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Die Ursachen der erhöhten Androgene sind vielfältig und werden in einem anderen Kapitel beschrieben. Wichtig bei der Diagnostik ist bei sehr hohen Werten zunächst der Ausschluss eines Tumors, der vermehrt Androgen bildet. Dieser ist meist ausgeschlossen, wenn sich die Blutspiegel der männlichen Hormone unterhalb bestimmter Grenzen bewegt (Testosteron < 2-3 ng/ml und DHEAS < 6 Mikrogramm/ml; Normwerte hier).
Wichtig ist auch eine Ultraschalluntersuchung, da sich bestimmte Erkrankungen auch auch im Ultraschall an den Eierstöcken erkennen lassen.
Bei Hinweisen für ein PCO sollte immer auch eine Bestimmung bestimmter Zwischenstufen der männlichen Hormone untersucht werden, welche bei bestimmten Enzymdefekten gehäuft auftreten. Dadurch kann ein sogenanntes “AGS” ausgeschlossen werden. Bei diesem Enzymdefekt kann eine bestimmte Cortisonform (welche sehr wichtig ist) im Körper nicht gebildet werden. Dadurch kommt es zu einem Aufstau und einer Erhöhung der Blutspiegel bei Vorstufen des Cortison, zu dem auch 17-OH-Progesteron zählt, ein androgen wirksames Hormon. Da man diese Störung durch Gabe des Cortisons sehr einfach beheben kann, sollte bei begründetem Verdacht diesem auch nachgegangen werden. Dazu führt man einen ACTH-Test durch. ACTH ist ein übergeordnetes Stimulationshormon, welches die Produktion des Cortisons steuert. Nach Gabe dieses ACTH sollte der Spiegel des 17-OH-Progesterons max. auf das 2-3-fache ansteigen.
Ist der Spiegel des DHEAS deutlich erhöht, dann sollte untersucht werden, ob es evtl. Bereiche in den Nebennieren gibt, die sich der hormonellen Steuerung entziehen und “autonom” arbeiten. Das können mikroskopisch kleine Knötchen sein oder aber auch völlig unauffälliges Gewebe. Dazu gibt man über einen längeren Zeitraum (eine Woche bis 4 Wochen) Dexamethason und versucht damit, die Androgenproduktion (insbesondere also DHEAS) der Nebenniere zu hemmen (Dexamethasonhemmtest). Sinkt der DHEAS-Spiegel gut ab, dann ist ein Tumor fast ausgeschlossen und auch eine Therapie mit Dexamethason möglich.
Bei einem PCO sollten auch Schilddrüse, Prolaktin und möglichst auch der Zuckerstoffwechsel untersucht werden, da ein Zusammenhang mit Diabetes bestehen kann.
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