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Echovist

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 07.11.2003 | zuletzt geändert am 01.03.2006)

Ultraschalluntersuchung der Eileiter mit Ultraschall (Echovist)

HKSG.jpgMit diesem Eingriff ist eine Ultraschalldarstellung der Gebärmutterhöhle und eine Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit möglich. Es gibt Substanzen, die auf einer speziellen Zuckerlösung basieren (Galaktose=Echovist 200) und damit Luftbläschen speichern können. Luft stellt sich im Ultraschall hell dar. Wenn man diese Lösung also in die Gebärmutter einspritzt und diese in die Eileiter abfließt, läßsich dieser Vorgang mit Ultraschall darstellen. Auch der Austritt der Flüssigkeit in die freie Bauchhöhle, der beweisend ist für durchgängige Eileiter, ist mit dem Ultraschall darstellbar.

Vorgehen

Diese ambulant durchführbare Untersuchung läuft folgendermaßen ab: Auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl wird zunächst die Scheide der Patientin desinfiziert. Anschließend wird der oben abgebildete Katheter in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Der (im Bild gelb eingefärbte) Ballon am Katheterende wird mit Flüssigkeit gefüllt, damit er nicht wieder herausrutscht und die Untersuchungsflüssigkeit nicht zurückläuft. Das kann zu einem vorübergehenden ziehenden Schmerz führen (ähnlich wie Regelschmerzen). Anschließend wird durch den zweiten Eingang des Katheters langsam die Echovist-Lösung eingespritzt. Mit dem Ultraschallkopf, der in der Scheide plaziert ist, läßsich nun das Ablaufen der Flüssigkeit durch die Eileiter nachverfolgen. Auch die untersuchte Patientin kann sich das Ergebnis ansehen und mitverfolgen (ein sehr großer Vorteil dieser Untersuchung).

echovist.jpgSo stellt sich das Bild auf dem Monitor dar. Der Ballon in der Gebärmutterhöhle ist dunkel zu erkennen, die helle Flüssigkeit läuft durch den rechten Eileiter ab.

Nach Beendigung der Eileiteruntersuchung wird der Ballon entfernt und man kann die Gebärmutterhöhle genauer betrachten.

Risiken /Nachteile

Der Nachteil dieser Untersuchung ist - wie bei der ähnlich durchgeführten Röntgenuntersuchung - die fehlende Darstellung der Beweglichkeit des Eileiters. Diese ist nur mit Hilfe der Bauchspiegelung einschätzbar. Die Verwendung von Echovist kann zu allergischen Reaktionen führen. Eine weitere Komplikation, die nur sehr selten vorkommt (< 0,1%) ist eine Entzündung der Gebärmutter). Durch die Reizung des Bauchfells durch die einlaufende Flüssigkeit kann es zu Kreislaufbeschwerden kommen. Die Flüssigkeit selbst wird innerhalb kurzer Zeit rückstandslos resorbiert.

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15 Antworten auf “Echovist”

Aktuelle News zum Thema

Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. Eren schreibt:

    Danke für die ausführliche Informationen.

  2. E. Breitbach schreibt:

    gern geschehen :-)

  3. meltem schreibt:

    hallo,
    genau diese untersuchung wurde bei mir am 23.10. gemacht, und das ergebnis war, dass meine eileiter durchgängig sind. ist es aber möglich, dass beide oder ein ein eileiter unducrhgägig war vorher, und erst bei der untersuchung durchgängig geworden ist? ich hab das in dem moment leider meine ärztin nicht gefragt.

  4. E. Breitbach schreibt:

    @ meltem,
    nein, man kann verschlossene Eileiter damit nicht öffnen. Sie werden also auch vorher bereits durchgängig gewesen sein

  5. hippo schreibt:

    hallo,

    auch bei sollte diese untersuchung gemacht werden. ich hatte allerdings schon beim einführen des katheders und auch als dann der balon aufgeblasen war so stechenden schmerz, dass die untersuchung abgebrochen werden musste. durch den schmerz bekam ich dann noch einen kreislaufzusammenbruch. die untersuchung muss nun beim nächsten man unter vollnarkose durchgeführt werden.

    bin ich eine totale ausnahme, oder ist bekannt, dass solche stechenden schmerzen häufiger auftreten? im text steht etwas von ziehen wie bei regelschmerzen. aber damit sind meine schmerzen keineswegs vergleichbar.

  6. E. Breitbach schreibt:

    @ hippo,
    eine totale Ausnahme ist das nicht, wenngleich solche Reaktionen sicherlich mit weniger als 5% zu beziffern sind. Es ist also nicht unbedingt ein Hinweis eine Erkrankung und man darf auch nicht vernachlässigen, dass Menschen halt unterschiedlich auf Schmerzen reagieren

  7. hippo schreibt:

    @ e. breitbach

    vielen dank für ihren rat. die ärztin, die die untersuchung durchgeführt hat, hatte keine erklärung für meine schmerzen und hat sie auch erst dann ernst genommen, als ich zusätzlich extreme kreislaufprobleme bekam. nach dem abbruch des eingriffs wurde mir nur gesagt, dass ich vermutlich schmerz-überempfindlich sei.

    dennoch frage ich mich, ob es nicht ein hinweis auf irgendeine erkrankung sein könnte. sie schreiben, dass es das nicht unbedingt sein muss. gibt es aber erkrankungen, für die gerade diese stechenden schmerzen beim einführen des katheders in die gebärmutter und während der ballon aufgeblasen war, symptomatisch ist? welche ursachen - außer einer überempfindlichkeit - können überhaupt in frage kommen?

    (ich möchte die sache nicht überbewerten, wundere mich aber andererseits darüber, dass die meisten anderen frauen nicht solche schmerzen haben. wenn es zumindest möglich ist, dass die schmerzen auf eine erkrankung hinweisen, würde ich zunächst einfach noch einen weiteren arzt konsultieren, um sicher zu sein.)

  8. E. Breitbach schreibt:

    @ Hippo,
    Schmerzen bei der Spülung selbst können auf verschlossene Eileiter hindeuten. Aber Schmerzen beim Einführen des Katheters mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, wie ich bereits sagte, ich kann mich da nur wiederholen.

  9. hippo schreibt:

    @ e. breitenbach

    vielen dank nochmals für den rat. dann habe ich das falsch verstanden. das beruhigt mich sehr und ich werde die untersuchung dann einfach noch mal unter narkose durchführen lassen.

  10. taube schreibt:

    Hallo,
    eine Frage: diese Untersuchung soll bald bei mir vorgenommen werden, da ich nun seit 14 Monaten (wieder) versuche schwanger zu werden. Ich hatte schon 4 FG und eine Geburt (Tochter ist fast 3). 2x musste ich ausgeschabt werden, bei der ersten Ausschabung wurde meine Gebärmutterwand durchstoßen. Seither habe ich natürlich Angst vor solcherlei Eingriffen, wenngleich ich die Untersuchung trotzdem machen möchte. Meine Frage lautet: besteht dabei die Gefahr einer Perforation? Und wenn ja: wäre diese bei der Untersuchung per Bauchspiegelung geringer?
    Vielen Dank!
    taube

  11. Panosab schreibt:

    Hallo,
    habe die Echovist-Untersuchung wegen ausbleib. SS im Dez. 2006 machen lassen. Die Untersuchung war von Beginn an furchtbar schmerzhaft. Ich habe mich auf dem Stuhl hin und her verkrampft (nähere Ausführungen erspare ich hier).Habe das Ganze aber heulend durchgezogen, nachdem mich die Ärztin angeschissen hat, ich solle gefälligst still halten. Das Ergebnis war tubare Sterilität beidseits. Jetzt grüble ich, ob ich doch noch eine Bauchspiegelung machen sollte, weil das Ergebnis vielleicht wegen der Verkrampfung nicht stimmt. Da ich aber seit über 3 Jahren nicht schwanger geworden bin, könnte die Diagnose schon richtig sein.
    Meine Frage also: wie wahrscheinlich ist es, dass das Ergebnis falsch war? Habe schon öfter gelesen, dass die Echovistuntersungung nicht 100% sicher ist.

  12. Mandy schreibt:

    Hallo
    Ich versuche seit über einem Jahr schwanger zu werden,mein Lebensgefährte war bereits beim Urologe,es ist alles ok gewesen laut Spermiogramm.Nun soll ich laut meiner Ärztin auch zu dem Echovist gehen,wobei ich da ganz schön bammel davor habe,ist ja immerhin ein Eingriff.

  13. Mandy schreibt:

    ich habe mich in einem Krankenhaus mal erkundigt, Sie meinten da, dass ich vom ersten Tag der Regel,am 9,10,11 und am 12 Tag diesen Eingriff machen lassen soll. Ist das so richtig ?

  14. E. Breitbach schreibt:

    @ taube: Nein, die Gefahr eine Perforation besteht in meinen Augen noch nicht einmal theoretisch

    @Panosab: Alleine schon wegen der beschriebenen Umstände ist es durchaus möglich, dass die Eileiter eben icht verschlossen sind. Bei solchen Befunden kann man davon ausgehen, dass sie in 40-50% der Fälle nicht richtig sind

    @ Mandy: Es ist ja keine Operation, sondern eine spezielle Ultraschalluntersuchung. Soviel Angst ist wirklich nicht nötig. Zur zweiten Frage: Ja.

  15. Mandy schreibt:

    ja ich weiß, aber mir wurde gesagt, dass wenn man einen schwachen kreislauf hat, da auch zusammenbrechen kann. Da soll auch wie ein Druck dabei entstehen. Und wenn ich das hier so bei einigen lese…

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