Der normale weibliche Zyklus

der weibliche Zyklus: Eizellreifung, Eisprung und Einnistung
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Der weibliche Zyklus wird in seinem zeitlichen Ablauf bestimmt von der Eizellreifung im Eibläschen (Follikel), dem Eisprung (Ovulation) und der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter. Bleibt letztere aus, blutete die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut ab.

Eizellreifung

Ovar.jpgJeden Monat (zwischen zwei Monatsblutungen) reift an einem der beiden Eierstöcke eine Eizelle in einem Eibläschen (Follikel) heran. Der weibliche Zyklus beginnt am ersten Tag der Monatsblutung. Schon im Vorzyklus entwickeln sich bereits mehrere dieser Follikel in Vorbereitung auf den Eisprung im nächsten Monat. Im Ultraschall lassen sich größere Follikel erst ca. eine Woche nach der Regelblutung erkennen. Kleinere Follikel – sogenannte Antralfollikel – lassen sich in aktiven Eierstöcken auch in der zweiten Zyklushälfte oder zum Zyklusbeginn erkennen. Meist gelangt nur einer dieser Follikel zur vollen Reife, während die anderen verkümmern.

Eisprung (Ovulation)

tube.jpgVoll ausgereift ist das Eibläschen ungefähr zwei Zentrimenter groß, gefüllt mit Flüssigkeit, in der sich die Eizelle befindet. Diese maximale Größe wird zur Zyklusmitte hin erreicht, einem Zeitpunkt, der meist dem 14. Tag nach Blutungsbeginn entspricht. Der Follikel öffnet sich und entlässt die Eizelle mit der Flüssigkeit (=Eisprung oder Ovulation). Der Eileiter hat sich zu diesem Zeitpunkt dem Eibläschen schon angenähert und nimmt die Eizelle auf. Durch die Muskeln des Eileiters (Tube) und durch feine Härchen an seiner Innenwand des Eileiters wird die Eizelle nach dem Eisprung in Richtung Gebärmutter transportiert.

Befruchtung und Einnistung

Noch in dem weiten Teil (Ampulle) des Eileiters kommt es zur Befruchtung durch die Samenfäden (also nicht in der Gebärmutter, wie von vielen vermutet), wobei im Normalfall nur ein Spermium in die Eizelle eindringt. Die nunmehr befruchtete Eizelle ist noch 4-6 Tage im Eileiter unterwegs, bevor sie die Gebärmutter erreicht und sich dort einnistet. Während dieser Zeit finden die ersten Zellteilungen statt.

Die Eizelle ist nur während der ersten 12 Stunden nach dem Eisprung optimal befruchtungsfähig und maximal für 24 Stunden. Da die Spermien länger „durchhalten“, ist es also am besten, wenn man vor dem Eisprung eine Schwangerschaft anstrebt.

In der Gebärmutter angekommen, hat sie das sogenannte Blastozystenstadium erreicht. Zu diesem Zeitpunkt verlässt der Embryo die Eizellhülle, in der er sich bis zum 4. Tag nach der Befruchtung noch befindet. Dieser Schlüpfvorgang aus der Eizellhülle ist unabdingbar für die spätere Einnistung.

Im Stadium der Blastozyste hat der Embryo schon unterschiedliche Zellen mit verschiedenen Funktionen ausgebildet. Der Embryoblast entwickelt sich später zum Embryo, der Trophoblast zum Mutterkuchen (Plazenta). Die Zellen des Trophoblasten treten in Kontakt mit der Gebärmutterschleimhaut und dringen aktiv in diese ein. Dadurch kommt es bei manchen Frauen zu sogenannten Einnistungsblutungen. Aber auch ohne Blutung kann die Einnistung stattfinden.

Der Anschluss an die Gefäße des mütterlichen Kreislaufs erfolgt erst einige Tage später. Erst dann kann auch das Schwangerschaftshormon im Blut der Frau nachgewiesen werden. Hier mehr zum Thema Schwangerschaftstests. Aus dem Follikel, der nach dem Eisprung zurückbleibt, entwickelt sich der sogenannte Gelbkörper, der das Gelbkörperhormon bildet. Das Schwangerschaftshormon führt zu einer vermehrten Produktion des Gelbkörperhormons, welches den Erhalt der Gebärmutterschleimhaut bewirkt, diese würde sonst wie sonst auch abbluten.

Der weibliche Zyklus endet mit einer Schwangerschaft oder einer Blutung

Ob eine Schwangerschaft eingetreten ist oder nicht, kann man frühestens zum Zeitpunkt der erwarteten Regelblutung nachweisen – meist also 14 Tage nach dem Eisprung. Wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist, dann kommt es zu einer Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), der weibliche Zyklus endet mit der Monatsblutung.

Zuletzt bearbeitet am: 9. Mai 2017 @ 21:17

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