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Wilder Yams

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 01.08.2004 | zuletzt geändert am 09.03.2006)

Wilder Yams ( Dioscorea Villosa)

yams.jpgDie Wilde Yamswurzel (Hauptlieferant: Mexiko) enthält größere Mengen Diosgenin, einer Substanz, welche dem Gelbkörperhormon ähnlich ist und in verschiedenen Publikationen auch als “natürliches” Progesteron bezeichnet wird. Bei aller Wertschätzung der Naturheilkunde ist dies sicherlich Unsinn. Die Quelle des Stoffs ist möglicherweise natürlich, aber er unterscheidet sich ganz erheblich von dem Gelbkörperhormon, welches im Körper der Frau produziert wird.

Bis in die 70er Jahre des letzen Jahrhunderts hinein, wurde aus diesem Stoff ovulationshemmende Medikamente hergestellt, die Wirkung darf also nicht unterschätzt werden. Es existieren daher auch sehr unterschiedliche Auffassungen, inwieweit eine Anwendung bei Kinderwunsch und einer möglichen Schwangerschaft zulässig ist. Unbestritten ist der Einsatz des Phytohormons bei Wechseljahresbeschwerden. Meines Erachtens ist wegen der Wirkungsweise der Substanz von einer Einahme in der Schwangerschaft abzuraten.

Zur Stabilisierung des Zyklus oder beim prämenstruellen Syndrom ist die Behandlung ab dem 14. Tag des Zyklus bis zur Periode sinnvoll. Das entspricht im Prinzip also der Anwendung der schulmedizinischen Gelbkörperhormonpräparate, wie z. B. Utrogest, wobei dieses aber den Vorteil hat, wirklich dem “natürlichen Progesteron” zu entsprechen, auch wenn es synthetisch hergestellt wurde.

Die Wurzel selbst ist in Europa nur schwer erhältlich, es gibt jedoch hochkonzentrierte Extrakte in Dragee-Form

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