Echovist


Ultraschalluntersuchung der Eileiter mit Ultraschall (Echovist)

HKSG.jpgMit diesem Eingriff ist eine Ultraschalldarstellung der Gebärmutterhöhle und eine Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit möglich. Es gibt Substanzen, die auf einer speziellen Zuckerlösung basieren (Galaktose=Echovist 200) und damit Luftbläschen speichern können. Luft stellt sich im Ultraschall hell dar. Wenn man diese Lösung also in die Gebärmutter einspritzt und diese in die Eileiter abfließt, lässt sich dieser Vorgang mit Ultraschall darstellen. Auch der Austritt der Flüssigkeit in die freie Bauchhöhle, der beweisend ist für durchgängige Eileiter, ist mit dem Ultraschall darstellbar.

Vorgehen

Diese ambulant durchführbare Untersuchung läuft folgendermaßen ab: Auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl wird zunächst die Scheide der Patientin desinfiziert. Anschließend wird der oben abgebildete Katheter in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Der (im Bild gelb eingefärbte) Ballon am Katheterende wird mit Flüssigkeit gefüllt, damit er nicht wieder herausrutscht und die Untersuchungsflüssigkeit nicht zurückläuft. Das kann zu einem vorübergehenden ziehenden Schmerz führen (ähnlich wie Regelschmerzen). Anschließend wird durch den zweiten Eingang des Katheters langsam die Echovist-Lösung eingespritzt. Mit dem Ultraschallkopf, der in der Scheide platziert ist, lässt sich nun das Ablaufen der Flüssigkeit durch die Eileiter nachverfolgen. Auch die untersuchte Patientin kann sich das Ergebnis ansehen und mitverfolgen (ein sehr großer Vorteil dieser Untersuchung).

echovist.jpgSo stellt sich das Bild auf dem Monitor dar. Der Ballon in der Gebärmutterhöhle ist dunkel zu erkennen, die helle Flüssigkeit läuft durch den rechten Eileiter ab.

Nach Beendigung der Eileiteruntersuchung wird der Ballon entfernt und man kann die Gebärmutterhöhle genauer betrachten.

Risiken /Nachteile

Der Nachteil dieser Untersuchung ist – wie bei der ähnlich durchgeführten Röntgenuntersuchung – die fehlende Darstellung der Beweglichkeit des Eileiters. Diese ist nur mit Hilfe der Bauchspiegelung einschätzbar. Die Verwendung von Echovist kann zu allergischen Reaktionen führen. Eine weitere Komplikation, die nur sehr selten vorkommt (< 0,1%) ist eine Entzündung der Gebärmutter). Durch die Reizung des Bauchfells durch die einlaufende Flüssigkeit kann es zu Kreislaufbeschwerden kommen. Die Flüssigkeit selbst wird innerhalb kurzer Zeit rückstandslos resorbiert.


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