Ovulationstests (Eisprungtest)


Was bringt ein Ovulationstest?

Die Methoden der natürlichen Familienplanung sind sehr hilfreich, wenn es darum geht, den Eisprung und damit die fruchtbare Zeit zu bestimmen. Jedoch sind Basaltemperatur und Prüfung des Zervixsekrets allein nicht immer ausreichend, um den Zeitpunkt der optimalen Fruchtbarkeit (also kurz vor dem Eisprung) zuverlässig zu bestimmen.

Der Frauenarzt bestimmt zusätzlich meist noch das eisprungauslösende Hormon (LH), um das Timing zu verbessern. Mit Ovulationstest, auch Fruchtbarkeits- oder Eisprungtest genannt, kann man eine solche Hormonbestimmung zuverlässig selbst durchführen.

Solche Eisprungtests sind nicht verschreibungspflichtig und können daher jederzeit in der Apotheke oder im Internet erworben und selbstständig zuhause angewendet werden. Dadurch können aufwendige gynäkologische Untersuchungen vermieden und einige Gründe für das Ausbleiben einer Schwangerschaft von vornherein ausgeschlossen werden.

Prinzip der Ovulationstests

Ein solcher Ovulationstest macht sich den unterschiedlichen Blutspiegel bestimmter Hormone im Verlauf des weiblichen Zyklus zunutze. Eine ausführliche Beschreibung des hormonellen Ablaufs des weiblichen Zyklus finden Sie hier, daher an dieser Stelle nur eine Kurzfassung mit den Informationen, welche man zum Verständnis des Prinzips der Ovulationstests benötigt.

Bereits zu Beginn des Zyklus wird von der Hirnanhangsdrüse das Follikelstimulierende Hormon ausgeschüttet. Unter dem Einfluss dieses Hormons reift am Eierstock ein Follikel (Eibläschen) heran, welches die Eizelle enthält. Wenn die Eizelle reif ist, dann kommt es zu der Ausschüttung eines weiteren Hormons, des eisprungauslösenden Hormons LH.

LH als Zeichen des unmittelbar bevorstehenden Eisprungs

Der Anstieg des LH bewirkt in der Mitte des Menstruationszyklus den Eisprung. Das Ei wandert dann durch den Eileiter zur Gebärmutter, wo es im Falle einer Befruchtung zur Einnistung kommt.

Im Körper der Frau weist also der erhöhte Wert des Hormons LH (luteinisierendes Hormon) darauf hin, dass der Eisprung unmittelbar bevorsteht (ca. einen Tag später). Ein Ovulationstest misst diesen Hormonspiegel im Urin, der voraussichtliche Zeitpunkt des Eisprungs ist absehbar und Paare wissen auf diese Art und Weise, wann die fruchtbaren Tage der Frau sind und können eine Schwangerschaft planen.

Die verschiedenen Testverfahren

ovuquick

Ovuquick Tests

Nicht alle marktüblichen Ovulationstests arbeiten nach den gleichen Verfahren; man unterscheidet zwischen Teststäbchen, Testkassette und Teststreifen.

Anhand des Ovulationstests OvuQUICK
soll exemplarisch gezeigt werden, wie ein Ovulationstest zu benutzen ist. OvuQUICK arbeitet nach dem Kassettenverfahren, welches auch in den meisten Arztpraxen verwendet wird. Die Methode ist etwas aufwendiger als die Benutzung eines Teststäbchens, allerdings liegt die Fehlerquote bei nahezu 0%, da der Urin in einem sterilen Becher gesammelt, mit einer Pipette aufgezogen und dann in einer genau definierten Anzahl von Tropfen, nämlich 3, auf den entsprechenden Teil der Test-Kassette gegeben wird. Zudem weist OvuQUICK das Hormon LH erst ab einer sehr hohen Konzentration im Urin nach (40 mIU/ml) wodurch es seltener zu einem falsch positiven Ergebnis kommt als bei sensibler reagierenden Tests.

Anwendung des Tests

1. Schritt: Bestimmung der Länge des Menstruationszyklus

Bestimmen Sie zunächst über ca. 3 Monate die Dauer Ihres Menstruationszyklus. Dieser beginnt am ersten Tag der Periode und endet am Tag vor Beginn der nächsten Periode. Schwankt die Zykluslänge, gilt der kürzeste als Maßstab.

2. Schritt: Festlegung des Testbeginns

Nach Beobachten der Zykluslänge können die Tage bis zum nächstmöglichen Eisprung in der unteren Tabelle abgelesen werden:

Hat eine Frau beispielsweise einen Zyklus von 29 Tagen, beginnt sie 9 Tage nach Eintreten Ihrer Periode (man beginnt mit dem Zählen am ersten Tag der Periode) mit dem Eisprungtest, da ab diesem Tag der Eisprung stattfinden kann. Man testet so lange jeden Tag zur ca. selben Zeit, bis ein positives Ergebnis angezeigt wird.

3. Schritt: Durchführung des Tests

Der Urin wird in einem sterilen Becher gesammelt, mit beiliegender Pipette aufgezogen und in einer genau messbaren Anzahl von Tropfen (3 Tropfen) auf den entsprechenden Teil der Testkassette gegeben. Nach 5-8 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

4. Schritt: Ablesen des Ergebnisses

POSITIV

Ist der untere Teststreifen (T) dunkler als der Kontrollstreifen (C) oder von gleicher Farbe, deutet dies auf einen kurz bevorstehenden Eisprung innerhalb der nächsten 24-36 Stunden hin. Paare, die sich ein Kind wünschen, sollten in dieser Zeit miteinander schlafen. Das Testen endet hier.

NEGATIV

Ist hingegen der Kontrollstreifen (C) dunkler als der Teststreifen (T), ist das Testergebnis negativ. Das tägliche Testen sollte fortgesetzt werden.

UNGÜLTIG

Ist kein Kontrollstreifen (C) zu sehen, ist das Ergebnis ungültig; auch wenn ein (dunkler) Testsreifen (T) sichtbar wird. Eventuell haben Sie zu viel oder zu wenig Urin auf den entsprechenden Teil der Kassette gegeben. Überprüfen Sie den Testablauf und wiederholen den Test anhand einer neuen Kassette.

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