Wechseljahre


Das vorzeitige Verlöschen der Eierstocksfunktion ist, wie in dem entsprechenden Kapitel bereits beschrieben, hormonell gleichzusetzen mit dem vorzeitigen Eintritt der Wechseljahre.

Hormonbestimmungen

LH und FSH sind stark erhöht und die Östrogene liegen deutlich unterhalb der Normwerte. Im Vordergrund steht bei der Diagnostik daher auch die Bestimmung dieser drei Hormone. Dabei ist zu bemerken, dass eine solche hormonelle Konstellation nicht immer von Dauer sein muss, man spricht dann von einem „Intermittant ovarian failure“, also einer vorübergehenden Störung der Eierstocksfunktion. Mindestens drei Hormonbestimmungen in einem Abstand von ca. einem halben Jahr sollten durchgeführt werden, um diese Diagnose mit einiger Sicherheit stellen zu können.

Ein weitere Parameter, der eine gute Aussage über die Ativität der Eierstöcke zulässt, ist das sogenannte „Anti-Müller-Hormon“ (AMH). Dieses ist weniger zyklusabhängig als das FSH und lässt daher eine zuverlässigere Aussage über die weibliche Fruchtbarkeit zu. Mehr dazu in einem Artikel unserer News.

Gentische Ursachen: Bei einer primären Amenorrhoe immer abklären

Wenn diese Situation dauerhaft so ist, ohne dass je eine Regelblutung ohne Hormongabe aufgetreten ist, dann spricht man von einer „primären Amenorrhoe“. Bei einer solchen Situation sollte eine genetische Abklärung erfolgen um genetisch bedingte Erkrankungen auszuschließen, welche diese Störung hervorrufen können (am häufigsten: Das Turner-Syndrom).

Sehr selten: Autoimmunerkrankungen

Da auch eine Autoimmunerkrankung eine solche Erkrankung hervorrufen kann, sollten Antikörper gegen Ovarialgewebe bestimmt werden (ist nur an spezialisierten Instituten möglich). Da die Schilddrüse ebenfalls häufig von der körpereigenen Abwehr „angefallen“ wird, sollte bei einem Verdacht auf eine Autoimmunkrankheit auch die Schilddrüse mituntersucht werden.

Weitere Möglichkeiten zur Untersuchung der „ovariellen Reserve“ finden Sie im Kapitel „Low Responder

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