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Untersuchung des Sekrets


Untersuchung des Gebärmutterhalssekrets

Der Frauenarzt untersucht das Sekret direkt am äußeren Muttermund und kann daher das Sekret und die Öffnung des Gebärmutterhalses sehr zuverlässig beurteilen. Die Veränderungen werden durch Hormone hervorgerufen, wie es schon in einem anderen Kapitel beschrieben wurde. Aber auch in der Selbstuntersuchung ist die Frau in der Lage, diese Veränderungen nach einer gewissen Selbstbeobachtungszeit eindeutig zu erkennen und den nahenden Eisprung festzustellen. Verschiedene Phänomene sollten dabei berücksichtigt werden:

Feuchtigskeitsgefühl

Dieses ist zwar sehr wichtig, aber sehr schwierig zu interpretieren. Diese Empfindungen sind schwierig zu objektivieren, wiederholen sich während des Zyklus jedoch zuverlässig. So wie bei Beginn der Periode die Blutung bemerkt werden kann, entwickelt sich mit zunehmender Nähe zu Eisprung ein zunehmendes Gefühl der Feuchtigkeit, bereits erkennbar an den äußeren Schamlippen.

Aussehen

Nach dem Abwischen mit Toilettenpapier erkennt frau bereits verschiedene Zustände des Sekrets von trocken über zäh-klumpig bis hin zu starker Feuchtigkeit, die nur als nasser Fleck erkennbar ist

Fingertest (Spinnbarkeit)

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Durch die direkte Überprüfung des Sekrets aus der Scheide ist in den meisten Fällen eine zuverlässige Erkennung des Zykluszeitpunkts möglich, also auch des bevorstehenden Eisprungs. Unmittelbar nach der Periode ist meist wenig oder gar kein Sekret nachweisbar, später nimmt die Sekretion zu, das Sekret ist jedoch zähflüssig bis “pappig” und beim Auseinanderziehen zwischen den Fingern behält es seine ursprüngliche Form. Auch nach dem Eisprung wird diese Konsistenz wieder erreicht.

Unter dem Einfluss steigender Östrogenspiegel nimmt die Menge des Schleims zu und es kommt zu einer beginnenden Verflüssigung. Beim Fingertest zeigt sich dies an einer zunehmenden Spinnbarkeit. Beim Auseinanderziehen der mit dem Sekret benetzten Finger lässt sich der Schleim um einige Zentimeter ausziehen, der Faden reißt aber noch recht früh ab, das Sekret ist von der Konsistenz her noch klebrig.

Einige Tage vor dem Eisprung ist die Menge des Sekrets zunehmend und es kommt zu einer weiteren Verflüssigung. Aussehen und Konsistenz entsprechen jetzt dem von frischem Eiweiß. Beim Fingertest lassen sich jetzt lange Fäden ziehen, die über 10 cm lang sind.

Wenn sich im äußeren Intimbereich nicht genügend Schleim zur Untersuchung gewinnen lässt, dann ist es empfehlenswert, etwas tiefer in die Scheide einzudringen, am besten gelingt dies in Hockstellung oder auf der Toilette. Diese Stellung ist auch für die Untersuchung des Muttermundes die günstigste.

Beurteilung

Der fruchtbarste Tag ist der vor dem Eisprung und dieser wiederum geht mit der größten Spinnbarkeit und Menge des Schleims einher. Da die Spermien sich jedoch mehrere Tage befruchtungsfähig im weiblichen Genitaltrakt aufhalten können, ist auch Verkehr in einem Abstand von 2-3 Tagen vor dem Eisprung noch ausreichend. Die unfruchtbare Phase beginnt einen Tag nachdem das Sekret wieder zäh und “pappig” ist.

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Kommentare

  1. Wenn bei mir der Eisprung festgestellt wurde (O-Test positiv, Persona-Anzeige positiv, FA-Ultraschall Eiblase sichtbar, Hormonwerte auch einen angezeigt haben) warum ist dann bei mir zu jedem Zeitpunkt der ZS zäh? Das macht mir große Sorgen und ich frage mich, ob es hierfür ein Medikament gibt.
    Kann man medizinisch an der Konsistenz des ZS etwas verändern.

    Ich habe einen absolut regelmäßigen Zyklus, lt. FA sind alle Hormonwerte i.O., der ES findet regelmäßig statt (lt. Auskunft des FA).

    Weiterhin stelle ich mir die Frage, ob dann, wenn der FA ein Eibläschen auf dem Ultraschall sehen kann, der Ovulationstest einen Tag später postiv anzeigt , es trotzdem noch sein kann, dass der “Sprung” nicht stattfindet und sich das Ei wieder zurückbildet.

    Den ersten Teil meiner Frage hatte ich schon woanders gestellt, war mir aber nicht sicher, ob an richtiger Stelle.


    Geschrieben von nicla am 10. September 2006 um 11:21
  2. @ Nicla,
    man kann die Konsistenz gelegentlich durch Östrogengaben verbessern, manchmal hilft auch eine milde hormonelle Stimulation der Eierstöcke, um die hormonelle Situation zu optimieren.

    Es kann sein, dass der Eisprung nicht stattfindet, das ist selten, kommt aber vor. Auch dafür wäre die hormonelle Behandlung sinnvoll, sowie eine zusätzliche Spritze zum Auslösen des Eisprungs


    Geschrieben von E. Breitbach am 4. Oktober 2006 um 22:38

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