Schilddrüse


Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Der Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse kann oft schon anhand der typischen Symptome geäußert werden:

  • Gewichtszunahme
  • verlangsamten Puls
  • Kälteempfindlichkeit
  • trockene Haut
  • Antriebsarmut
  • Gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Konzentrationsstörungen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Obstipation (Verstopfung)
  • heisere Stimme

Hormonbestimmungen

Bei der Diagnostik steht die Bestimmung des TSH-Wertes im Vordergrund. TSH wird von der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet, um die Produktion von Schilddrüsenhormonen zu stimulieren. Bei einer unzureichenden Versorgung mit Schilddrüsenhormon wird dann entsprechend der TSH-Spiegel erhöht, um die Schilddrüse zu mehr Hormonausschüttung anzuregen. Bei einem normalen TSH-Spiegel ist davon auszugehen, dass eine dauerhafte Unterfunktion der Schilddrüse nicht besteht.

Allerdings gibt es auch die latente Hypothyreose, welche mit grenzwertig erhöhten oder im oberen Normbereich befindlichen TSH-Werten einhergehen kann. Die oben beschriebenen Symptome sind dann meist nicht vorhanden, die Schilddrüsenhormone selbst (T3 und T4) sind noch im Normbereich. Normalerweise ist ein solcher Befund ohne Bedeutung, bei Kinderwunsch-Patientinnen kann dies jedoch bereits die Eizellreifung stören, nicht zuletzt durch den direkten Einfluss auf den Prolaktinhaushalt. Bei Kinderwunsch sollte ein solcher Grenzbefund also korrigiert werden. Anzustreben sind TSH-Werte unter 2, besser noch um die 1 mU/l.

Zum Ausschluss einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoditis) sollte bei einer latenten Schilddrüsenunterfunktion die Schilddrüsenantikörper bestimmt werden.

Niedrige TSH-Spiegel und erhöhte Schilddrüsenhormone sind beweisend für eine Schilddrüsenüberfunktion.

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Zuletzt bearbeitet am: 19. Sep 2010 @ 00:41

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