Die Kinderwunsch-Seite

Erhöhtes Prolaktin


Behandlung der Hyperprolaktinämie

Erhöhte Prolaktinwerte müssen nicht zwangsläufig immer therapiert werden. Bei Frauen ohne konkreten Kinderwunsch ist es auch ausreichend, den Östrogenmangel, der durch die unterdrückte Eizellreifung entsteht, z. B. mit Gabe einer “Pille” auszugleichen.

Negative Einflüsse ausschließen

Bei Frauen mit Kinderwunsch ist die Normalisierung des Prolaktinspiegels unbedingt notwendig, um zu einer normalen Eizellreifung zu kommen und damit zu einem Eisprung. Voraussetzung für die medikamentöse Behandlung ist, dass keine anderen Ursachen für die Hyperprolaktinämie vorliegen, wie z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion. Sollte diese der Grund sein, ist die Gabe von Schilddrüsenhormonen das Mittel der ersten Wahl. Normalisiert sich der Prolaktinspiegel darunter nicht, kann man noch zusätzlich prolaktinhemmende Medikamente geben. Auch Stress kann zu einer vorübergehenden Erhöhung der Prolaktinwerte führen, der erhöhte Wert lässt sich in solchen Fällen “wegkontrollieren”.

Wirkung der Prolaktinhemmer

Dopamin ist im Zwischenhirn der Gegenspieler der prolaktinfreisetzenden Hormone (z. B. des TRH).

Daher behandelt man die Hyperprolaktinämie mit dapominähnlichen Substanzen (Dopaminagonisten). Diese stammen von den Mutterkornalkaloiden ab. Die Hemmung der Prolaktin-Sekretion durch die Dopaminagonisten beruht auf dem dopaminähnlichen Effekt der Mutterkornalkaloide, die spezifisch an dem Dopamin-Rezeptor binden. Man unterscheidet nach ihrer Struktur 3 Gruppen.

  • Lysergsäure-Amid-Derivate (z. B. Bromocriptin = Pravidel ®)
  • Amino-Ergolin-Derivate (Lisurid = Dopamin ®, Cabergolin = Dostinex ®)
  • Clavin-Derivate (z. B. Pergolid)
  • Der einzige Nicht-Mutterkorn-Dopaminagonist mit ausgeprägter Affinität zum D2-Rezeptor ist das Quinagolid (=Norprolac ®)

Bromocriptin war der erste Dopaminagonist, der zur Behandlung der Hyperprolaktinämie eingesetzt wurde. Daher sind die Kenntnisse über die Nebenwirkungen und die Auswirkungen in der Schwangerschaft bestens bekannt und untersucht. Nach wie vor gilt das Bromocriptin als das Mittel der ersten Wahl zur Behandlung der Hyperprolaktinämie. Cabergolin und Quinagolid binden spezifischer an dem prolaktinssteuernden D2-Rezeptor, weshalb die Kreislaufnebenwirkungen bei diesen Präparaten der zweiten Generation geringer sind als bei dem unspezifischer bindenden Bromocriptin, welches auch an dem kreislaufwirksamen D1-Rezeptor bindet. Diese Medikamente werden auch zu Abstillen eingesetzt, bei der Lektüre des Beipackzettels darf man sich darüber nicht wundern.

Nebenwirkungen

Die Medikamente wirken sämtlich sehr schnell, der Prolaktinspiegel normalisiert sich innerhalb weniger Tage, manchmal Stunden. Aufgrund der Nebenwirkungen sollte mit einer niedrigen Dosierung begonnen werden und abends in Verbindung mit einer Mahlzeit. Die bekannten Nebenwirkungen Dopaminagonisten sind:

  • Niedriger Blutdruck
  • Schwindel
  • Übelkeit, Brechreiz, Kopfschmerzen
  • Trockene Nase
  • Verstopfung
  • Psychosen (Halluzinationen)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Gewichtsverlust

Diese Nebenwirkungen treten häufig am Beginn einer Therapie auf und vermindern sich dann im weiteren Verlauf der Behandlung

Die Behandlung mit Prolaktinhemmern ist eine Dauertherapie. Die vielgeübte Praxis, nach wenigen Wochen einen Auslassversuch durchzuführen, ist nicht begründbar, wenn eine deutliche Erhöhung der Prolaktinspiegel vorgelegen hat, denn diese werden in der Regel innerhalb kürzester Zeit nach Absetzen des Medikaments wieder erreicht.

Auch bei Prolaktinomen, also gutartigen Tumoren, welche Prolaktin produzieren, ist die medikamentöse Therapie das Mittel der Wahl. Die Operation ist nur bei ausgedehnten Befunden in Ausnahmefällen zu rechtfertigen.

Bei der Hyperprolaktinämie handelt es sich also um sehr gut und effektiv zu behandelnde hormonelle Störung.



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Kommentare

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  1. Ich habe erhöhten Prolaktin Werte, muß daher das Madikament Dostinex nehmen, habe wieder einen Kinderwunsch, wenn ich nochmal Schwanger werden sollte, muß ich dann auch in der Schangerschaft dieses Medikament nehmen und wenn ja, schädigt das mein Ungeborenes Kind?


    Geschrieben von Martina am 8. Januar 2007 um 20:51
  2. @ Martina: In der Schwangerschaft steigt der Prolaktinwert ohnehin deutlich an und daher ist die Einnahme des Medikaments dann nicht mehr notwendig


    Geschrieben von E. Breitbach am 11. Februar 2007 um 23:54
  3. Hallo….
    ich habe eine Frage!! Bei mir wurde ein Prolaktinom festgestellt, habe schon seit Jahre (ungefähr 10 Jahre) Probleme. Nun sollte dieses Prolaktin operativ entfernt werden, ich habe jedoch erst einmal auf die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie bestanden. Allerdings habe ich mit Pravidel und Bromocriptin recht schlechte Erfahrungen gemacht, mir war ständig übel und teilweise bin ich einfach umgefallen, diese Symptome haben sich im Laufe der Zeit nicht gebessert, so dass das Medikament wieder abgesetzt wurde. Ich bin 31 Jahre alt und natürlich habe ich den Wunsch Schwanger zu werden, habe jedoch Angst das neue Medikament welches ich jetzt einnehmen soll, nicht zu vertragen. Es zieht sich alles so in die Länge und jünger werde ich nicht. Vielleicht habt ihr noch einen Rat, werde ich vielleicht niemals Kinder haben? Diese Frage konnte mir mein Endokrinologe nicht genau beantworten. Ich danke euch im Falle einer Antwort und Hilfestellung.
    LG Sandra


    Geschrieben von Sandra am 15. Februar 2007 um 18:57
  4. @ Sandra: Wenn das neue Medikament Dostinex ist, dann dürfte die Verträglichkeit besser sein. Ob Sie niemals schwanger werden…das wage ich zu bezweifeln. Wenn Sie diese Problematik jetzt konsequent behandeln lassen, dann haben Sie vermutlich recht gute Chancen, wenn sich ein Spezialist um Sie kümmert, der die Hormone anschließend weiter im Auge behält


    Geschrieben von E. Breitbach am 25. Februar 2007 um 21:15
  5. Gibt es vielleicht ein homöopatisches Mittel zur Behandlung des erhöten Prolaktinwertes?


    Geschrieben von Lydia am 4. April 2007 um 19:52
  6. Hallo!
    Ich nehme aufgrund meiner Hyperprolaktinämie seit ca. 5 Wochen Liserdol. Seit dieser Zeit nehme ich stetig zu; in 5 Wochen schon 4 kg!!!
    Jetzt habe ich das Liserdol erst einmal eigenmächtig abgesetzt, da ich mich so überhaupt nicht mehr wohl fühle.
    Habt Ihr auch schonmal die Erfahrung der Zunahme gemacht?
    Lt. Nebenwirkungen sollte bzw. könnte man eigentlich nur an Gewicht verlieren.
    Hat jemand einen Tipp für mich?


    Geschrieben von Monika Matte am 16. April 2007 um 11:20
  7. Ich mus jeden abend eine halbe Tablette Bromocriptin-ratiopharm 2,5 einnehmen.Ich verstehe es deswegen nicht weil es überall was steht von Milchreduzierung und Abstillen oder unregelmäßigen Periode.aber ich habe regelmäßige periode und meine Brüste haben keine milch .wir wollen nur ein baby?
    ist diese Tabletten nützlich.Ich trinke diese tablette immer abend und wir üben weiter.Falls ich schwanger werden sollte,wirken sich die Tabletten negative auf die Schwangerschaft aus?


    Geschrieben von gala am 15. Mai 2007 um 10:13
  8. @ Lydia: Keines, welches so effektiv wäre, wie die schulmedizinischen Mittel

    @ Monika: Möglicherweise wäre ein anderes Medikament sinnvoll, ich hatte es bereits weiter oben erwähnt

    @ Gala: Diese Tablette ist gegen erhöhte Prolaktinwerte, wie oben bereits erwähnt. Diese Medikamente nimmt man auch zu Abstillen, das stimmt. Sie wirken sich auf eine evtl. eintretende Schwangerschaft nicht negativ aus.


    Geschrieben von E. Breitbach am 28. Mai 2007 um 22:23
  9. Hallo,
    habe mich auch jahrelang mit zu hohem Proktinspiegel rumgeplagt inkl. unerfülltem Kinderwunsch und heftigsten Nebenwirkungen von Norprolac und Pravidel. Nach regelmäßiger Einnahme von cabaseril ( ähnlicher oder gleicher Wirkstoff wie dostinex nur billiger ) kam Wunschkind ohne Probleme gesund auf die Welt. Fragt Euren Frauenarzt nach dem Medikament- hat mir Endokrinologe in Schwabinger Krankenhaus empfohlen.
    Vor allem sind die Nebenwirkungen nach ca. 2 Wochen gegen null- bei Dauereinnahme sehr angenehm mit zu leben.


    Geschrieben von Bärbel am 6. Juni 2007 um 21:17
  10. Hallo,
    ich habe seit Jahren ein Prolaktinom , nehme schon lange Cabaseril und habe nun Kinderwunsch. Mein letzter Prolaktinwert lag bei 18,6. Ist das zu hoch für eine
    Empfängnis?
    Mit freundlichen Grüßen
    Rebekka


    Geschrieben von Rebekka Schwieger am 7. Dezember 2007 um 19:08
  11. @ Rebekka: Nein, das ist im Normbereich. Hier die Normwerte der wichtigsten weiblichen Hormone


    Geschrieben von E. Breitbach am 7. Dezember 2007 um 23:52
  12. Hi,
    ich nehme seit ca. 2 Monaten Bromocriptin ein, es hat sich aber in beim Kinderwunsch noch nichts getan. Muss bromocriptin ein lebenlang eingenommen werden? Ich habe gelesen das die Schildrüse auch mit erhöhten Prolaktinwerte zu tun hat. Mein THS-Wert ist 4,38 µIU/ml ist das bei Kinderwunsch gut oder schlecht?

    Mit freundlichen Grüßen
    Rita


    Geschrieben von Rita am 23. März 2008 um 18:46
  13. Der Wert ist viel zu hoch und spricht für eine latente Schilddrüsenunterfunktion. Und es kann durchaus gut sein, dass der erhöhte Prolaktinspiegel eine Folge davon ist.


    Geschrieben von E. Breitbach am 23. März 2008 um 23:07
  14. Hallo,
    muss Hyperprolaktinämie bei Frauen ohne Kinderwunsch unbedingt behandelt werden? Kann das langfristig zum Brustkrebs oder anderen Krankheiten verursachen?

    Mit freundlichen Grüßen


    Geschrieben von Serap am 22. April 2008 um 13:27
  15. @Serap: Nein, diesbezüglich ist der erhöhte Prolaktinspiegel kein Problem


    Geschrieben von E. Breitbach am 22. April 2008 um 14:06
  16. Hallo…

    nehme seit ca. 1 Jahr Dostinex ein mit recht guter Verträglichkeit. Nun habe ich allerdings immer wieder Milchabsonderungen aus einer Brust, und dann nicht gerade wenig. Sollte dies mit diesem Medikament nicht unterdrückt werden. Irgendwie klappt es auch mit einer Schwangerschaft nicht. Der letzte Wert lag bei 35 (jedoch wird dies bei uns mit einer anderen Einheit berechnet). Mir wurde daraufhin gesagt, dass dieser Wert viel zu niedrig sei und er mind. bei 100 liegen sollte. Nun bin ich doch ein wenig überfordert und weiß nicht so recht, was ich nun tun soll. Habt ihr eine Idee.

    LG


    Geschrieben von Sandra am 8. Juni 2008 um 22:55
  17. @Sandra: Sollten Sie bereits ein Kind geboren haben, dann sind Milchabsonderungen auch ohne einen erhöhten Prolaktin-Wert nicht ungewöhnlich. Ansonsten wäre es natürlich auch interessant, andere Hormone abzuklären, swelche den Eisprung beeinträchtigen können


    Geschrieben von E. Breitbach am 8. Juni 2008 um 23:59
  18. hallo,
    ich versuche seit drei jahren ein kind zu bekommen.ich nehme Bromocriptin.und nehme auch tabletten zur schilddrüße unterfuktion.ist diese methode dauerhaft?
    und kann ich auch in dieser zeit wenn ich tabletten nehme
    ein baby bekommen?


    Geschrieben von verina am 22. Juni 2008 um 04:07
  19. Hallo,
    ich bin 22 und nehme jetzt seit ca 8 Monaten Dostinex (1/2 Tablette pro woche). Mein Prolaktinwert ist erhöht und es ist nciht sicher, dass ich ein Prolaktinom habe, aber es kann auch nicht ganz ausgeschlossen werden(nur ein kleiner punkt auf dem bild). Meine Periode war schon immer unregelmäßig und ich gebe seit ca einem dreiviertel jahr Milch. Meine Frage: Muss die Prolaktinüberproduktion auch behandelt werden, wenn momentan kein Kinderwunsch besteht, aber zukünftig schon?

    und kann eine Prolaktionüberproduktion auch z.B. eine Reizung der Gebärmutter durch eine Spirale entstehen? Oder durch eine Schädigung eines Eierstocks durch Bestrahlung im Kindesalter?


    Geschrieben von Anna am 24. Juni 2008 um 16:49
  20. @ verina: Das ist üblicherweise eine Dauertherapie und natürlich können Sie auch mit diesen Tabletten schwanger werden, vermutlich sogar eher als ohne

    @Anna: Man muss einen Prolaktinüberschuß nicht zwingen behandeln, wenn kein Kinderwunsch besteht, jedoch sollte man dies tun, wenn ein Prolaktinom besteht oder nicht ausgeschlossen werden kann.

    Zu Ihren beiden Fragen am Schluss: Nein, da besteht kein Zusammenhang


    Geschrieben von E. Breitbach am 27. Juni 2008 um 20:28
  21. Hallo, bin 24 und nehme seit einem monat Dostinex 0,5 mg (1/2 pro woche) da mein Prolaktinwert 37,7 beträgt und wir einen kinderwunsch haben - wie lange dauert es meist bis sich der wert stabilisiert bzw ist die dosierung ausreichend


    Geschrieben von heidi am 15. Oktober 2008 um 20:01
  22. @heidi: Das geht recht schnell und nach 1-2 Wochen sollten die Werte abgesunken sein


    Geschrieben von E. Breitbach am 23. Oktober 2008 um 23:31
  23. Hallo,

    ich würde gerne wissen, ob es Alternativen für die Behandlung der Hyperprolaktinämie gibt
    und ob meine Hyperprolaktinämie auch durch die Antibabypille hervorgerufen werden kann.

    Ich vertrage leider Bromocriptin garnicht, bekomme Schwindelanfälle und Migräneanfälle davon. Zur Zeit nehme ich die Pille, doch was ist, wenn ich schwanger werden möchte, muss ich dann fast wöchentliche Migräneanfälle in Kauf nehmen, um schwanger zu werden? Mein Arzt sagt, es gibt keine Alternativen der Behandlung und es ist unwahrscheinlich, dass ich bei dem Prolaktinwert überhaupt mal schwanger werden könnte.
    Ich habe die Befürchtung, dass die Antibabypille, die ich seit ich 15 bin nehme, das ganze verursacht hat. Kann das möglich sein? (Ich vertrage die Pille ohnehin nicht sehr gut und musste ständig auf eine andere wechseln) Meine jetzige ist okay, aber ich weiß eben nicht, ob der Prolaktinwert mit der Pille zusammenhängt. (Ich habe wahnsinnig heftigen Milchausschuss) Ein Hypophysentumor wurde hinsichtlich eines Makroadenoms ausgeschlossen, ein Microadenom konnte nicht ausgeschlossen werden, weil dies eben so klein sein kann, dass man es garnicht sieht.

    Hoffentlich kann mir jemand etwas beantworten.


    Geschrieben von Ramona am 27. Dezember 2008 um 00:19
  24. @Ramona: schauen Sie mal unter “Therapie des erhöhten Prolaktins” da steht auch etwas zu besser verträglichen Alternativen des Bromocriptin (dostinex). Mit der Pille hat das nichts zu tun.


    Geschrieben von E. Breitbach am 27. Dezember 2008 um 00:46
  25. Hab ich das richtig verstanden, dass auch andere Dostinex genommen haben, und gleichzeitig am Kind gebastelt haben? Meine Ärztin rät uns das auch, aber in der Packungsbeilage steht eben, dass man mindestens einen Monat nach Absetzen des Medikamentes warten soll.


    Geschrieben von herbstzeitlose am 2. Januar 2009 um 17:04
  26. @herbstzeitlose: das haben Sie richtig verstanden.


    Geschrieben von E. Breitbach am 3. Januar 2009 um 16:53
  27. Habe ich das jetzt richtig verstanden, während ich Dostinex nehme (also sprich während der Senkung des Prolaktinwertes) nicht am Kind basteln soll? Oder weniger Chancen auf eine Schwangerschaft habe? Und erst das Medikament absetzen muss um eine Schwangerschaft zu erreichen?


    Geschrieben von bruzzila am 9. Januar 2009 um 08:58
  28. Hallo ich habe seit ich 15 bin leider auch ein Polaktinom und nehme seit dem Pravidel.
    Nun habe ich ein Kinderwunsch und habe seit dez 08 die Pille abgesetzt und seit dem meine tage nicht mehr.
    Und der wert ist auch wieder hoch am Mittwoch muss ich wieder ins MRT mal sehn .
    Mich belastet das sehr und bin schon fix un fertig:-(


    Geschrieben von trine am 12. Januar 2009 um 20:31
  29. Hallo liebe Leidensgenossinnen.
    Ich habe seit ich denken kann
    einen Hypophysentumor, ein Makroprolaktinom.
    Ausbleibende Eizellreifung, keine Periode, Milchfluss aus der Brust.
    Erhöhter Prolaktinwert!!!
    Zu Anfang meiner Behandlung lag mein Prolaktinwert bei 1570,9 ng/l.
    Im Laufe der letzten 12 Jahre ist
    er auf einen aktuellen Wert von 65
    ng/l gesunken.
    Vor 5 Jahren habe ich, dank einer
    Hormonbehandlung, einen gesunden Jungen zu Welt gebracht. Das hätte ich nie zu träumen gewagt, es war ein kleines Wunder.
    Seit dieser Zeit ist der Wunsch nach einen Geschwisterchen für unseren Sohn so groß, dass ich bereits bei drei verschiedenen Ärzten in Behandlung war. Von den letzten 10 Hormonbehandlungen war keine erfolreich.
    Jetzt habe ich eine spezielle Kinderwunschklinik aufgesucht. Die hat mir geholfen meinen Wert von
    sonst 180 ng/l auf 65 ng/l zu verringen. Ich nehme seit ca. 2 Monaten 2 x täglich Dostinex 0,5 mg und zusätzlich noch 4 x täglich
    Bromocriptin 2,5mg.
    Das ist absolut über dem Einnahmelimit, aber trotzdem sinkt der Wert nicht weiter. Ich bekomme immer noch keinen eigenen Eisprung.
    Jetzt habe ich vom Mönchspfeffer gelesen. Könnte der auch mit helfen????
    Aufgrund der Nebenwirkungen meiner
    Medikamente möchte ich so schnell wie möglich positive Veränderungen.
    Fast bin ich wieder verleitet es mit der nächsten Hormonbehandlung
    zu versuchen. Egal ob der Prolaktinwert im Normbereich 16 ng/l liegt, oder nicht!


    Geschrieben von charly am 12. Januar 2009 um 22:07
  30. @bruzzila: Nein. Umgekehrt: Wenn Sie Medikamente gegen das erhöhte Prolaktin nehmen, kann sie Ihr Hormonhaushalt normalisieren und eine Schwangerschaft ist wahrscheinlicher.


    Geschrieben von E. Breitbach am 15. Januar 2009 um 00:06
  31. @charly: Nein, leider ist der Mönchspfeffer in seiner Wirksamkeit in einer solchen Situation sichelich heillos überfordert. Man kann durchaus eine Eizellreifung erwarten, wenn man Hormone dafür gibt, eine völlige Normalisierung des Prolaktinwerts ins anzustreben, aber nicht zwingend notwendig


    Geschrieben von E. Breitbach am 15. Januar 2009 um 00:08
  32. hallo,
    ich habe ein problem und zwar ich bin grad mal 19 Jahre alt und habe einen hohen prolaktin wert, der beträgt 31,08 ! Normal muss er zwischen 3,4 - 24,1 liegen !!! ich habe halbes jahr die Pille Belara genommen , die ich seit August nicht mehr nehme !!! meine restlichen werte sind alle ganz ok , mein LH wert ist 7,17 , mein THS wert ist 1,685 , FSH wert ist 6,20 , und mein Estradiol ist 20.00 auch ganz OK !!! ich habe auch seit einiger zeit bemerkt das ich einen weissmilchigen ausfluss habe an der brust, liegt es daran das mein körper zu viel prolaktin zeugt !!! ich habe angst das ich unfruchtbar bin ??? Könnt ihr mir helfen , jede antwort ist mir sehr behilflich , danke im vorraus !!!


    Geschrieben von Aylin am 14. Dezember 2009 um 21:12
  33. @ Aylin: Sie sollten sich bei Ihrem Frauenarzt vorstellen. Es gibt Medikamente gegen einen erhöhten Prolaktinwert, wie Sie auch auf diesen Seiten nachlesen können


    Geschrieben von E. Breitbach am 18. Dezember 2009 um 02:02