Pille nehmen, da das eine enorme Belastung für meinen Organismus darstellt, ich ansonsten kerngesund bin und davon nur zunehme und mich schwer und unförmig fühle. Was kann man tun, um wieder gesund zu werden? Habe ich das jetzt für immer?!?
    Dankeschön.

  23. E. Breitbach schreibt:

    @fgedg: Ich kann hier keine individuelle Beratung durchführen. Aber grundsätzlich ist es schon so, dass das PCOS einen das genaze Leben begleitet, wenn die Ursachen nicht zu beseitigen sind, z. B. also Insulinresistenz und/oder Übergewicht. Eine größere Belastung stellt es für Ihren Organismus dar, wenn Sie die Pille nicht nehmen

  24. tweety26 schreibt:

    Hallo,

    ich habe da eine Frage!
    Bei mir wurde vor ca 5 Jahre das PCO-Syndrom diagnostiziert! (meine Periode blieb aus, Gewicht bei 1,72m 60 kg)
    Seit dem nehme ich die Pille!
    Jetz habe ich einen Kinderwunsch und habe vor kurzem die Pille abgesetzt!
    Muss ich davon ausgehen, dass das PCO-Syndrom wieder kommt?
    Und wie lange sollte ich warten, zum Arzt zu gehen, wenn die Periode ausbleibt!
    Weil das Ausbleiben kann ja auch mit den nachwirkungen der Pille zusammenhängen, oder?

    Vielen Dank im voraus!

  25. E. Breitbach schreibt:

    @tweety26: Kurzfristig kann das Ausbleiben dr Blutung auch mit der Pille zusammenhängen, aber nicht auf Dauer. Da ist das Wiederauftreten bzw. Fortbestehen des PCO-Syndroms eher eine wahrscheinliche Ursache

  26. Sandra schreibt:

    Bin 23 Jahre alt habe vor einem Jahr auch vom Arzt festgestellt bekommen das ich das PCO syndrom habe. Habe darauf hin die Pille verschrieben bekommen habe 86kg bei 1,70 gewogen habe das gewicht jetzt 11 kg reduziert und nun wäre meine Frage ob Frauen mit PCO syndrom nur mit Hilfe schwanger werden können oder nicht? Habe keine Probleme mehr mti meinem Zyklus oder sonst welche Syntome.

    Ich dachte nämlich das diese Art von Krankheit durch Gewichtsverlust verschwinden würde.

    Mache viel Sport und habe Ernährung umgestellt , wäre dies vielleicht doch noch eine Möglichkeit von PCO wegzukommen?

  27. E. Breitbach schreibt:

    @Sandra: Nicht selten bleibt das PCO-Syndrom trotz Gewichtsreduktion zum Teil erhalten. Wenn Sie jedoch einen regelmäßigen Zyklus haben und das Gewicht weiter reduzieren,dann könnte es schon sein, dass Sie zu denjenigen gehören, welche ohne ärztliche Hilfe schwanger werden

  28. Nico schreibt:

    Hallo!
    Mein Mann und ich wünschen uns schon lange Nachwuchs, doch es will einfach nicht klappen, meine FA meinte das ich das PCO -Syndrom habe. Meine Östrogenwerte seien zu niedrig und somit bliebe der Eisprung aus.
    Ich hab einen verlängerten Zyklus ansonsten stimmt nichts mit der Diagnose PCO - Syndrom überein.
    Ich habe schon ein paar Zyklen Chlomifen genommen, dieses hat aber kein Follikelwachstum oder gar einen Eisprung angeregt.
    Alle Anderen Hormonwerte sing O.K. ebenso das Spermiogramm meines Mannes.
    Hab ich wirklich PCO?
    Was können sie uns raten?

  29. E. Breitbach schreibt:

    @Nico: Es tut mir leid, aber ohne genaue Werte kann ich Ihre Frage nicht beantworten. Wenn Clomifen nicht hilft, dann ist vielleicht eine spezielle Kinderwunsch-Praxis die bessere Adresse

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