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Ein System, welches speziell für Kinderwunsch-Paare entwickelt wurde und dessen Zuverlässigkeit in Studien auch bei Zyklen bis zu 42 Tagen nachgewiesen wurde, ist der Clearplan-Fertilitätsmonitor der Firma Unipath.
Mit Hilfe spezieller Teststäbchen wird aus dem Morgenurin das eisprungauslösende Hormon (LH) und ein Abbauprodukt des Estradiols (Estron-3-Glucoronid) bestimmt. Das LH und das Estradiol sind auch die Hormone, mit denen in Kinderwunsch-Zentren der fruchtbare Zeitraum festgestellt wird. Die Auswertung erfolgt direkt mit dem Monitor, ein Ablesen schlecht interpretierbarer Teststreifen entfällt.
Das Ergebnis wird einfach verständlich ausgegeben. Bei hohen E3G-Werten und ansteigendem LH-Spiegel wird der fruchtbarste Tag angegeben.
Es werden 3 verschiedene Stufen angegeben:
Gering: z. B. am Beginn und Ende des Zyklus.
Hoch: ca. 1-5 Tage vor dem Eisprung. Dies ist die Phase, die durch die lange Überlebenszeit der Spermien noch genutzt werden kann.
Maximal: Am Tag vor dem Eisprung und am Tag der Ovulation.
Die Daten können problemlos in den eigenen PC oder den des Frauenarztes überspielt werden.
Wie anhand der Graphik zu erkennen, steigt zunächst der Östrogenspiegel im Blut, gebildet von dem wachsenden Follikel, an. Durch diesen hohen Östrogenspiegel erkennt die Hirnanhangsdrüse, daß ein reifer Follikel vorhanden ist und schüttet das eisprungauslösende Hormon (LH) aus. Diesem folgt der Eisprung in einem Abstand von ca. 24 Stunden.
Der Computer zeigt daher mit ansteigenden Östrogenwerten eine hohe Fruchtbarkeit an und bei zusätzlich ansteigendem LH-Spiegel eine maximale Fruchtbarkeit. Somit ist gewährleistet, daß der optimale Zeitpunkt zuverlässig bestimmt werden kann.
In einer Studie, bei welcher 53 Frauen in 150 Zyklen den Clearplan Fertilitätsmonitor verwendeten und gleichzeitig in einem Kinderwunsch-Zentrum durch Ultraschall und Hormonüberprüfungen aus dem Blut überwacht wurden, konnte festgestellt werden, daß in 97% der Fälle der Eisprung innerhalb von 2 Tagen nach Anzeige der maximalen Fruchtbarkeit erfolgte.
Da man weiß, daß die größte Fruchtbarkeit am Tage vor dem Eisprung besteht und der Zeitraum am Tag der Ovulation und zwei Tage zuvor ebenfalls eine große Schwangerschaftswahrscheinlichkeit aufweist, lässt sich daraus schließen, daß mit einem solchen System fast ausnahmslos das Fruchtbarkeitsoptimum getroffen werden kann (H. M. Behre et al., Human Reproduction 15, 2000, S. 2478-2482, deutsche Zusammenfassung Thieme-Verlag).
Genau so wichtig wie die Bestimmung des richtigen Zeitpunkts ist jedoch der sichere Nachweis eines ausbleibenden Eisprungs, denn abgesehen von der unnötigen Enttäuschung bei einer ausbleibenden Schwangerschaft durch eine falsche Anzeige eines Eisprungs ergibt sich daraus auch medizinischer Handlungsbedarf. Bei sogenannten anovulatorischen Zyklen wurde unter Verwendung des Clearplan Fertilitätsmonitors in keinem Fall ein fruchtbarer Zeitraum angegeben.
Weitere Infos zu “Clearblue Fertilitätsmonitor” aus unseren News
Kommentare
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Sollte eine Befruchtung eingetreten sein, zeigt der Monitor dann immer hohe Fruchtbarkeit an?
@K.: Nein. Der Monitor zeigt einen Eisprung an, die Schwangerschaft, sollte sie denn eingetreten sein kann man nur mit Hilfe eines Schwangerschaftstests nachweisen
Der Monitor zeigt mir jeden Monat 2 Tage maximale Fruchtbarkeit an,sind es dan ab dem ersten Tag 24-36 Stnuden bis zum Eisprung oder ab dem 2 Tag.
Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie Verkehr haben sollten. Also 1-2 Tage vor dem Eisprung
Hallo!
Ist das normal, wenn der Monitor am 6. Tag kein Teststäbchen verlangt?
lg
Julia
@Julia: Ich denke, dass diese Frage in unserem Zyklusforum wunderbar aufgehoben wäre. ich kann´s nämlich nicht beantworten
Habe den Clearblue Fertilitätsmonitor auch benutzt. Aber was mich gestört hat waren die Folgekosten, die ich jeden Monat für die Teststäbchen ausgegeben habe. Deshalb fand ich das nicht gut.
Lg Sweety
Habe den Monitor “belogen” und versehentlich zu spät begonnen mit der Nutzung. Ist es möglich, dass mir aus diesem Grund keine maximale Fruchtbarkeit angezeigt wurde?
@ Eva: Ja leider ist es so, dass man in dem Bemühen, einige Teststäbchen zu sparen, leicht die UNtersuchungsergebnisse verfälscht. Evtl. hatten Sie aber auch wirklich keinen Eisprung, das ist schwer zu sagen