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Sie sollten sich von Anfang an Gedanken darüber machen, welche “Öffentlichkeitspolitik” Sie vertreten wollen. Das Gespräch miteinander spielt dabei eine entscheidende Rolle. Manchmal gibt es sehr unterschiedliche Bedürfnisse bei Mann und Frau. Dies hängt auch häufig davon ab, ob die Ursache der Fruchtbarkeitsstörung bekannt ist oder nicht. Männer haben in der Regel die größeren Schwierigkeiten damit, dass ihre Fruchtbarkeitsstörung bekannt wird. Frauen haben meist die größere Routine, über gynäkologische Fragen zu sprechen und nehmen insgesamt bereitwilliger die “Schuld” auf sich.
Wappnen Sie sich gegen indiskrete Fragen und sogenannte gutgemeinte Ratschläge. Beachten Sie dabei aber auch, dass Sie sich in einer äußerst sensiblen Phase befinden, die Sie verletzlicher als sonst macht. Oft sind die Äußerungen von Außenstehenden unbedacht und tatsächlich in bester Absicht gesagt. Reagieren Sie dann gekränkt oder gereizt, erscheint das als unangemessene Reaktion. Im Extremfall kann dies das Gefühl einer zunehmenden sozialen Isolation zu einer realen werden lassen. Gleichzeitig sollten Sie wissen, dass immer Situationen auftreten werden, mit denen Sie nicht rechnen können, die Sie in ihrem Innersten treffen und die Sie sprachlos machen. Ein perfektes Management der Kinderlosigkeit wird es nicht geben und dies soll durch diesen Ratgeber auch nicht vermittelt werden.
Die folgende Auflistung soll Ihnen ein paar Ideen bieten, wie Sie mit häufigen Aussagen umgehen können. Wesentlich ist jedoch, dass Sie ihren eigenen Umgang damit finden. Denn nicht alle Antworten, die Sie hier finden, sind für jedes Paar die richtigen. Sie sollen lediglich Anregungen für Ihre eigenen sein.
Dies ist der Spitzenreiter unserer Hitliste. Meist bekommen Paare diesen Ratschlag, wenn sie dies selbst schon zigmal ohne Erfolg ausprobiert haben. Außerdem enthält er eine paradoxe Aufforderung, denn niemand kann sich zwingen, sich zu entspannen. Schwierig ist er auch für Paare, bei denen eine eindeutige Diagnose vorliegt. Sofort geraten sie unter Zugzwang, zu entscheiden, ob sie diese Information preisgeben sollen oder nicht.
Folgende Antworten von Paaren haben sich bisher bewährt:
Auch wenn viele Ärzte von solchen Fällen berichten, so lässt sich dieser Effekt wissenschaftlich nicht belegen. Außerdem geht diese Aussage davon aus, dass alle Fälle ungewollter Kinderlosigkeit psychisch bedingt sind, was so nicht zutrifft. Also: ”
(Anmerkung www.wunschkinder.de: Man muß dabei auch berücksichtigen, wie Neuigkeiten verbreitet werden. 100 Paare geben die konventionelle Kinderwunschbehandlung auf und stellen einen Adoptionsantrag. Bei 5 (z. B.) tritt kurz danach eine Schwangerschaft ein. Über diese 5 Paare wird sicherlich viel berichtet werden, die Geschichte der anderen 95 ist zu uninteressant, um weiter Beachtung zu finden. Aus dieser selektiven Wahrnehmung ergibt sich eine verzerrte Wahrheit, als müsse man nur einen Adoptionsantrag stellen, in den Urlaub fahren, einen Hund kaufen etc, um anschließend problemlos schwanger zu werden)
Diese Aussage ist meist besonders bitter, weil viele Paare erhebliche Anstrengungen zur Erfüllung ihres Kinderwunsches auf sich nehmen und liebend gerne auf vieles verzichten würden, wenn sie dafür ein Kind bekommen könnten. Mit dieser Aussage ist auch deshalb nicht so einfach umzugehen, weil sie genauso wie die nächste aus einem aggressiven Impuls heraus zu begründen ist.
In diesem Fall kann die Wahrheit sehr entwaffnend sein:
Auch hier hängt natürlich viel davon ab, wie ihre Beziehung zu der betreffenden Person ist. Deshalb kann es auch hilfreich sein, sich einfach schweigend abzuwenden. Dies trifft auch für die meisten anderen Aussagen zu. Die wenigsten Menschen geht ihre Familienplanung wirklich etwas an.
Antwort:
Das kann auch ein Schlag unter die Gürtellinie sein, denn es ist ein Angriff auf ihre intimste Beziehung. Besonders dann, wenn Sie in dem Moment selbst stark an sich und ihrer Partnerschaft zweifeln. Oder wenn es tatsächlich so ist, dass Sie allem Anschein nach gesund sind und bei ihrem Partner eine besonders schwerwiegende Diagnose festgestellt wurde. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie in gutem Kontakt mit den positiven Seiten ihrer Partnerschaft sind. Dann wird es Ihnen leicht fallen, selbstbewusst zu sagen:
Diese Aussage kann für Paare nach einer Fehlgeburt oder nach einer gescheiterten künstlichen Befruchtung tröstlich sein. Für andere kann es den eigenen Selbstwert noch mehr untergraben, da ihnen kein gesundes Kind zugetraut wird. In diesem Fall sollten Sie es auch so ausdrücken:
Eine Variante dieser Aussage, dass man der Natur nicht ihren Lauf lässt, kommt sehr treffend in folgendem Dialog aus dem empfehlenswerten Roman “Ein Morgen am Meer” zum Ausdruck. Saras Schwiegermutter verkündet ihre Meinung in Bezug auf Saras Schwierigkeiten, schwanger zu werden:
” … wenn du doch bloß aufhören würdest zu arbeiten. Ich bin ganz sicher, dass du dann schwanger werden würdest. Es ist unnatürlich, dass eine Frau so hart arbeitet wie du. (… ) Es geht um deine Einstellung. Wofür dein Herz wirklich schlägt. Sara, um ehrlich zu sein, ich bin mir nicht sicher, ob du dir wirklich ein Baby wünschst. Ich fürchte, dass du dich im tiefsten Herzensgrund davor fürchtest, ein Kind zu bekommen, weil sich das mit deiner Arbeit, die in deinem Leben eine so große Rolle spielt, nicht vereinbaren ließe. ” (… )
“Ich kann dir nicht sagen, wie sehr ich mir ein Baby wünsche.” “Dann solltest du deine Arbeit aufgeben und dich wie eine richtige Ehefrau, wie eine richtige Frau verhalten” sagte Caroline. “Wenn du so weiterleben willst wie bisher, halb Frau, halb Mann, dann wirst du natürlich nie schwanger werden” (aus: Nancy Thayer: Ein Morgen am Meer. Econ & List 1990, S. 208 ff).
Dieser Dialog ist für Sara deshalb auch so niederschmetternd, weil er die vorab eigentlich gute Beziehung zu ihrer Schwiegermutter zerstört. Solche Aussagen implizieren nämlich eine gewisse Feindseligkeit, die jeden Menschen besonders trifft, wenn sie von einer Person gemacht werden, von der er/sie mehr Wohlwollen erwartet hätte. Auch dem Hinterfragen der Kinderwunschmotivation ist nur schwer zu begegnen.
Männer müssen sich manchmal diese besonders kränkende Bemerkung von anderen Männern anhören. Böse Fragen verdienen eine böse Antwort:
Diese Aussage ist in ihrer Pauschalität Unsinn! Wir wissen heute, dass in weit über 80 % der Fälle organische Ursachen einer Fruchtbarkeitsstörung zugrunde liegen, die in vielen Fällen erfolgreich behandelt werden kann. Also, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, ist ein wesentlicher Rat, möglichst nicht seinen Humor zu verlieren:
Eine gute Strategie ist es, dem “Ratgeber” erst mal Recht zu geben und dann aber deutlich die eigene Meinung zu vermitteln.
Adoption ist keine Alternative zum eigenen Kind! Adoption ist ein ganz eigener Weg der Familiengründung, der auch eine besondere Bereitschaft der Eltern für diese besondere Lebensaufgabe benötigt. Bei der Antwort auf diese Feststellung spielt natürlich ihre Einstellung zur Adoption eine entscheidende Rolle. Unangenehm ist sie, wenn für Sie eine Adoption nicht in Frage kommt und Sie gleichzeitig das Gefühl haben, sich rechtfertigen zu müssen.
Vorschlag:
Kinder sind oft eine starke Belastungsprobe für eine Ehe. Paare ohne Kinder können sich viel bewusster für ein gemeinsames Leben entscheiden, da sie sich nicht wegen Kindern aneinander gekettet fühlen.
Aus: T. Wischmann & H. Stammer (2003) “Der Traum vom eigenen Kind”, Stuttgart: Kohlhammer (2. Aufl.), S. 168-173. Copyright (c) Verlag W. Kohlhammer.
Weitere Infos zu “Indiskrete Fragen” aus unseren News
Kommentare
WAS ICH SEHR OFT HÖHRE “IHR HABT DOCH NOCH SO VIEL ZEIT”
ICH 30 J. MEIN PARTNER 32J.HATTEN VOR EINEM JAHR EINE FEHLGEBURT UND SEIT DEM KLAPPT GARNICHTS MEHR….
ICH FINDE PERSONEN DIE DAS SELBST NICHT DURCHMACHEN MUßTEN,SOLLTEN SICH ÜBERLEGEN WAS SIE KINDERLOSEN PAAREN SAGEN!!!
EINE FRAU HAT MICH GEFRAGT, OB ICH MIR NICHT EINEN ANDEREN MANN SUCHEN WILL…
Oh ja, das kenn ich! Was wir auch oft zu hören kriegen: “Überlegt euch das gut, ob ihr Kinder wollt, guckt euch an was die für Stress machen” oder “Seit ihr sicher dass ihr euch das antum wollt?” allerdings kommt sowas IMMER von Leuten die schon Kinder haben *grml* und die haben bekanntlich ja leicht reden. Klar wissen wir auch das Kinder nicht nur immer Friede, Freude, Eierkuchen bedeuten, manchmal scheinen die Menschen nicht drübernachzudenken, was sie damit eigentlich gegenüber einem KiWu-Paar von sich geben!
ich werde hier “im Dorf” immer wieder drauf angesprochen, wann wir denn endlich Nachwuchs bekämen — auch von Fremden Menschen. Ich bin dann immer platt und weiß nicht was ich antworten soll. Ich finde, die “Wahrheit” geht niemand Fremden etwas an…. so bleibt es meist bei einem “wir haben noch Zeit” oder “den genauen Zeitpunkt weiß ich nicht”… hätte aber gerne eine Antwort parat, die auch diese plumpen Fragen deutlich zurückweist (am liebsten wär mir meistens: nicht aug jede Frage muß man eine Antwort geben) oder ist das zu “frech”?
übelst wird es wenn diene eigene mutter zu dir sagt was willst du mit kindern bei dem satz ring ich auch noch sehr mit einer anwort. hat einer eine idee??
lg anci
hallo, bei fragen, wann es denn bei uns soweit sei, sage ich meistens: “wenn ich es bestellen könnte, hätte ich schon eines.” das lässt die frager meist verstummen, denn es macht klar, dass es eben oft nicht so leicht ist, schwanger zu werden. und ich werde nicht in die lage gepresst, mich erklären zu müssen. funktionierte bis jetzt immer. lieber gruss yvonne
Wir antworten mittlerweile dass das in der Macht der Natur liegt. Glatt gelogen nach mittlerweile 1 Jahr Kinderwunsch-Behandlung, aber die Gegenüber sind endlich still und es wird über etwas anderes gesprochen. Nie hätte ich gedacht, dass ausgerechnet mir/uns das passiert ;-))
warum redet der meister im buch krabat nicht
wieso wollen wir nicht auf ein angenehmes leben verzichten?! das tue ich jeden tag!!!! denn die frage ist doch, was man unter einem angenehmen leben versteht?! dreimal im jahr in den urlaub fahren oder jeden tag das lächeln eines kindes zu sehen? ich finde letzteres bedeutend angenehmer!!!!!! außerdem kann eine solche aussage nur von leuten kommen, die nicht wissen, was es bedeutet alles dafür zu tun ein kind zu bekommen: psychisch, finanziell und zeitlich……. wo bleibt da das angenehme leben?
Das mit “Ihr habt ja noch so viel Zeit” höre ich auch sehr oft. Ist sehr unangenehm. Wieviel Zeit wer hat können die doch nicht Wissen? Von sich selbst wissen sie ja auch nicht. Ich persönlich glaube, das alles seine Zeit hat, wenn es hat.
Wenn mich jemand in dieser Art befragt, sage ich das ich an Schicksal glaube. Wenn es mein Schicksal ist wird es passieren,oder wenn nicht eben nicht. Und dies nicht aus erkränkung oder so.
Vielfach meinen Sie es gar nicht böse. Sie haben diese Sensibilität nicht die wir vielleicht durch diese Erfahrung gemacht haben. Ich wusste früher auch nicht wie sich die Freundin meiner Mutter fühlte die auch kinderlos ist ,obwohl ich gerne sie gefragt hätte danach weil ich sie mochte.Wusste aber nie welche Worte wählen,um sie nicht zu kränken. Sehr wahrscheinlich habe auch ich diese “X-Fragen”gestellt. Ja ich glaube an Schicksal. Ich glaube daran das alles bestimmung ist durch Gott.
Trotzt keiner medizinischer Befunde bei Mann und Frau über bestehende Sterilität ( danach sprechen die meisten Ärzte “aus unerklärlichen Gründen”
Also auch wenn mann behandelt wird und es trotzdem nicht klappt sprechen sie von unerklaärlichen Gründen. Dies ist das Schicksal.
Wenn man Schicksal sagt, kommen meistens keine weiteren Fragen mehr. Weil danach fast jeder mit seiner eigenen Schicksal beschäftigt ist und sich fragt welche Bestimmung man selbst hat. Diese Erfahrung habe ich gemacht.
Schicksal heisst aber nicht, dass wir die Medizinischen/Ärztlichen möglichkeiten nicht brauchen. Richtig wäre, mögliche Vorkehrungen unternehmen also das was wir in der Hand haben und dann darauf hoffen!
Wenn es trotzt allem nicht klappt, auch wenn es für uns/mich schwierig ist Kinderlos zu sein, denke ich hat alles einen Grund. Eines das wir vielleicht nicht Wissen.
Wielleicht verlieren wir dadurch unsere Gesundheit?
“unser Leben sogar? Auch wenn dies schlimm klingt, das gibt es auch.
“oder das Kind verlieren?
oder nach der Geburt verlust des Kindes?
-Ich wünsche all dies niemanden-
will nur eine andere Sichtweise erklären.
Vertrauen dass dass was kommt das beste ist. Und weiter hoffen.Ich werde weiter hoffen…
Dies tröstet mich obwohl wir uns auch einen oder mehrere Gesunde Kinder mit guten Charaktern wünschen. Dies wünsche ich auch allen Kinderlosen Paaren.
Die Seite gibt sooooooo schön wieder, was ich alltäglich höre. Aber der Spitzenreiter bei mir ist immer noch der mit dem entspannen und der Sache “es kommt, wenns kommt”. Es kotzt mich solangsam an. Und dann kommen Kommentare von so Leuten, die selber schon Kinder haben. *Koppschüttel*
@ moni: ich finde schon, dass du den leuten sagen kannst, dass es dir zu intim ist, mit ihnen darüber zu reden
@michi: ich finde es eine unverschämtheit, dass gerade die eigene mutter so etwas sagt - schließlich bist ja DU ihr kind. das solltest du ihr auch sagen (in einem ruhigen moment und möglichst ohne aggression, versteht sich)
am schlimmsten finde ich persönlich, zu sehen, wie andere leute mit ihren kindern umgehen. solche, die eigentlich keine wollten oder sich einfach vorher nicht im klaren darüber waren, was ein kind bedeutet. besonders schlimm: “wenn ich vorher gewusst hätte, was auf mich zu kommt, hätte ich nie ein kind bekommen.” das musste ich mir von einer anhören, die genau weiß, dass wir es schon lange versuchen. und später: “manchmal möchte ich mein kind zur adoption abgeben!” (ich würds nehmen)
In meiner Familie geht der Satz um: in diese Welt würde ich keine Kinder setzen. Aber ich kann meinen Kinderwunsch doch nicht der Wirtschaft beugen, oder doch ?
Früher dachte ich auch das ein wenig Entspannen bei dem Kinderwunsch hilft! Aber nach knapp 2 1/2 Jahren …
Genau entspannen, Hund kaufen, in den Urlaub fahren, Heiraten etc. alles getan und schwanger???? Nein!!!
Blöde Sprüche von “Freundinen”: Ihr müsst euch entspannen und dann klappt das schon. Ihr habt noch soooo viel Zeit. Außerdem hast Du nur noch ein Thema!!! JA HALLO!!!!! Wo sind wir???? Wenn man mitte/ ende zwanzig ist ist das vielleicht kein Thema. Aber wenn man es so wie wir seit über 2 JAHREN mal mehr mal weniger probiert auch mit Porfessioneller Hilfe (Kinderwunsch Klink) und es nicht funktioniert dann hilft auch entspannen nix!!!!
Und eins habe ich jetzt gelernt eine Freundin ist für einen da, und ballern einen nicht so blöde Sprüche an den Kopf!!!
@Miriam: Wenn die Leute sich immer der Wirtschaft beugen würden, wäre die Menschheit schon längst ausgestorben. Ich will nächstes Jahr noch ein Studium anfangen und evtl noch während des Studiums oder kurz danach ein Kind mit meinem Partner kriegen ( ich gehöre zu den Leuten, die es erstens kaum abwarten können, bald eine Familie zu haben und zweitens noch vor 30 schwanger werden wollen). Dass wir beide das Geld dazu ja eigentlich nicht hätten…was solls? Familie ist mir wichtiger als Flachbildfernseher, Auto oder Kaviar. Und bei meiner Mutter hats doch auch geklappt. Sie hat mich immerhin alleine aufgezogen und auch nie mehr Geld verdient als nötig.
Und außerdem: nachdem jetzt ein paar kleine “Fehler” bei mir festgestellt wurden und rein hypothetisch die Möglichkeit bestünde, dass ich dadurch unfruchtbar werde, würde ich auch jetzt gleich versuchen schwanger zu werden. Auch wenn es uns in den Ruin treiben könnte. Dafür haben wir ja unsere Familien, die uns zu 110% unterstützen würden….
Leute, die so Sätze rausbringen wie “in diese Welt würde ich keine Kinder setzen” haben meiner Meinung nach entweder keinen Kinderwunsch, fühlen sich dafür sowieso noch nicht reif oder haben bereits Kinder…
Und an alle: lasst euch nicht unterkriegen! Auch wenn man manchmal an die Decke springen möchte: manche Leute wissen es einfach nicht besser und geben dann sowas von sich. Irgendwie wird das Leben schon weitergehen, auch wenn man unglaubliche Opfer bringen muss, an denen man glaubt scheitern zu müssen… Alles Gute für euch alle!
Zum Thema Mütter: Meine Mutter hat mich doch ernsthaft kurz nach meiner Fehlgeburt gefragt, ob ich nicht ‘erleichtert’ gewesen sei? Mit 34?? Sie ist natürlich problemlos (und zu schnell) schwanger geworden!
Ansonsten ein Klassiker: ‘Du arbeitest eben zu viel!’ Dabei macht mir mein Job Spaß (kann auch nicht jeder behaupten), und lenkt mich wenigstens davon ab, nicht ständig an meinen seit über zwei Jahren unerfüllten Kinderwunsch zu denken.
Alle meine guten Freundinnen bekommen gerade Kinder und ich fühle mich langsam isoliert, weil ich da nicht mitreden kann.
Ich durfte mir nach der 1. Fehlgeburt ganz viel zum Thema Stress und Verbissenheit sowie Abschalten und Loslassen anhören.
Nach der zweiten Fehlgeburt kommen jetzt noch die guten Ratschläge: “Vielleicht solltest du auch in der 1. Zyklushälfte ganz auf Alkohol verzichten?!”, “Deine Angst vor einer Fehlgeburt lähmt dich”, “Nur eine positive Einstellung führt zu einem positiven Verlauf…”
Langsam habe ich wirklich Angst, dass ich zu viel Angst hatte….
…”nicht daran denken und entspannen, und dann passiert’s, wenn man gar nicht damit rechnet”.., diese Aussage hat mich innerlich auch schon oft zur Weissglut gebracht!!! Wer von denen hat denn schon ne Ahnung was in einem vorgeht, wenn man mehr als 4 Jahre alles versucht, keine Kosten und Mühen scheut, und sich vor Allem auch ständig dieses ganze Hormonzeug antut!!!
Wobei ich trotz all dem sagen muß, daß für mich die größte psychische Belastung darin besteht, mir immer was für den Arbeitgeber einfallen zu lassen, damit das mit den IVF-Terminen und Kontrollen diskret abgeht…, und letztendlich gibt’s da dann wahrscheinlich doch gewisse Vermutungen bei den Kollegen..??! Den engsten Kollegen musste ich ja auch schon einweihen, damit die Arzt-Termine klappen..!!!
Wie ist das bei Euch so..???
Ich denke, ich kann mittlerweile ganz gut damit umgehen, wenn wir gefragt werden, warum wir noch keine Kinder haben oder wann wir denn endlich welche haben wollen. Womit ich allerdings nur sehr schwer klar kommme, sind Schwangere in meiner nahen Umgebung. Arbeitskolleginnen oder andere, die voller Stolz ihre Ultraschall-Bilder zeigen und von Ihrer Schwangerschaft erzählen. Mit Begeisterung wird der Mutter-Pass gezeigt… ich möchte mich ja mitfreuen, muss aber ganz schön mit mir kämpfen… ich hatte vor wenigen Monaten eine FG in der 9.SSW, von der außer meinem Mann niemand etwas weiß.
Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Hallo Nuffel77. Mir geht’s genau wie dir. Ich hatte vor fast 2 Jahren eine FG, auch ganz am Anfang, und es wusste bis vor kurzem nur mein Mann davon. Für mich war das das schlimmste, mit niemandem darüber reden zu können. Ich brachte es nicht über mich von selbst zu erzählen. Ausserdem hatte ich Schuldgefühle, weil ich am Tag an dem die Blutung einsetzte etwas gestresst war. Ich habe oft stundenlang geheult deswegen. Nach über einem Jahr, habe ich dann eine Psychotherapeutin aufgesucht. Jetzt geht es besser.
Insgesamt versuchen wir nun schon 4 Jahre ein Kind zu bekommen, “aus ungeklärten Gründen” klappt es einfach nicht. Ich bin schon 34 und wollte immer mindestens 3 Kinder haben. Ich kann mir derzeit ein Leben ohne noch nicht vorstellen.
Ich werde seit einiger Zeit auch kaum mehr deswegen angesprochen. Wahrscheinlich weil die meisten davon ausgehen, dass ich als “Karrierefrau” (noch) keine haben möchte…
Wenn ich gefragt werde, wann ich denn ein Kind bekomme, sage ich oft wahrheitsgemäss, dass ich das auch nicht weiss, aber informieren würde sobald es soweit ist.
Hallo!
Immer, wenn wir in einer Kinderwunschbehandlung stecken, bekomme ich vor der Punktion schon einen dicken Bauch. Ich bewege mich auch anders. Von einer entfernten Verwandten wurden wir natürlich gefragt, ob wir ein Kind erwarten…Da habe ich geantwortet, dass mein Mann und ich uns schon jenseits der “Schallgrenze” befanden, als wir uns überhaupt kennen gelernt haben. Wenn ich meinen Arzt richtig verstanden habe, nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ja ab 30 schon ab. Ich war damals 34 Jahre alt, mein Mann ist 9 Jahre älter. Meine Antwort hat gesessen. Die Frau reagierte verblüfft.Sie musste sich ihre Beobachtung dann anders erklären.
Ich wünsche allen viel Einfallsreichtum beim Kontern und viel Mut und Glück!
Es grüßt euch herzlich Ronja
Liebe (und das wünsche ich Euch von Herzen)zukünftige Eltern
Meine Tochter kam während des Studiums, ungeplant und sehr ungelegen. Ich kenne also das Gefühl nicht wie es ist unbedingt Eltern sein zu wollen. Wir haben uns mit der kleinen Arrangiert und so hart es klingt ich weiß heute das ich vieles verpasst habe weil wir so früh Eltern geworden sind.
Auch hierzu gibts viele Kischees…sei doch froh Du bist dann auch früh mit allem durch…aber das ist hier nicht das Thema. Warauf ich hinaus will:
Sicher sind Kinder TOLL. Und som Prinzip geben sie unserem Leben erst wirklich einen Sinn aber bitte verhelicht hier nicht alles!
Wir wollten gern ein 2. Kind haben. Daran mußten wir dann mit Nachdruck arbeiten. Ich werde zwar ständig schwanger bin es aber nie lange geblieben. Nach 3 Fehlgeburten habe ich beim FA immer noch gehört sie sind jung und alles ist ok sie haben doch eine gesunde Tochter.
Ich weiß also wie es ist sich ein Kind zu wünschen und nach dem es doch geklappt hatte habe ich es sooo sehr genossen. Der Knirps st sooo süß und wir sind sehr glücklich ABER erst nach unseren ganzen Problemen und nach dem wir feststellen mußten das Kinder eben nicht selbstverständlich sind weiß ich es so zu schätzen.
Deshalb nehmt es Eltern die ohne Probleme Kinder bekommen haben nicht so übel wenn sie Euch sagen Ihr sollt lieber Euer leben genießen. Selbst bei dem Heißersehneten Wunschkind gibt es momente in denen ich mich zurück ins Studium und in das ungezwungene Leben ohne Kinder wünsche.
Ich wünsche Euch allen von Herzen ERfolg bei dem Projekt Kind aber seit Euch bitte bewußt: Ihr werdet, wenn es dann so weit ist, das ihr ein baby bekommen werdet es mit anderen Augen sehen können und Euch wird bewußt sein welches Wunder Kinder wirklich sind.
Es ist einfach darüber zu sprechen wenn alles gut ist und es hätten nicht gleich 3Fehlgeburten sein müssen aber ich bin doch Dankbar für dir Erfahrung das eben nicht alles planbar und so machbar ist wie wir “hochzivilisierten” Menschen es glauben.
Es drückt Euch ganz fest die Daumen
Eure Indra
Mein Mann und ich versuchen schon seit 2 Jahren ein Kind zu bekommen. Alle möglichen Leute (Eltern, meine Schwester, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Verwandte, Nachbarn…) fragen uns, wann wir endlich ein Kind bekommen *nerv, grummel*. Es soll doch endlich mal Leben in die Nachbarschaft (der Großteil unserer Nachbarn sind bereits im Rentenalter) kommen… Wir würden ja gerne, aber leider klappte es nicht. Wir wissen nicht mehr, was wir auf die Frage und die Sticheleien antworten sollen. Es weiß nämlich keiner, dass wir bereits seit 2 Jahren in der Phase sind, um ständig zu probieren ein Kind zu bekommen. Der Druck lastet schon ganz schön groß auf uns und um ihn nicht zu vergrößern, sagen wir niemanden etwas, dass wir planen und probieren und es einfach nicht klappen möchte. Außerdem, wenn mein Arbeitgeber dies wüsste, wäre ich ganz schnell arbeitslos. Der würde alles versuchen, mich loszuwerden, da er nicht begeistert ist, wenn Frauen schwanger werden. Dies ist der Fall, obwohl ich in einem großen Konzern arbeite… Da mein Mann Einzelkind ist und meine Schwiegermutter unbedingt Enkelkinder haben möchte und von nichts anderen redet, seit mein Mann und ich damals zusammen gekommen sind. Meine Mutter ist hierzu auch nicht einfacher, obwohl sie schon zweifache Oma von meiner Schwester ist. Sie kann es auch noch kaum erwarten, endlich noch mehr Enkel zu bekommen.
Meine Freundin wurde beim ersten Kind auch komplett ungewollt schwanger. Beim zweiten Kind hat sie mir nur erzählt, dass sie plant so im Juni schwanger zu werden und prombt hat es bei ihr geklappt. Die Kleine von ihr ist soooooooo… süß und der Neid, dass es bei ihr wiedermal sofort geklappt hat ist von meiner Seite schon sehr groß. Obwohl ich ihr es natürlich gönne und freue, dass sie eine gesunde Tochter hat.
Naja, ich wünsche allen Paaren viel Glück und alles Gute, dass es bald mit dem ersehnten Baby klappt!!!
Viele Grüße, Kiki
PS: Wenn wir in der Familie oder Freunde erzählen würden, dass wir planen ein Kind zu bekommen, würden diese bei uns monatlich anrufen und fragen, ob es geklappt hat. Also, jedenfalls unsere Eltern würden dies tun… Und ständig auf mein Bauch gucken, ob da ein Baby enthalten ist oder nicht… Schlussendlich würde der Druck nicht sinken, wenn wir es erzählen würden.
hallo mein mann und ich wünschen uns schon seid 3jahren ein 3kind aber leider klappt es nicht.wist ihr vielleicht woran das liegen könnte.wenn ja dann schreibt mir doch einfach.
manuela
am schönsten ist doch immernoch: “wartet mal ab, du wirst sehen. wenn ihr erstmal damit abgeschlossen habt dann klappt es plötzlich von ganz allein. ich kenn da eine… ”
baahhhhhhhh, ich könnte brechen! ist ja gut gemeint, aber die wissen gar nicht, was sie einem damit antun… nach 5 jahren wunsch, mittlerweile 1 icsi und 1 kryo-transfer, psychischen belastungen ohne ende, kein normales sexualleben mehr, keine normale beziehung mehr und zu guter letzt schon fast dem finanziellen ruin, da hört man sowas doch richtig gerne!!!
ich wünsche euch allen ganz viel glück. verliert die hoffnung nicht! ich habe es leider schon getan und bin grade tränenreich auf dem weg, mich von diesem wunsch zu lösen…
Wir hatten ein 1 1/2 Jahr probiert schwanger zu werden und niemand außer meiner besten Freundin wußte davon. Dann hatte ich eine Fehlgeburt und mußte ein paar Kolleginnen wegen Krankschreibung-kann nicht gut lügen-einweihen und hab auch mit meiner Familie drüber gesprochen und ein paar engeren Freundinnen, war schon komisch am Anfang, aber es ist super wichtig drüber zu reden und es ist mir jetzt auch egal wie weit es sich rumspricht umso weniger muß ich mir
komische Fragen anhören. Bin sowieso in einem Alter (32) wo viele Neugierige über unser Leben sich Gedanken machen:-) und so sind alle Unklarheiten erst mal beseitigt.
Mein Mann(Mitte 40) und ich (Mitte 30)werden auch oft von Freunden und der Familie gefragt, wann wir endlich ein Baby bekommen. Dies konnte ich bisher ganz gut wegstecken, obwohl wir es schon seit drei Jahren versuchen (was ich aber nicht unbedingt jedem auf die Nase binden möchte). Seit April stecke allerdings Zeitweise massiv in der Krise, denn nach nur einem Jahr Ehe und 2,5 Jahren Beziehung ist jetzt meine Schwägerin schwanger mit Zwilligen!!! Ich gönn es ihr wirklich, aber jetzt kommt der Hammer! Als die Familie von der Schwangerschaft erfuhr waren natürlich alle aus dem Häuschen und meine Schwester, die natürlich auch schon zwei Kinderlein hat (mit denen sie allerdings erziehungstechnisch leicht überfordert ist (Kinderchen sind oft respektlos und rotzfrech, redet nur noch über die Zwillinge mit unserer Schwägerin. Aber jetzt kommt der Kommentar meines Schwagers zu der Schwangerschaft, und hier fehlten mir buchstäblich die Worte: Ach, wenn´s Zwillinge sind kann sie ja der Tanja eins abgeben! Meine Schwester erzählt mir dies (sehr lustig) brühwarm am Telefon. Ich konnte gerade noch das Gespräch beenden, dann war ich nur noch am heulen! Und wenn ich jetzt den dicken Bauch von meiner Schwägerin sehe, muss ich mich sehr zusammenreißen um nicht los zu heulen. Außerdem hab ich jetzt Urlaub, gerade meine fruchtbaren Tage und mein Mann steht scheinbar so unter Druck, dass er nicht mehr so zuverlässig bereit ist, wie früher! Es ist ein Teufelskreis! Der Druck von außen scheint mir unerträglich hoch!
Dass wir es seit einem Jahr erfolglos versuchen, wissen unsere engsten Freunde und Geschwister und ich bin sehr froh darüber - wir erfahren viel Verständnis und Rücksichtnahme, es kommen zumindest aus diesem Kreis keine unsensiblen Kommentare und wir müssen den ganzen Stress und Druck nicht alleine schultern - es gibt immer eine zuverlässige Freundin zum Ausheulen, wenn wieder jemand schwanger ist, meine Tage kommen oder ich mir einfach wieder den Kopf zermartere, warum es nicht klappt. Als ich vor einem Jahr die Pille abgesetzt habe, habe ich relativ unbedarft davon erzählt - ich war ja sicher, schnell schwanger zu werden. Zwischendurch habe ich überlegt, ob ich es nicht für mich behalten hätte sollen, aber ich komme immer wieder zu dem Ergebnis: Nein. Ich bin froh, dass Freunde und Geschwister Bescheid wissen.
Wir versuchen auch seid zwei Jahren ein Kind zu bekommen und dieses :” Du bist doch noch so jung”…” Fahrt doch mal in den Urlaub, dann klappt´s bestimmt”, kenn ich nur all zu gut. Mir ist bewußt das ich mit 27 Jahren noch “jung” bin, aber der Kinderwunsch ist doch trotzdem da und ein scchlechtes Spermiogramm wird doch im Alter auch nicht besser! Sollen ir warten und uns vielleicht alle Möglichkeiten kaputt machen, falls es noch schlechter wird? Die Leute die so Kommentare abgeben, haben keine Ahnung was sie sagen! Es ist sehr verletzend was man sich alles anhören muss! Ich hoffe das alles bald zu ende ist und wir unser Wunder in die Arme nehmen können!
Zur Vorsgeschichte:
mein mann und ich versuchen seit 8-9 Jahren etwa mit vielen Hochs und Tiefs Nachwuchs zu bekommen. Wir sind gerade wieder mitten in einer IVF und sind sehr gespannt, wie es ausgehen wird.
Was mir aufgefallen ist, als ich die Kommentare oben gelesen habe, ist dass sie zum Teil sehr einseitig sind und genau so ein Unverständnis gegenüber “den anderen” zeigen wie ihr auch bekommt.
Ich kann doch den Menschen nicht verurteilen nur weil sie davon ausgehen, dass bei uns alles “normal” ist…?
Auch wenn es manchmal schwer ist und einem nur nach Heulen zur Mute ist, die anderen können nichts dafür solange ich sie nicht darüber informiere, dass bei mir/uns etwas nicht stimmt…
Ich wünsche uns allen bei unseren Vorhaben und Wünsche viel Erfolg!
Unsere Geschichte ist etws kompliziert. Für mich sind eigentlich nicht die indiskreten Fragen das eigentliche Problem. Glücklicherweise bin ich ziemlich schlagfertig.
Das eigentliche Problem sind meine Freundinnen, die eigentlich alle entweder Kinder haben oder schwanger sind und von nichts anderem reden können. Hierzu muss ich sagen, dass diese eigentlich alle wissen, dass wir gerne Kinder hätten. Trotzdem können diese “Freundinnen” dann bei einem Treffen nur von den Kindern reden und ich sitze dabei wie bestellt und nicht abgeholt.
Ich sage mir dann häufig, dass ich mich glücklich schätzen kann, dass ich einen superlieben Mann habe und das andere dann schon noch kommen wird, wenn der Zeitpunkt reif ist. Es tönt ein bisschen plump, aber ich habe mich echt schon gefragt, weshalb ich eigentlich eine solche Panik habe, denn im Moment ist mein Leben total toll und ich bin happy und eigentlich gehts ja einfach so weiter, egal was kommt, weshalb soll ich mich dann verrückt machen und mir das Leben eigentlich unnötig erschweren. Ebenso denke ich in diesen Situationen dann auch, dass meine Freundinnen alle gesteckten Ziele schon erreicht haben, Heirat, Haus Kind etc. Da kommt ja dann irgendwie meist nicht mehr viel in der Lebensplanung…. Ich sag mir dann immer ich kann mich wenigstens noch auf den Zeitpunkt, wo ich einen positiven Test in Händen halte freuen.
In diesem Sinne wünsche ich allen hier im Forum von Herzen viel Erfolg beim Projekt Kind.
“Ihr werdet sehen, wenn das Haus erst mal fertig ist, und der Stress rum ist, dann klappt es schon von alleine. Du machst dir einfach zu sehr einen Kopf darüber, da kann das ja nicht funktionieren!”
Das hör ich von meiner Arbeitskollegin, mit deren Tochter ich eigentlich gemeinsam Kinderwagen schieben wollte, immer dann, wenn es mir mal wieder besch… geht. Klar, alles nur die Psyche. (die Arbeitskollegin ist superglückliche werdende Oma, deren Tochter im 8-ten Monat und wir pobierten schon ein dreiviertel Jahr vorher, macht jetzt gerade mal 16 Monaten) Abgesehen davon dass bei denen Schwanger werden, Heiraten und Haus kaufen auch in 6 Monaten funktioniert hat. Aber Töchterchen hat sich ja keinen Kopf gemacht, wie auch. In den ersten 6 Monaten hab ich mir auch keinen Kopf gemacht.
Und was ist mit den höllischen Periodenschmerzen, kurzer hyperthermen Phase und Schilddrüsenproblemen, was sich nach und nach bei mir rausstellt. Alles nur durch die Psyche?
Es gibt 2 Leute mit denen ich darüber reden konnte. Meine Arbeitskollegin (scheidet nach wiederholtem obigem Satz aus) und meine Freundin, die trotz Pille schwanger wurde, haha. Deren kleiner ist jetzt 4 Monate alt und der gewünschte Vater dazu leider nicht der genetische! Das tiefere Gespräch zwischen uns beiden beschränkt sich nun darauf, wie sie dem genetischen Vater endlich sagen kann was Sache ist. Glückwunsch.
Den ersten Kinderwunsch-Paar-Therapie-Termin
haben wir hinter uns, sonst wäre die Beziehung auch schon den Bach runter gegangen.
Naja, mein Eisprung hat sich Zeit gelassen bis mein Freund morgen von der Geschäftsreise zurückkommt.
Neues Spiel, neues Glück.
Freudvoll und Leidvoll, Gedankenvoll sein,
Hangen und bangen in schwebender Pein,
Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt,
Glücklich allein ist die Seele die liebt.
(J.W.v.Goethe)
Früher fand ich das sehr poetisch, heute drückt es genau das aus was wir momentan durchmachen.
LG
Elke
Ich kann ne Story erzählen. Hab eine leichte Gehbehinderung und muss mir von meiner Schwiegermutter sagen lassen das ich nicht fähig sei ein Kind auszutragen!!!!!!!!!!!!!!!!!!Hammer ne
Mein Mann hält aber zu mir nicht zu seiner Mutter
ich hab seit über einem jahr aufgehört zu rauchen.. hab schon drei ivf hinter mir..hab leider 8 kilo zugenommen..und alles was den anderen einfällt ist “na hats enlich geklappt?”..ich könnt echt kotzen
Hallo! Mein Mann und ich sind seit 3 1/2 Jahren verheiratet und seitdem versuchen wir es erfolglos schwanger zu werden.
Ich weiß seit ich 17 bin, daß ich das PCO-Syndrom habe und damals hat mir der Frauenarzt schon gesagt, daß schwanger werden nicht so einfach werden würde. Naja, macht man sich ja erst mal keine Gedanken weiter drüber, in dem Alter…
Dann traf ich mit 23 meinen jetzigen Mann und dann ging es los… Wir probierten es erst auf normalen Weg, dann haben wir ein Jahr lang eine Kinderwunschbehandlung über uns ergehen lassen. Nie wieder will ich das durchmachen! Wir haben uns schon auf eine ICSI vorbereitat, da musste ich wegen Überstimmulation abbrechen - 30 Follikel pro Eierstock… Mir ging es sauschlecht, vielleicht kennt das ja jemand… Haben uns dann auf uns und unser zweisames Leben konzentriert; Haus gekauft, Hund angeschafft.
Meine Freundin hat im August ein Baby bekommen, ich bin jetzt Patentante. Manchmal kommen mir die Tränen wenn ich den Kleinen sehe…
Unsere Familien und Freunde wissen, daß das nicht so klappt bei uns. Gottseidank lassen sie uns in Ruhe und es kommen keine blöden Sprüche, aber natürlich haben wir auch das anfangs erlebt.
Irgendwann muss man sich dagegen ein dickes Fell wachsen lassen und sich seinen Teil dazu denken. Hab schon ne Menge bissiger Antworten runtergeschluckt, weil es sich einfach nicht gelohnt hätte darüber zu streiten… In unserer neuen Nachbarschaft wird allerdings wild darüber spekuliert, daß und warum wir noch keine Kinder haben… Da sag ich dann einfach nur, daß wir das nicht planen und es halt bisher nicht so geklappt hat. Mittlerweile probieren wir es mit Homöopathie und das tut mir personlich gut. Ich bekomme für meine Verhältnisse regelmäßig meine Periode und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt….
Never give up! Liebe Grüße
Bitte über mein Problem nicht lachen…es ist wirklich ein Problem für mich..
Bin in Kinderwunsch Behandlung (derzeit 5.Versuch) und wir haben Dank ICSI ein gesundes Mädchen (auch 5.Versuch)
Meine Schwägerin (kinderlos, Mann mag keinen Nachwuchs) ist seit Monaten darauf aus, festzustellen ob ich Alkohol trinke und biete mir bei jeder Gelegenheit welchen an … ich trinke in Stimulation/und Wartephase jedoch keinen Tropfen…
schon in der ersten SS wurde ich sozusagen überwacht und die freudige MItteilung wurde dann gleich mit “Hab´s ja je gewußt…kommentiert..” - es ärgert mich!!!!
So jetzt habe ich heute wieder ein Negativ bekommen und dürfte also mit ihr auf ein Gläschen zu Weihnachten anstoßen… was würdet ihr tun???
Würdet ihr sie mal drauf ansprechen von ICSI mag ich nichts erzählen…sie ist so indiskret und würde gleich nach dem Ablauf im Spermiengewinn.raum nachfragen…
SCHRECKLICH
was soll ich tun???
Liebe Elena, das ist gar nicht zum lachen, ich bin auch ein Großfamilienmensch… aber ich würde empfehlen, sag ihr nix. Eher würde ich mir verbitten, daß sie immer versucht, mich zum Alkohol zu überreden, wenn ich sage, daß ich nicht mag. Ich sag dann immer, ich hab so heftig Migräne gehabt, ich mag nicht.
Sag ihr nix: weil ihre bisherige Taktik einfach zu unreif erscheint, als daß sie Deine persönlichen Mitteilungen für sich behalten würde. Und dann hast am Ende jemanden, ders rumerzählt, wenn du grad Deine Ruh brauchst. Gruß Jadwiga - frohe Weihnachten, mit Schwägerin
Liebe Elena, ich würde deiner Schwägerin auch nichts erzählen! Denk daran: für seine angeheirateten Verwandten kann man nichts! Aber alles Wissen müssen sie auch nicht! Ich wünsche dir jedenfalls von Herzen alles Gute und hoffe, dass ihr doch noch mal zum Erfolg kommt.
Trotzdem ein schönes Weihnachtsfest und einen festen Glauben!
Tanja
Ich wünsche wirklich allen hier von ganzem Herzen, dass sich ihre Wünsche im nächsten Jahr erfüllen werden und sich ganz viele Babys zur Welt kommen. Habt einen festen Glauben und bittet um euer Baby.
Ich habe einen eigenen Sohn, der nach 2 Jahren üben spontan entstanden ist. Mein ein und alles
Mit meinem neuen Partner wünsche ich mir schon wieder seit drei Jahren ein gemeinsames Kind. Zunächst wurde ich schenll schwanger, hatte in de 10. SSW eine Fehlgeburt. Und das einzige, was meiner Muter dazu einfiel:
“Das ist ja nochmal gut gegangen, wie?!”
Natürlich… sie weiß nichts von dem innigen Wunsch noch ein gemeinsames Baby zu haben, aber ich finde diese Sprüche doch SEHR gedankenverloren!! Mir kommen noch immer die Tränen, wenn ich daran denke….
Einfach unglaublich, wie gedankenlos und verletzend einige Kommentare sind. Bin echt geplättet wenn ich das alles hier lese. Frage mich auch, woher man in solchen Momenten die Kraft nehmen soll, nicht einfach mal verbal zurückzugeben. Besonders die Mütter scheinen es in sich zu haben (MaryLou - das ist echt der Hammer!)
Wir versuchen es jetzt auch seit 2,5 Jahren (bin jetzt 36). Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto) wurde bei mir festgestellt und wird jetzt behandelt.
Für mich ist das Übelste immer noch wenn mein eigener Freund anfängt so was von sich zu geben. Grade er weiß eigentlich, dass ich mir im ersten halben Jahr “probieren” sicherlich noch keine Sorgen gemacht habe, hat aber inzwischen als erster(!) angefangen mir zu erzählen ich würde mir zu viele gedanken machen. Zum Teil reagiert er regelrecht genervt. Grad so in die Richtung: ich wünsch mir ja auch ein Kind aber fang nich schon wieder an(!)… Ich empfinde das dann als besonders verletzend. Oft denke ich, dass es für mich auch nicht so schlimm wär wenn ich von seiner seite aus mehr Unterstützung spüren würde oder ihm Vorfreude anmerken würde, nicht immer nur das Verdrängen. Ich weiß zwar dass es ihn auch fertig macht. Vor Allem wenn seine Geschäftskollegen begeistert von ihren kleinen Kindern reden. Aber im Allgemeinen versucht er möglichst wenig mit mir darüber zu reden. Und wenn, dann sagt er mir nur immer und immer wieder enspann dich, wird schon irgendwie, hab ja auch bald Urlaub *hallo???, der Part kommt eigentlich von Verwandten oder Bekannten, aber nich vom eigenen Partner*. Des regt mich inzwischen eher auf als dasses mir helfen würde. Ich könnt schon kotzen und ihm an die Gurgel springen wenn er nur anfängt mich auf so unsensible Art und Weise beruhigen zu wollen. Ich bin froh wenn ich hier eure Berichte lesen kann, weil ich bei meinem Freund inzwischen das Gefühl hab mit meiner Trauer und Verzweiflung alleine gelassen zu werden. Sogar mein kleiner Bruder mit knapp 18 Jahren zeigt mehr Verständnis als mein Freund (mit fast 35)…*heul, verzwatzel, Tobsuchtsanfälle krieg* Trotzdem nochmal vielen vielen dank an euch alle!!! Ich fühl mich besser seit ich weiß, dass ich nicht ganz alleine dastehe
Hallo an alle!
Bin irgendwie froh, dass ich diese Seite gefunden habe. Baut mich gerade sehr auf, nachdem ich eben mit meinem Mann (mit dem ich schon seit fast zwei Jahren versuche Nachwuchs zu bekommen)schon wieder ein Problemgespräch über unseren Kinderwunsch hatte. Bei ihm wurde vor drei Monaten eine schlechte Spermaqualität festgestellt. Er nimmt jetzt Zink, aber unser Frust wächst. Wir haben Angst, dass das Thema KW unsere Beziehung kaputt macht. Er setzt sich unser Druck, weil er sich die Schuld gibt und ich, weil ich von überall mit diesen typischen Fragen (”noch nicht schwanger?”) genervt werde und jetzt auch noch meine beste Freundin schwanger ist. Meine Schwester hat vor einem Monat das zweite Kind bekommen. Alle meine Schwägerinnen haben schon Kinder. Ich sehe überall nur noch dicke Bäuche und Kinderwagen und mir kommen so Fragen auf wie “Müssen die mir das alle so unter die Nase reiben?” und “Warum ich nicht?”. Bin irgenwie nur noch gefrustet. Darunter leidet auch unser Liebesleben, weil ich mir denke “Das klappt ja eh nicht!”. Hab mir vor einem Jahr sogar einen Fertilitätsmonitor angeschafft, der jetzt in der Schublade zustaubt.
War gut, sich mal den Frust von der Seele zu schreiben.
Wünsche allen, dass sich ihr Kinderwunsch noch erfüllt.
Liebe Grüße!
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