Gelbkörper-Schwäche


Behandlung der Gelbkörperschwäche

Die Therapie der Gelbkörperschwäche orientiert sich an den zugrundeliegenden Problemen, welche sich bei der Diagnostik haben finden lassen. Es empfiehlt sich also, zunächst evtl. vorhandene Störungen des Prolaktin-, Schilddrüsen– und Androgenhaushalts zu beseitigen, welche die Eizellreifung behindern.

Darüber hinaus gibt es folgende Möglichkeiten der Therapie:

  • Gabe von Gelbkörperhormonen in der zweiten Zyklushälfte. Dabei werden Medikamente, welche Gelbkörperhormone enthalten (z. B. Utrogest, Crinone, Duphaston) nach dem Eisprung gegeben, um das Hormondefizit auszugleichen.
  • Gabe von Gelbkörperhormonen zusammen mit Östrogenen. Bei dieser Therapie (z. B. Gynodian depot) wird berücksichtigt, dass der Gelbkörper nicht nur Gelbkörperhormone produziert, sondern auch Östrogene, die dann konsequenterweise auch ersetzt werden. Allerdings ist bei einer Gelbkörperschwäche der Östrogenspiegel selten zu niedrig.
  • Gabe von hCG in der zweiten Zyklushälfte. HCG ist das Schwangerschaftshormon und wird unter anderem auch zum Auslösen des Eisprungs eingesetzt. Durch die Gabe dieses Hormons wird der Gelbkörper zusätzlich zur Produktion von Gelbkörperhormonen angeregt, die Eigenleistung wird unterstützt („Hilfe zur Selbsthilfe“)
  • Die vorgenannten Therapien lassen die Erkenntnis außer acht, dass die Gelbkörperschwäche auf einer Störung der Follikelreifung beruht. Will man also die Ursache behandeln, dann ist die Unterstützung der Follikelreifung die geeignetste Maßnahme zur Verbesserung der Gelbkörperfunktion. Meist wird dazu Clomifen eingesetzt, aber auch andere Medikamente zur Stimulation der Eierstöcke (FSH und hMG) sind geeignet. Vorzugsweise wird dies mit einer Spritze zum Auslösen des Eisprungs (hCG) verbunden (siehe vorigen Punkt).

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