Schleim-Beobachtung


Beurteilung des Gebärmutterhalssekrets

Das Sekret des Gebärmutterhalses (Zervixsekret) ist stark hormonabhängig. Unter dem Einfluss des Östrogens, welches vom wachsenden Follikel gebildet wird, ist es zur Zyklusmitte (kurz vor dem Eisprung) besonders dünnflüssig. Mit der gleichzeitigen Eröffnung des Muttermundes werden damit zum Zeitpunkt des Eisprungs für die Spermien optimale Verhältnisse geschaffen.

Aufgrund der Beschaffenheit des Sekrets des Gebärmutterhalses können sie dieses leichter durchdringen und in die Gebärmutterhöhle gelangen. Diese erste „Hürde“ ist für die Spermien oftmals von entscheidender Bedeutung (siehe auch Postkoitaltest). Denn selbst bei großer Zahl und guter Beweglichkeit sind die Spermien nicht immer in der Lage, durch den Gebärmutterhals zu dringen, wenn das Sekret zäh ist. Durch Einlagerung bestimmter Proteine in den Schleim entwickelt sich nach Trocknen auf einem Objektträger ein Kristallisationsphänomen, das sogenannte „Farnkrautphänomen„, welches unter dem Mikroskop erkennbar ist.

Das Gebärmutterhalssekret ist vor dem Eisprung spinnbar und fädenziehend Foto von ljguitar

Das Gebärmutterhalssekret ist vor dem Eisprung spinnbar und fädenziehend
Foto von ljguitar

Da diese Effekte zum einen von einem wachsenden Follikel abhängig sind und zudem bereits vor dem Eisprung nachweisbar, lässt sich mit einer Überprüfung des Gebärmutterhalssekrets und der Öffnung des Gebärmutterhalses der Zeitpunkt des nahenden Eisprungs erkennen. Ganz im Gegensatz zur Temperaturmessung, welche ja nur in der Lage ist, im Nachhinein anzuzeigen, ob ein Eisprung stattgefunden hat.

Wege zur Überprüfung und Beurteilung des Sekrets und des Gebärmutterhalses werden auf diesen Seiten aufgezeigt.


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