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Sperma-Autoantikörper (SpAk) beim Mann entstehen vorzugsweise durch Verletzungen der Samenwege. Die Kenntnisse über die zugeordneten Antigene sind noch sehr bruchstückhaft. Autoantikörper können verschiedene Spermatozoenfunktionen stören. Diese Antikörper können im Blut nachweisbar sein, ein solcher Befund lässt aber keine Aussage über die Prognose einer Unfruchtbarkeit zu, wie in medizinischen Studien wiederholt nachgewiesen werden konnte. Wesentlich bedeutsamer ist der Nachweis von Antikörpern im Ejakulat. Hier können die Antikörper zu “Verklumpungen” der Spermien miteinander führen und die Beweglichkeit erheblich einschränken.
Dabei wird ein Tropfen unbehandelten Ejakulats mit einem Tropfen einer Suspension von Erythrozyten, die mit IgA bzw. IgG beschichtet sind, zusammengebracht. Diese bilden dann nach Zufügen von Anti-IgG- bzw. Anti-AgA-Immunglobulin sog. gemischten Agglutinate, die durch die Anlagerung der Indikatorpartikel an die Spermien entstehen.
Dieses Ergebnis kann unter dem einfachen Lichtmikroskop beurteilt werden, die “befallenen Spermien” werden durch dieses Verfahren erkennbar markiert. Wenn mehr als 30% der Spermien IgA-Spermienantikörper aufweisen, muss von einer schlechten Prognose für eine spontane Konzeption ausgegangen werden.
Das Vorhandensein von Spermienantikörpern als solches ist nicht therapierbar. Die Therapie mit Kortikosteroiden ist von fraglichem Wert und wurde nach anfänglichem Enthusiasmus schnell wieder verlassen. Nicht das Vorkommen von Spermaantikörpern, sondern die Fertilitätsstörung muss behandelt werden. Dafür gelten dieselben medizinischen Verfahren wie bei anderen Ursachen der Infertilität. Als erster Schritt wird dazu die Insemination eingesetzt, wo bei der Aufbereitung die durch Antikörper unbeweglich gewordenen Spermien heraussortiert werden.
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Kommentare
Hallo, gehört diese Untersuchung MAR-Test zu den AOK’s Leistungen?
Danke für eine Antwort.
@Xu: Das kommt darauf an, wer es abrechnet. Urologen und Andrologen können diese Untersuchung über die Kasse abrechnen
Bei mir,35. Jaehrige Frau, wurden Spermienantikoerper im Blut gefunden (27.599 U\ml). Kann das Ursache fuer Unfruchtbarkeit sein und wenn ja, wie kann mann sie behandeln?
Vielen Dank fuer Ihre Antwort!
MfG
Csilla
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