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Farnkraut-Phänomen

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 10.01.2004 | zuletzt geändert am 04.03.2006)

farnkraut.jpgWie bereits in anderen Kapiteln erwähnt, unterliegt die Produktion des Gebärmutterhalsekrets hormonellen Schwankungen. Dieser Einfluß ist drei bis vier Tage vor dem Eisprung am stärksten, nämlich dann, wenn die Östrogenskretion den höchsten Wert im Zyklus erreicht. Aufgrund unterschiedlicher Östrogen- und Gelbkörperhormonwerte und -Verhältnisse zueinander ergeben sich während des Zyklus Schwankungen in der Menge des Zervixschleims und bestimmter anorganischer Salze.

Natrium ist das wichtigste dieser Salze und verursacht gemeinsam mit Kalzium-Ionen die als Farnkraut-Phänomen bekannte Ausbildung von Kristallen.

Der Farnkraut-Test wird vor dem Zeitpunkt des erwarteten Eisprungs durchgeführt: Entweder im Rahmen einer Selbstuntersuchung oder durch den Frauenarzt wird Zervixschleim entnommen und auf ein Glasplättchen aufgetragen. Nach 10 bis 15-minütiger Trocknung bei Raumtemperatur kann man das Ergebnis unter dem Mikroskop ablesen. Mit zunehmender Nähe zum Eisprung zeigen sich bei den Kristallen mehr Verzweigungen. Zunächst wie im unteren Bild und auch nur in Teilen des getrockneten Sekrets, später mit maximaler Verzweigung auf dem gesamten Glasplättchen wie im oberen Teil des Bildes. Dies entspricht dann einem maximalen Östrogeneinfluss, wie er kurz vor dem Eisprung besteht.

Interessanterweise scheint ein solches Phänomen auch beim Speichel und dort auch zyklusabhängig zu bestehen. Auf dem Markt befindliche Tests und Minimikroskope versuchen dies erkennbar zu machen.

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