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In dem entsprechenden Kapitel über die Grundlagen der Funktion der Hirnanhangsdrüse wurde bereits erwähnt, dass meist eine Störung der Hormonsekretion des Zwischenhirns (Hypothalamus), welches die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) mit Hilfe des “Gonadotropin-Releasing-Hormones” (GnRH) stimuliert, Grund für einen Funktionsausfall der Hirnanhangsdrüse ist.
Eine direkte Schädigung der Hypophyse kann jedoch auch vorliegen. Unabhängig davon, ob eine unkoordinierte GnRH-Sekretion oder eine Schädigung der Hirnanhangsdrüse die Ursache für den Funktionsausfall ist, die hormonellen Symptome sind identisch. Man findet extrem erniedrigte Werte für das follikelstimulierende und das eisprungauslösende Hormon (LH und FSH, also die Hypophysenhormone). Da die Eierstöcke nicht mehr stimuliert werden, sind die Östrogenwerte ebenfalls stark vermindert.
Direkte Schädigungen der Hirnanhangsdrüse aber auch des Zwischenhirns können durch Tumore und Durchblutungsstörungen bedingt sein. Im Zweifel sind daher bildgebende Verfahren angezeigt, wie in der Abbildung zu sehen. Da die Hirnanhangsdrüse auch andere hormonproduzierende Organe steuert (Schilddrüse, Nebenieren) und direkt Hormone ausschüttet (Wachstumshormon, Prolaktin), müssen auch diese kontrolliert werden, um weitere Störungen ausschließen zu können. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann auch die regelrechte Ausschüttung des GnRH negativ beeinflussen.
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