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Diagnostik beim Mann

Autor: E. Breitbach (Erstellt am 07.11.2003 | zuletzt geändert am 17.04.2006)

Vorgeschichte, körperliche Untersuchung

samenweg.jpgVon großer Bedeutung ist auch beim Mann die Erfragung der Vorgeschichte. Zum Beispiel können Leistenbruchoperationen oder Operationen wegen eines Hodenhochstandes wichtig sein. Eine häufige Ursache für eine verminderte Spermien ist auch eine Mumpserkrankung in der Pubertät oder Infektionen des Samenwege. Auch andere Grunderkrankungen müssen erfragt werden, da z. B. Innere Erkrankungen wie Zuckerkrankheit und Nervenschädigungen den Ablauf der Ejakulation stören können. Außerdem wird der Konsum von Nikotin und Alkohol erfasst.

Wichtig ist auch die körperliche Untersuchung, die meist von einem Urologen oder einem speziell ausgebildeten Internisten ( “Andrologen”) durchgeführt wird. Dabei wird darauf geachtet, ob der Körperbau und Behaarungstyp typisch männlich ist, oder ob Abweichungen zu erkennen sind, die den Verdacht auf eine hormonelle oder genetische Störung aufkommen lassen. Die Hoden werden abgetastet, da Größe und Festigkeit dem erfahrenen Untersucher ebenfalls Hinweise auf eine Funktionsstörung geben können. Eine ausgeprägte Empfindlichkeit bei der Tastuntersuchung des Nebenhodens kann ein Anzeichen für eine chronische Entzündung sein. Wichtig ist auch die Untersuchung auf eine Krampfader ( “Varikozele”) am Hoden, welche die Spermienproduktion negativ beeinflussen kann. Diese läßsich ebenfalls bei einer Tastuntersuchung feststellen, oft wird ein spezieller Ultraschall (Doppler) zur Diagnosestellung verwendet.

Untersuchung des Ejakulats (Spermiogramm)

Zentraler Bestandteil der Untersuchung der Fruchtbarkeit des Mannes ist das Spermiogramm. Hierbei werden die Spermien unter dem Mikroskop untersucht. Dazu wird das Ejakulat nach einer Karenzzeit (Zeit ohne Verkehr oder Masturbation) durch Masturbation gewonnen. Die meisten Untersucher empfehlen einen Zeitraum von 4-5 Tagen als Karenzzeit. Diese ist notwendig, da ein zu kurzer Abstand zum letzten Verkehr die Spermienzahl negativ beeinflussen kann und eine zu lange Wartezeit zwar die Zahl vebessert, jedoch die Beweglichkeit der Samenfäden verschlechtert.

Die Abgabe des Ejakulats erfolgt in einen sterilen Behälter und sollte auch sonst unter möglichst keimarmen Voraussetzungen durchgeführt werden (gründliches Waschen der Hände und des Penis). Die Probe sollte zur Untersuchung nicht älter als ein halbe Stunde sein. Wenn die Fahrzeit zum Labor darunter liegt, dann kann die Probe üblicherweise auch zu Hause gewonnen werden. Wichtig ist es, zu wissen, daß die Qualität der Samenfäden stark schwanken kann. Deshalb sollten immer 2-3 Untersuchungen durchgeführt werden, bevor eine schlechte Samenqualität als Ursache für eine Sterilität angenommen werden kann.

Verflüssigungszeit

Die erste Untersuchung ist üblicherweise die Feststellung der Verflüssigungszeit des Ejakulats. Unmittelbar nach dem Austritt aus den Samenwegen wird das Ejakulat zunächst zähflüssig, um ein sofortiges Herausfließen aus der Scheide zu vermeiden. Nach ca. einer halben Stunde verflüssigt es sich wieder und erst dann ist ein Untersuchung unter dem Mikroskop möglich. Findet diese Verflüssigung nicht statt (nach spätestens 60 Minuten), dann spricht man von einer “Hyperviskositätsstörung”, oder auf gut Deutsch: das Ejakulat ist zu dickflüssig. Dieses Phänomen ist sehr selten. Mit bestimmten Enzymen (Chymotrypsin) läßsich eine Verflüssigung in solchen Fällen erreichen. Die Therapie besteht dann aus einer Aufbereitung der Spermien mit anschließender Inseminationsbehandlung.

Volumen

Eine weitere Untersuchung ist die Bestimmung des Ejakulatvolumens. Dieses sollte mindestens 2 ml betragen. Wenn die Menge niedriger ist, dann besteht wahrscheinlich ein Störung der Funktion der Samenbläschen, denn diese sind hauptsächlich für das Volumen der ejakulierten Flüssigkeit verantwortlich (siehe Bild oben). Ohne die Flüssigkeit der Samenbläschen verlieren die Spermien schnell ihre Beweglichkeit, da diese einen bestimmten Zuckerstoff enthält (Fruktose), welcher den Samenfäden die Energie für ihre Bewegungen liefert. Man kann auch die Fruktose im Ejakulat messen und daraus wertvolle Hinweise auf die Funktionsfähigkeit der Samenbläschen gewinnen. Auch bei dieser Störung ist eine Aufbereitung der Spermien mit anschließender Insemination die Therapie der Wahl.

Mikroskopische Untersuchung

Kammer.jpg
Einbringen von Ejakulat in die Zählkammer. Diese wird dann zur Untersuchung unter das Mikroskop gelegt

Nach erfolgter Verflüssigung kann die Untersuchung unter dem Mikroskop folgen. Dazu wird das Ejakulat gut durchmischt und anschließend eine kleine, fest definierte Menge (meist 10 Mikroliter) unter standardisierten Bedingungen ausgezählt. Dazu verwendet man eine bestimmte Zählkammer, mit der sich eine genau definierte Menge des Ejakulats unter dem Mikroskop betrachten und auszählen läßt. Es sind dabei 3 Kriterien von herausragender Bedeutung: Die Spermienkonzentration, die Beweglichkeit und das Aussehen (Form) der Spermien. Diese werden in einzelnen Unterkapiteln behandelt.

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20 Antworten auf “Diagnostik beim Mann”

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Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. Albers schreibt:

    Hallo
    Nach langem suchen habe ich Ihre interressante Seite gefunden und muß
    sagen toll.
    Natürlich habe ich auch gelesen das man nicht mehr schreiben sollte,
    aber ich mußte mich melden denn trotz das ich Sie nicht kenne habe ich
    gleich viel vertrauen zu Ihnen.

    Ich habe da ein Problem und würde mich freuen wenn Sie mir weiterhelfen
    könnten.

    Meine Frau verhütet seit Oktober 2000 und weit vorher schon nicht mehr.
    Natürlich ist auch der Kinderwunsch vorhanden leider hat es aber bis
    Heute nicht geklappt.
    Ich selber habe ein Sperrmiogramm machen lassen und der Artzt bzw.
    unsere Frauenärztin meinte es wäre ausreichend also eine gute Note 3.

    Meine Frau dagegen hatte eine Temperaturmessung über 3 Monate durgeführt
    woraus der Arzt sehen konnte das Sie kein Eisprung hat. Im übrigen sind
    Ihre Regelblutungen unregelmäßig und es kam auch schon einmal vor das
    Sie Scheinschwanger war.
    Dann wiederum hat man Zysten festgestellt, die wiederum mit der Pille
    behandelt wurden.
    Hinzu kam dann ein Medikament was den Eisprung fördern sollte bis dahin
    das Sie alle 2 Tage untersucht wie weit der Eisprung ist und uns dann
    der Arzt sagte wann ich mit meine Frau schlafen sollte.
    Alles vergebens.
    Vor ca. 2,5 Jahren mußte meine Frau dann ins Krankenhaus ( Blauprobe) um
    die durchlässigkeit der Eileiter zu testen.
    Trotz das angeblich nichts weiter gemacht worden ist hatte Sie eine
    Wunddrenage liegen was sich selbst der Frauenarzt nicht erklären kann.
    Und die Ärzte im Krankenhaus ( es waren gleich 3Ärzte) sagte jeder was
    anderes der eine meinte es sei alles gut der andere wiederum meinte es
    funktioniert nichts.

    Was können wir noch machen? Können Sie etwas empfehlen?

    So langsam aber sicher geht diese lange Zeit und ungewissheit an unsere
    Phsyche!

    Ich bin Ihnen sehr Dankbar für eine Antwort.

    Mit freundlichem Gruß

    W.Albers

  2. E. Breitbach schreibt:

    Ihr Kinderwunsch dauert ja bereits sehr lange und man muss daher davon ausgehen,d ass wirklich eine ernsthafte Einschränkung der Fruchtbarkeit besteht.

    Die Schulnote “drei” klingt zwar nicht schlecht, jedoch klingt heraus, dass Einschränkungen bestehen und leider ist diese Aussage zu wenig konkret, um damit wirklich etwas anfangen zu können.

    In Kombination mit einem fehlendem Eisprung kann das schon die Erklärung für den unerfüllten Kinderwunsch sein. So wie Sie das beschreiben “Zysten” ist zu vermuten, dass Ihre Frau ein sogenanntes PCO-Syndrom hat (hier mehr dazu).

    Was nun bei der Bauchspiegelung vorgefallen ist, lässt sich aus Ihren Aussagen nicht erkennen, aber offenbar ist der Zustand der Eileiter nicht ausreichend abgeklärt worden (?).

    Ich kann von hier aus natürlich nichts konkret empfehlen, aber wenn ich vor allem sehe, dass Sie bereits 6 Jahre “herumdoktorn” und bei fehlendem Eisprung und vermutlich grenzwertigem Spermiogramm nicht weiterkommen, würde ich Ihnen raten, sich bei einem Spezialisten vorzustellen, z. B. in einer Kinderwunsch-Klinik. Sollten die Eileiter durchgängig sein, was ggf. noch abzuklären wäre, dann ist zum Beispiel eine Insemination mit hormoneller Stimulation evtl. hilfreich.

  3. Andrea schreibt:

    Guten Tag

    Ich bin 38 J. alt, und ein Eileiter ist geschlossen, der andere gut durchlässig.

    Mein Mann liess ein Spermiogramm machen. Leider haben wir nur eine Information davon erhalten, nämlich die schlechteste: Mein Mann hat nur 3% normal geformte Spermien. Vor zwei Jahren, kurz bevor ich mit unserem 1. Kind schwanger wurde, waren es 9%.

    Ich weiss, dass wir wohl einen Spezialisten aufsuchen müssen, möchte mich aber im Voraus auf dieses Treffen vorbereiten. Was wird uns dieser Spezialist wohl raten?

    Wir haben jetzt (erst) den 4. Übungszyklus hinter uns. Gibt es auch natürlich Methoden, die in unserem Fall helfen könnten? Da es eh ein paar Monate dauern wird, bis wir behandelt werden können (Wartezeit an der Klinik), möchten wir die Chancen inzwischen anderweitig versuchen zu erhöhen.

    A.Y.

  4. Sandra Müller schreibt:

    Guten Tag

    Wie Sie an meiner E-Mail Adresse sehen komme ich aus der Schweiz.
    Ich habe ein Problem. Ich war gestern bei meinem Frauenarzt wegen unserem unerfüllten Kinderwunsch.
    Er machte eine Standortbestimmung. Jetzt ist herausgekommen, dass bei meinem Mann, bei seinen Spermien etwas fehlt, irgend ein chemisches Enzym oder Hormon welches man braucht, dass der Samen in die Eizelle kann.
    Weiss leider den genauen Namen oder Ausdruck nicht.
    Bei seinem Spermiogramm sei sonst alles in Orgnung.
    Wir haben im Sept. eine Insemation machen lassen, welche erfolglos war. Nun ist es so, evtl. im Dezember werden wir nochmals eine Ins. machen. Ich frage mich einfach heute, ob es einen Sinn macht?
    Der Frauenarzt meinte auch, wenn wir das möchten, mache er schon eine Ins.. Er verdient ja auch Geld damit.
    Falls wir zum Spezialisten müssen, werde es wahrscheinlich eine ICSI geben.
    Meine Fragen:
    Können Sie evt. herausfinden wie der Name lautet was bei meinem Mann fehlt?
    Und ob eine Chance besteht mit nochmals einer Ins?
    Kennen Sie in Deutschland dieses Problem auch?
    Könnte man dafür etwas unternehmen?

    Gerne erwarte ich Ihre Antwort

    Freundliche Grüsse

    S.Müller

  5. M. Martin schreibt:

    Hallo,

    ich war neulich beim Urologen wg. unerfülltem Kinderwunsch. Es wurde eine Varikozele festgestellt; anhand eines zusätzlichen Spermiogrammes war klar, dass die Zeugungsfähigkeit eingeschränkt ist (nur 20 % bewegliche Spermien; ansonsten Spermiogramm i.O.).
    Es soll nun eine Verödung dieser VArikozele erfolgen (Methode nach Tauber).
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich danach die Spermienqualität verbessert?
    Normalerweise sind 60-70 % der Spermien bewegungsfähig; ist eine Zeugung mit der eingeschränkten Anzahl der beweglichen Spermien unter gewissen Voraussetzungen möglich?
    Wann könnte sich eine verbesserung ehestens nach der Operation einstellen?

  6. E. Breitbach schreibt:

    @ Andrea,
    das Aussehen der Spermien ist nicht unbedingt der wichtigste Faktor beim Spermiogramm und selbst 3% normal geformte Spermien schließen eine Schwangerschaft nicht aus. Auch weil die Parameter eines Spermiogramms durchaus recht großen Schwankungen ausgesetzt sind, ist eine Schwangerschaft nach einem so kurzen “Übungszeitraum” nicht auszuschließen. Leider lässt sich gerade die Morphologie der Spermien von allen Parametern am wenigsten beeinflussen. Da werden Sie die Ergebnisse einer ausführlichen andrologischen Diagnostik und evtl. Therapie abwarten müssen.

    @ Sandra Müller,
    Wenn es sich um eine Globozoospermie handelt, dann sind die Chancen schlecht, dass es zu einer Schwangerschaft kommt. Normalerweise kann da nur eine ICSI helfen. Ich kann Ihrer Beschreibung jedoch nicht sicher entnehmen, worum es sich handelt.

    @ M. Martin,
    auch mit 20% beweglichen Spermien ist eine Schwangerschaft möglich, wenn auf seiten der Frau keine Einschränkung der Fruchtbarkeit besteht. Die Behandlung einer Varicozele ist umstritten. Es gibt keine Studien, die einen positiven Effekt eines solchen Eingriffs beweisen können. Jedoch werden immer wieder Einzelfälle beschrieben, wo sich die Parameter des Ejakulats signifikant verbesserten. Ob Sie nun zu diesen Männern gehören, bleibt abzuwarten, die Erfolgszaheln sind da leider recht widersprüchlich. Der Parameter, der wohl am ehesten profitieren kann, ist die Beweglichkeit. Die Verbesserungen sollten frühestens nach 3 Monaten erkennbar sein

  7. Sabine schreibt:

    Hallo,
    Ihre Seite ist echt klasse! wir versuchen seit einem Jahr, schwanger zu werden. Bei mir ist alles ok. Das Spermiogramm meines Mannes hat ergeben, dass er 3ml Spermien hat, pro ml 12 Mio Spermien, von denen nur 20% beweglich sind.
    Sollten wir uns nach dem 2. Spermiogramm bei gleichem Ergebnis sofort an eine Kinderwunschklinik wenden, oder besteht eine reelle Möglichkeit, in den nächsten 1 bis 2 Jahren auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen?
    Ich würde mich über einen Rat sehr freuen.
    Viele Grüße: Sabine

  8. E. Breitbach schreibt:

    @ Sabine,
    die Vorgehensweise nach Bestätigung des Befundes hängt nicht nur vom Spermiogramm ab, sondern auch von anderen Faktoren, nicht zuletzt von Ihrem Alter. Eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ist durchaus möglich, wenn von Ihrer Seite alles optimal ist. Sollte bei Ihnen allerdings die biologische Uhr ticken, dann würde ich den Gang in die Kinderwunsch-Praxis empfehlen

  9. Sabine schreibt:

    Hallo Herr Breitbach!
    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Eine gute Nachricht habe ich: Unser Problem hat sich quasi in Luft aufgelöst: Ich bin schwanger!!!
    Somit bin ich nun froh, (hoffentlich) nie wieder über Unfruchtbarkeit des Mannes im Internet zu forschen. Dafür, dass mein Mann als “eingeschränkt zeugungsunfähig” gilt, hat es ja doch noch super geklappt.
    Unser Tipp an alle: Zink, Folsäure und Vitamin C für den Mann; die Frau sollte mittels Temperaturmethode genau rausfinden, an welchem Tag ihr Eisprung ist. Da das bei mir alles sehr regelmäßig war, haben wir genau einen Tag vor dem Eisprung miteinander geschlafen, wobei wir die 5 Tage vorher enthaltsam waren (Tipp meines Frauenarztes).
    Viel Glück für alle, die auch gern Eltern werden wollen. Wir sind überglücklich!!!!!!

  10. Thomas schreibt:

    Hallo Herr Breitbach!

    Meine Frau und ich versuchen seit ca. 1/2 Jahr, wieder schwanger zu werden. Seit etwa dieser Zeit stelle ich fest, dass Samen bei der Ejakulation nicht mehr wie frueher spritzt, sondern nur noch fliesst. Ich vermute, das ist eine Ursache dafuer, dass bisher noch keine Schwangerschaft eingetreten ist. Was koennte die Ursache davon sein, und ist es behandelbar?

  11. Phillip schreibt:

    Guten Tag,

    habe erstmals ein Spermiogramm gemacht. Einige Werte scheinen ganz gut zu sein (Spermiendichte 33.3 Mio/ml; Gesamtzahl 99.9 Mio), aber andere machen mir sorgen:

    Progressiv (a+b): 49%
    Motil Grad (a): 8%

    Normale Formen: 9%

    Mich verwirren jetzt verschiedene “Normalwerte”: Müssen für eine “gute” Beweglichkeit beide Werte (Motil a; Progressiv a+b) über dem Normalwert liegen (25%; bzw. 50%), oder nur einer von beiden Werten? Wie ist dann mein Wert von 49% für a+b zu bewerten?

    Und für die Morphologie finde ich verschiedene “Normalwerte”: Mehr als 30% oder mehr als 15%? Und wie wichtig ist dieser Wert überhaupt?

    Vielen Dank,
    Phillip

  12. momo71 schreibt:

    Guten Tag,

    mich interessiert erst einmal dieselbe Frage, die Phillip am 5.12.06 gestellt hat betreffend der Normwerte a und a+b bei der Motilität.
    Meine zusätzlichen Fragen lauten:
    1. Sind grundsätzlich nur die Spermien der Kategorie a befähigt, in die Eizelle einzudringen oder auch die Spermien der Kategorie b.
    D.h. kann man spontan schwanger werden, wenn a=0% und dafür aber b=60% (Motiliät a+b wäre ja dann über 50%)

    2. Wenn beim Spermiogramm über 290 Mio Spermien gesamt (84 Mio/ml) vorliegen und davon 6% der Kategorie a, bedeutet das ja, dass 17 Mio schnell progressive Spermien vorhanden sind. Trotzdem wird ICSI angeraten.

    Bei einen unauffälligen Spermiogramm von z.b. 80 Mio gesamt und 25% der Kategorie a,ergeben sich ca. 20 Mio schnell progressive Spermien und hier wird kein ICSI angeraten.

    Die Voraussetzungen sind aber doch fast die gleichen? Oder denke ich da falsch?

    Worauf kommt es denn nun an? Ab welchen Werten von a machen denn IUI und IVF bzw. Warten auf spontane SS keinen Sinn mehr?

    Wäre schön, wenn meine Verwirrung etwas gelichtet werden könnte.
    Vielen Dank
    MOMO

  13. E. Breitbach schreibt:

    @ Sabine: Herzlichen Glückwunsch!

    @ Thomas: dass die Ejakulation jetzt anders abläuft als früher, kann verschiedene Gründe haben. Möglicherweise hängt es auch mit Ihrer Fruchtbarkeit zusammen, aber nicht zwingend. Abklären lässt sich das nur durch ein Spermiogramm. Die “langsame” Ejakulation wäre bei gutem Spermiogramm kein Hindernis auf dem Weg zur Schwangerschaft

    @ Philipp: ich habe ja bereits hier geantwortet

    @ Momo: Nein, auch die langsameren können es schaffen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit geringer. Schwanger werden kann man (mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten) grundsätzlich mit jedem Spermiogramm. Zu Punkt 2: das klingt auch nach einer langen Karenzzeit, kann das sein? die Motilität könnte zunehmen, wenn der Abstand zur letzten Ejakulation kürzer wäre. Der prozentuale Anteil ist in der Tat wichtiger als die absolute Zahl. Wenn diese jedoch sehr hoch ist, dann stellt sich auch mir die rage, ob eine ICSI wirklich zwngend notwendig ist. Beurteilen kann ich das von hier aus jedoch nur unzureichend

  14. Iris schreibt:

    Hallo Herr Breitenbach,
    mein Verlobter und ich versuchen seit 1,5 Jahren ein Kind zu bekommen. Er nimmt als Dauertherapie 5mg Equasym p.os. (Als Therapie eines ADHS)Lt. Spermiogramm ist die Qualität nicht optimal. Kann das Equasym sich auf die Spermaqualität auswirken? Im Waschzettel steht dazu leider nichts. Danke

  15. Fawzi schreibt:

    Ich bin seit 4 1/2 Jahren zum zweiten Male verheiratet. Aus der ersten Ehe, die 10 Jahre dauerte habe ich eine gesunde 12-jaehrige Tochter, eine zweite Tochter wurde im Jahre 2000 geboren, strab aber noch am Tage der Geburt.

    In der zweiten Ehe, die wie gesagt 4,5 Jahre nun schon dauert konnten wir kein Kind zeugen. Ich wurde am Veroceles operiert, da der Arzt dies empfahl auf Grund der niedrigen Spermienanzahl. Seither, nach der Operation sind die Spermien noch weniger geworden.

    Nun frage ich mich was tun? Probiere es hier, in Afrika, mit einer Mischung aus ASlternativmedizin, einem Gemisch aus Kreuzkuemmeloel, Honig, Knoblauch und anderen, mir unbekannten Kraeutern.

    Was kann ich Ihrer Meinung nach tun? Ich zweifle an den Aerzten hier, den Retortenkinder sind ein Millionengeschaeft geworden, ebenso zweifle ich an den Labors, aber da ich auf “normalem Wege” nicht in der lage bin ein Kind zu zeugen muss es wohl doch an mir liegen.

    Wuerde mich ueber Ihren Rat freuen

  16. E. Breitbach schreibt:

    @ Iris: Ich kenne das Präparat auch nicht genau, aber aufgrund der Wirkweise ist ein Einfluss auf die Spermienqualität nicht anzunehmen.

    @ Fawzi: Die Qualität der Spermien kann sich über die Jahre verschlechtert haben, das passiert nicht selten. Wenn dann Ihre aktuelle Partnerin evtl. auch ein wenig älter ist als die Mutter Ihrer Tochter zum Zeitpunkt der Zeugung, dann spielt das auch eine Rolle, wenngleich die Spermienqualität da sicherlich im Vordergund steht.

    Nun kenne ich mich nicht mit der afrikanischen Naturheilkunde aus, kann aber zur europäischen leider nur sagen,dass sie bei ausgeprägten Fällen von eingeschränkter Spermienqualität nicht viel hilft, zumindest gibt es da keine überzeugenden Studien, die eine Wiorkung belegen würden. Ist das Spermiogramm stark eingeschränkt, dann bleibt manchmal wirklich nur die künstliche Befruchtung

  17. Sandra Müller schreibt:

    Guten Tag

    Habe ja im Oktober schon mal geschrieben.

    Was meinem Mann im Spermimum fehlt, ist eine Glukose.
    Die das Spermium braucht um in das Ei einzudringen.
    Ist es das selbe, was sie mir oben beschrieben haben?

    Das zweite Problem ist noch, das mein Mann in einer Hode einen Hoden-Bruch hat. Der jetzt operiert wird, wenn es dumm lauft wird noch eine Nebenhode entfernt.

    Ist es trotzdem möglich mit einer Nebenhode, noch eine ICSI zu machen?

    Danke für ihre Antwort

    Gruss

  18. Martin M. der Zweite schreibt:

    Hallo ihr alle!
    Versuchen seit drei Jahren ein Baby zu bekommen. Leider wurde bei mir ein sehr schlechtes Spermiogramm festgestellt (schon 2,5 Jahre) her. Hatte als kleiner Junge Hodenhochstand. Jetzt mache ich nächste Woche ein neues… Wie gut muss ein Spermiogramm sein dmait es überhaupt Sinn macht eine IVF zu versuchen?
    Wir haben beide einen ausgeprägten Kinderwunsch..jetzt ist der Bruder meiner Frau gestern das erste mal Papa geworden und es haut uns dermassen runter… ohne Kind wird das immer so bleiben…jedesmal wenn Freunde Kinder kriegen, Geschwister etc…

    ausserdem hab ich einfach dermassen Angst dass uns der Wunsch so zerfrisst dass wir irgendwann nicht mehr zusammen sind. Sie könnte ja mit anderem Mann Kinder kriegen..nur für mich gibt es keine Chance ausser der künstl. Befruchtung…

  19. Benny schreibt:

    Hallo,
    ich habe mal eine etwas andere Frage zum Thema schlechtes Spermiogramm.

    Es wird immer von der Karenzzeit gesprochen. Wie wirkt sich eine Unterschreitung der Karenzzeit aus? An sich dürfte sich dadurch nur die Menge und nicht die Qualität ändern, oder?
    Außerdem: Gibt es eine Art Ermüdungserscheinung der Spermienproduktion? Würde mich selbst als Onanie-Kranker bezeichnen. Kann man durch zu haüfige Masturbation seine Hoden schädigen, einfach weil sie sozusagen im Dauerstress sind?
    Komme mir selbst irgendwie minderwertig vor durch das schlechte Spermiogramm, und habe außerdem Angst, dass die Beziehung zu meiner wundervollen Freundin (und bald vielleicht Frau!) daran langfristig scheitern könnte, da sie sich wahnsinnig Kinder wünscht (ich natürlich auch, aber sie hätte immerhin eine andere Chance).

    Bin schon etwas verzweifelt…
    Gruß Benny

  20. Lucia R. schreibt:

    hallo

    wer kann uns bitte helfen ?

    wir versuchen, ein baby zu bekommen.

    ich habe schon eine erwachsene tochter.

    mein freund hat ein spermiogramm machen lassen.

    volumen 2,5 ml
    spermienkonzentration 40 mio/ml
    motilität a 16 %
    b 40 %
    aber morphologie nur 8 % normale formen

    wer kann uns etwas sagen ?
    wie stehen die chancen mit diesem spermiogramm???

    danke für jeden hinweis !

    herzlichst
    lucia

    40%

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