Gelbkörper-Schwäche


Symptome

Es gibt eine Reihe von Hinweisen auf ein mögliches Bestehen eines Progesteronmangels. Das Hauptsymptom der Gelbkörperschwäche ist die verkürzte zweite Zyklushälfte. Auch Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte sprechen für eine solche Lutealinsuffizienz. Ein weiterer Hinweis sind zögerliche Temperaturanstiege in bei der Messung der Basaltemperatur. Häufig ist auch ein sogenanntes „Prämenstruelles Syndrom“, welches durch den relativen Progesteronmangel und den dadurch bedingten Östrogenüberschuß bedingt ist. Dies kann sich in depressiven Verstimmungen, Wassereinlagerungen/Brustspannen und Unterbauchbeschwerden bemerkbar machen.

Diagnostik

Die einfachste Methode zur Feststellung einer Gelbkörperschwäche ist das Führen einer Basaltemperaturkurve. Wie aber schon in dem entsprechenden Abschnitt erwähnt, ist diese Methode mit vielen Ungenauigkeiten behaftet und kann nur zu einer groben Abschätzung der hormonellen Situation dienen. Der große Vorteil dieser Methode ist die einfache und selbständige Durchführbarkeit durch die betroffenen Frau.

Sehr viel genauer sind jedoch Hormonbestimmungen. Wenn der Zeitpunkt des Eisprungs ungefähr bekannt ist, kann man ca. eine Woche nach erfolgtem Eisprung das Gelbkörperhormon aus dem Blut bestimmen. Besser sind mehrere Bestimmungen im Abstand von 1-2 Tagen, da die Werte sehr schwanken können. Der mittlere Wert sollte höher als 10 ng/ml sein. Diese Methode ist im natürlichen Zyklus durch die starke Fluktuation der Werte ebenfalls nicht sehr genau, wenn man die Werte nicht öfters bestimmt.

Sono_edometrium.jpgAuf diesem Ultraschall-Bild erkennt man den birnenförmigen Umriß der Gebärmutter und zentral gelegen den hellen Reflex der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Eine solch hoch aufgebaute Schleimhaut, die sich zudem so homogen echoreich darstellt (also hell) lässt meist auf eine gute Gelbkörperfunktion schließen.

Eine sinnvolle Ergänzung ist der Ultraschall in der Zeit nach dem Eisprung, wobei anhand bestimmter Ultraschall-Ergebnisse ein Rückschluß auf die Qualität des Gelbkörpers und seiner Funktion bei der hormonellen Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut möglich ist.

Es wurde ja bereits darauf hingewiesen, daß die Qualität des Gelbkörpers ganz entscheidend davon abhängig ist, wie die Qualität des Eibläschens war, aus dem er entstand. Es empfiehlt sich daher immer, eine hormonelle Untersuchung bereits in der Follikelphase des Zyklus durchzuführen und dabei den Östradiol-Wert aus dem Blut zu bestimmen, möglichst kurz vor dem Eisprung. Das gelingt am besten mit zusätzlichen Ultraschallkontrollen und wird Zyklusmonitoring (Monitoring=Überwachung) genannt.

Früher wurde noch häufig eine Gewebsprobe aus der Gebärmutterhöhle entnommen (Endometriumbiopsie). Man erhofft sich dadurch, unter dem Mikroskop ein besseres Bild über die Hormonwirkung an der Gebärmutterschleimhaut zu bekommen. Es wurde jedoch festgestellt, dass wenigstens zwei aufeinanderfolgende positive Biopsien existieren müssen, um die Lutealinsuffizienz bestimmen zu können. Es hat sich zudem gezeigt, dass keine exakte Korrelation unter Frauen mit zwei positive Biopsien und dem Ergebnis einer dritten Biopsie besteht. Mehr noch, verschiedene Gruppen von Wissenschaftlern haben bewiesen, dass Frauen mit drei auffälligen Biopsien eine vollkommen normale Reproduktionsgeschichte aufweisen. Dies stellt den Wert der Endometriumsbiopsie als Diagnosemethode in Frage und das ist der Grund, weshalb sie zur Feststellung der Gelbkörperschwäche zunehmend verlassen wurde.

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