Die Kinderwunsch-Seite

Sie sind hier: Kinderwunsch-Seite > Theorie > Diagnostik der sterilitaet > Diagnostik beim Mann

Diagnostik beim Mann


Vorgeschichte, körperliche Untersuchung

samenweg.jpgVon großer Bedeutung ist auch beim Mann die Erfragung der Vorgeschichte. Zum Beispiel können Leistenbruchoperationen oder Operationen wegen eines Hodenhochstandes wichtig sein. Eine häufige Ursache für eine verminderte Spermien ist auch eine Mumpserkrankung in der Pubertät oder Infektionen des Samenwege. Auch andere Grunderkrankungen müssen erfragt werden, da z. B. Innere Erkrankungen wie Zuckerkrankheit und Nervenschädigungen den Ablauf der Ejakulation stören können. Außerdem wird der Konsum von Nikotin und Alkohol erfasst.

Wichtig ist auch die körperliche Untersuchung, die meist von einem Urologen oder einem speziell ausgebildeten Internisten ( “Andrologen”) durchgeführt wird. Dabei wird darauf geachtet, ob der Körperbau und Behaarungstyp typisch männlich ist, oder ob Abweichungen zu erkennen sind, die den Verdacht auf eine hormonelle oder genetische Störung aufkommen lassen. Die Hoden werden abgetastet, da Größe und Festigkeit dem erfahrenen Untersucher ebenfalls Hinweise auf eine Funktionsstörung geben können. Eine ausgeprägte Empfindlichkeit bei der Tastuntersuchung des Nebenhodens kann ein Anzeichen für eine chronische Entzündung sein. Wichtig ist auch die Untersuchung auf eine Krampfader ( “Varikozele”) am Hoden, welche die Spermienproduktion negativ beeinflussen kann. Diese lässt sich ebenfalls bei einer Tastuntersuchung feststellen, oft wird ein spezieller Ultraschall (Doppler) zur Diagnosestellung verwendet.

Untersuchung des Ejakulats (Spermiogramm)

Zentraler Bestandteil der Untersuchung der Fruchtbarkeit des Mannes ist das Spermiogramm. Hierbei werden die Spermien unter dem Mikroskop untersucht. Dazu wird das Ejakulat nach einer Karenzzeit (Zeit ohne Verkehr oder Masturbation) durch Masturbation gewonnen. Die meisten Untersucher empfehlen einen Zeitraum von 4-5 Tagen als Karenzzeit. Diese ist notwendig, da ein zu kurzer Abstand zum letzten Verkehr die Spermienzahl negativ beeinflussen kann und eine zu lange Wartezeit zwar die Zahl verbessert, jedoch die Beweglichkeit der Samenfäden verschlechtert.

Die Abgabe des Ejakulats erfolgt in einen sterilen Behälter und sollte auch sonst unter möglichst keimarmen Voraussetzungen durchgeführt werden (gründliches Waschen der Hände und des Penis). Die Probe sollte zur Untersuchung nicht älter als ein halbe Stunde sein. Wenn die Fahrzeit zum Labor darunter liegt, dann kann die Probe üblicherweise auch zu Hause gewonnen werden. Wichtig ist es, zu wissen, dass die Qualität der Samenfäden stark schwanken kann. Deshalb sollten immer 2-3 Untersuchungen durchgeführt werden, bevor eine schlechte Samenqualität als Ursache für eine Sterilität angenommen werden kann.

Verflüssigungszeit

Die erste Untersuchung ist üblicherweise die Feststellung der Verflüssigungszeit des Ejakulats. Unmittelbar nach dem Austritt aus den Samenwegen wird das Ejakulat zunächst zähflüssig, um ein sofortiges Herausfließen aus der Scheide zu vermeiden. Nach ca. einer halben Stunde verflüssigt es sich wieder und erst dann ist ein Untersuchung unter dem Mikroskop möglich. Findet diese Verflüssigung nicht statt (nach spätestens 60 Minuten), dann spricht man von einer “Hyperviskositätsstörung”, oder auf gut Deutsch: das Ejakulat ist zu dickflüssig. Dieses Phänomen ist sehr selten. Mit bestimmten Enzymen (Chymotrypsin) lässt sich eine Verflüssigung in solchen Fällen erreichen. Die Therapie besteht dann aus einer Aufbereitung der Spermien mit anschließender Inseminationsbehandlung.

Volumen

Eine weitere Untersuchung ist die Bestimmung des Ejakulatvolumens. Dieses sollte mindestens 2 ml betragen. Wenn die Menge niedriger ist, dann besteht wahrscheinlich ein Störung der Funktion der Samenbläschen, denn diese sind hauptsächlich für das Volumen der ejakulierten Flüssigkeit verantwortlich (siehe Bild oben). Ohne die Flüssigkeit der Samenbläschen verlieren die Spermien schnell ihre Beweglichkeit, da diese einen bestimmten Zuckerstoff enthält (Fruktose), welcher den Samenfäden die Energie für ihre Bewegungen liefert. Man kann auch die Fruktose im Ejakulat messen und daraus wertvolle Hinweise auf die Funktionsfähigkeit der Samenbläschen gewinnen. Auch bei dieser Störung ist eine Aufbereitung der Spermien mit anschließender Insemination die Therapie der Wahl.

Mikroskopische Untersuchung

Kammer.jpg
Einbringen von Ejakulat in die Zählkammer. Diese wird dann zur Untersuchung unter das Mikroskop gelegt

Nach erfolgter Verflüssigung kann die Untersuchung unter dem Mikroskop folgen. Dazu wird das Ejakulat gut durchmischt und anschließend eine kleine, fest definierte Menge (meist 10 Mikroliter) unter standardisierten Bedingungen ausgezählt. Dazu verwendet man eine bestimmte Zählkammer, mit der sich eine genau definierte Menge des Ejakulats unter dem Mikroskop betrachten und auszählen lässt. Es sind dabei 3 Kriterien von herausragender Bedeutung: Die Spermienkonzentration, die Beweglichkeit und das Aussehen (Form) der Spermien. Diese werden in einzelnen Unterkapiteln behandelt.



Weiterführende Artikel:


Weitere Infos zu “Diagnostik beim Mann” aus unseren News

  1. Spermiogramm: Do it yourself am 21. August 2008

    [...] wenn ein Spermiogramm schnell gemacht ist, haben viele Männer doch große Hemmungen, sich einer solchen [...]


  2. SpermCheck: Spermien selber testen | Andrologie | Aktuelles zum Thema Kinderwunsch am 21. März 2011

    [...] kommt der Test in 96% zu den gleichen Ergebnissen wie Biologen mit dem Mikroskop. Dabei wurden 227 Spermiogramme [...]


  3. Azoospermie am 23. Januar 2012

    [...] er nicht danach fragte (weil er es auch nicht wusste). Da wir nicht schwanger wurden habe ich ein Spermiogramm machen lassen das ein niederschmetterndes Ergebnis brachte.. alles gleich 0. Da mein Urologe den [...]


Kommentare

Die Kommentarfunktion wurde abgeschaltet. Sollten Sie im Text oder den bisher beantworteten Fragen nicht genügend Informationen finden, dann nutzen Sie bitte unsere Foren



  1. Guten Tag

    Ich bin 38 J. alt, und ein Eileiter ist geschlossen, der andere gut durchlässig.

    Mein Mann liess ein Spermiogramm machen. Leider haben wir nur eine Information davon erhalten, nämlich die schlechteste: Mein Mann hat nur 3% normal geformte Spermien. Vor zwei Jahren, kurz bevor ich mit unserem 1. Kind schwanger wurde, waren es 9%.

    Ich weiss, dass wir wohl einen Spezialisten aufsuchen müssen, möchte mich aber im Voraus auf dieses Treffen vorbereiten. Was wird uns dieser Spezialist wohl raten?

    Wir haben jetzt (erst) den 4. Übungszyklus hinter uns. Gibt es auch natürlich Methoden, die in unserem Fall helfen könnten? Da es eh ein paar Monate dauern wird, bis wir behandelt werden können (Wartezeit an der Klinik), möchten wir die Chancen inzwischen anderweitig versuchen zu erhöhen.

    A.Y.


    Geschrieben von Andrea am 9. Oktober 2006 um 15:58
  2. Guten Tag

    Wie Sie an meiner E-Mail Adresse sehen komme ich aus der Schweiz.
    Ich habe ein Problem. Ich war gestern bei meinem Frauenarzt wegen unserem unerfüllten Kinderwunsch.
    Er machte eine Standortbestimmung. Jetzt ist herausgekommen, dass bei meinem Mann, bei seinen Spermien etwas fehlt, irgend ein chemisches Enzym oder Hormon welches man braucht, dass der Samen in die Eizelle kann.
    Weiss leider den genauen Namen oder Ausdruck nicht.
    Bei seinem Spermiogramm sei sonst alles in Orgnung.
    Wir haben im Sept. eine Insemation machen lassen, welche erfolglos war. Nun ist es so, evtl. im Dezember werden wir nochmals eine Ins. machen. Ich frage mich einfach heute, ob es einen Sinn macht?
    Der Frauenarzt meinte auch, wenn wir das möchten, mache er schon eine Ins.. Er verdient ja auch Geld damit.
    Falls wir zum Spezialisten müssen, werde es wahrscheinlich eine ICSI geben.
    Meine Fragen:
    Können Sie evt. herausfinden wie der Name lautet was bei meinem Mann fehlt?
    Und ob eine Chance besteht mit nochmals einer Ins?
    Kennen Sie in Deutschland dieses Problem auch?
    Könnte man dafür etwas unternehmen?

    Gerne erwarte ich Ihre Antwort

    Freundliche Grüsse

    S.Müller


    Geschrieben von Sandra Müller am 17. Oktober 2006 um 12:44
  3. Hallo,

    ich war neulich beim Urologen wg. unerfülltem Kinderwunsch. Es wurde eine Varikozele festgestellt; anhand eines zusätzlichen Spermiogrammes war klar, dass die Zeugungsfähigkeit eingeschränkt ist (nur 20 % bewegliche Spermien; ansonsten Spermiogramm i.O.).
    Es soll nun eine Verödung dieser VArikozele erfolgen (Methode nach Tauber).
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich danach die Spermienqualität verbessert?
    Normalerweise sind 60-70 % der Spermien bewegungsfähig; ist eine Zeugung mit der eingeschränkten Anzahl der beweglichen Spermien unter gewissen Voraussetzungen möglich?
    Wann könnte sich eine verbesserung ehestens nach der Operation einstellen?


    Geschrieben von M. Martin am 18. Oktober 2006 um 12:16
  4. @ Andrea,
    das Aussehen der Spermien ist nicht unbedingt der wichtigste Faktor beim Spermiogramm und selbst 3% normal geformte Spermien schließen eine Schwangerschaft nicht aus. Auch weil die Parameter eines Spermiogramms durchaus recht großen Schwankungen ausgesetzt sind, ist eine Schwangerschaft nach einem so kurzen “Übungszeitraum” nicht auszuschließen. Leider lässt sich gerade die Morphologie der Spermien von allen Parametern am wenigsten beeinflussen. Da werden Sie die Ergebnisse einer ausführlichen andrologischen Diagnostik und evtl. Therapie abwarten müssen.

    @ Sandra Müller,
    Wenn es sich um eine Globozoospermie handelt, dann sind die Chancen schlecht, dass es zu einer Schwangerschaft kommt. Normalerweise kann da nur eine ICSI helfen. Ich kann Ihrer Beschreibung jedoch nicht sicher entnehmen, worum es sich handelt.

    @ M. Martin,
    auch mit 20% beweglichen Spermien ist eine Schwangerschaft möglich, wenn auf seiten der Frau keine Einschränkung der Fruchtbarkeit besteht. Die Behandlung einer Varicozele ist umstritten. Es gibt keine Studien, die einen positiven Effekt eines solchen Eingriffs beweisen können. Jedoch werden immer wieder Einzelfälle beschrieben, wo sich die Parameter des Ejakulats signifikant verbesserten. Ob Sie nun zu diesen Männern gehören, bleibt abzuwarten, die Erfolgszaheln sind da leider recht widersprüchlich. Der Parameter, der wohl am ehesten profitieren kann, ist die Beweglichkeit. Die Verbesserungen sollten frühestens nach 3 Monaten erkennbar sein


    Geschrieben von E. Breitbach am 20. Oktober 2006 um 12:33
  5. Hallo Herr Breitbach!

    Meine Frau und ich versuchen seit ca. 1/2 Jahr, wieder schwanger zu werden. Seit etwa dieser Zeit stelle ich fest, dass Samen bei der Ejakulation nicht mehr wie frueher spritzt, sondern nur noch fliesst. Ich vermute, das ist eine Ursache dafuer, dass bisher noch keine Schwangerschaft eingetreten ist. Was koennte die Ursache davon sein, und ist es behandelbar?


    Geschrieben von Thomas am 25. November 2006 um 22:40
  6. @ Thomas: dass die Ejakulation jetzt anders abläuft als früher, kann verschiedene Gründe haben. Möglicherweise hängt es auch mit Ihrer Fruchtbarkeit zusammen, aber nicht zwingend. Abklären lässt sich das nur durch ein Spermiogramm. Die “langsame” Ejakulation wäre bei gutem Spermiogramm kein Hindernis auf dem Weg zur Schwangerschaft


    Geschrieben von E. Breitbach am 27. Dezember 2006 um 00:53
  7. Hallo Herr Breitbach!

    Wir haben heut die Ergebnisse der zwei Spermiogramme erhalten. Unserer Meinung verheißen sie nichts gutes:
    Karenzzeit: 5 Tage
    Motilität: a=0%/ b=<1/ c=12/ d=83(inmotil)
    Morphologie: Normalformen =<1%
    Vitalität liegt bei 100% und die Konzentration bei 27,5Millionen Spermatozoen/ml
    Leukozyten: 1,84Millionen/ml
    Und zu guter Letzt kommen noch Anlagerungen am Halsbereich, Knickbildungen, Rundköpfe, vermehrte Frühformen und Verklumpungen hinzu.
    Wir versuchen jetzt seit über zwei Jahren Kinder zu bekommen. Mein Mann hat vor vier Jahren aufgehört zu rauchen, trinkt aber bis zu 1-1,5l Kaffee am Tag.
    Wie sieht Ihre Meinung dazu aus?
    Vielen Dank für Ihre Antwort schonmal im Voraus.


    Geschrieben von anne n. am 16. September 2008 um 13:47
  8. @anne n.: Die Zahl der Spermien ist in Ordnung, die Beweglichkeit jedoch deutlich eingeschränkt. Das mag auf eine INfektion zurückzuführen sein, da die Leukozyten relativ hoch sind. Die Morphologie ist relativ uninteressant, wenn man nicht sagen kann, wieviele Spermien normal geformt sind. Es ist auf jeden Fall von allen Parametern der unwichtigste, von extremen Eizelfällen mal abgesehen.

    Soweit man das von hier aus beurteilen kann, sollte man eine INfektion ausschließen oder behandeln und natürlich ein erneutes Spermiogramm machen, denn aufgrund der normalen Zahl, kann es sich auch um einen Ausrutscher handeln


    Geschrieben von E. Breitbach am 16. September 2008 um 14:38
  9. Danke für die schnelle Antwort.
    Wie erwähnt bekamen wir beide Testergebnisse. Hab leider vergessen, die vom ersten mitzuteilen. Waren alle noch schlechter als beim zweiten. Beim ersten waren 100%inmotil, 5% hatten Normalform, 3,67Millionen Rundzellen/ml. Vitalität und Anzahl der Spermatozoen waren gleich.
    Aber es waren keine Leukozyten festgestellt worden. Trotzdem bekam mein ein Antibiotikum, weil eine Entzündung vorgelegen haben soll.
    Der erste Test war Ende Juli und der zweite heute.
    Warum sind jetzt die Leukozyten so angestiegen?
    Woher weiß ich, wieviel Spermien normal geformt sind?
    Warum spielt die Morphologie keine so entscheidende Rolle?
    Wie sieht es mit einer Schwangerschaft auf natürlichem Weg aus?
    Leider war ich nach der Diagnose so geschockt, dass ich den Urologen dazu nicht befragen konnte. Er hat uns auch nur noch eine Broschüre von einem Kinderwunschzentrum und eine Überweisung dahin überreicht. Alles in allem also nicht wirklich hilfreich für die aufkommenden Fragen.
    Deshalb bin ich froh, Sie im Internet gefunden zu haben.


    Geschrieben von anne n. am 16. September 2008 um 19:29
  10. @anne n.: Wenn man sich das so ansieht, dann scheint as Antibiotikum ja eine Besserung bewirkt zu haben. Es stellt sich die Frage, inwieweit die Verbesserung bereits optimal ist, oder ob nach der Behandlung noch eine weitere Verbesserung zu erwarten ist, denn die Spermienproduktion dauert ja 12 Wochen und der Abstand ist ja noch nicht erreicht. Ob mit Rundzellen evtl. auch Leukozyten gemeint sind, vermag ich nciht zu sagen, es würde zumindest passen.

    Wieviel Spermien normal geformt sind? Nachfragen. Das sollte bestimmt worden sein.
    Warum die Morphologie nicht so wichtig ist wie Zahl und Beweglichkeit kann man nicht sagen, es ist aber so, das dies in entsprechenden Studien herausgefunden werden konnte. Eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege ist sicherlich möglich, aber gegenwärtig mit deutlich eingeschränkter Wahrscheinlichkeit


    Geschrieben von E. Breitbach am 16. September 2008 um 19:52
  11. Vielen Dank. Ihre Antworten helfen uns sehr weiter.


    Geschrieben von anne n. am 16. September 2008 um 20:14
  12. Hallo Herr Breitenbach,

    mein Mann und ich probieren seit 3 Jahren Kinder zu kriegen. Leider bis heute ohne Erfolg. Ich hatte letztes Jahr eine Endometriose Operation. Aber nun ist alles okay wie bei einer normalen Frau.
    Da es immer noch nicht mit dem Wunsch geklappt hat, hat mein Mann 2 SG machen lassen. Beides mal negativ, d.h. Keine Spermien im Ejakulat! Schock für mich… jetzt hat mein FA alles abgebrochen und meinte KIWUKI. (Mein Partner hatte auch als Kind einen Hodenhochstand, das operiert wurde)

    Jetzt sollte aber mein Mann vorher noch untersucht werden, Ultraschall wurde gemacht, aber nichts festgestellt, was zur Kinderlosigkeit führen könnte. Es wäre alles normal. Was sehr komisch ist meinte der Urologe.
    Jetzt wurde ihm auch Blut abgenommen. Ich soll jetzt warten und anrufen. Was könnte der Grund sein? Ich kann gar nicht mehr klar denken. Wenn im Blut Entzündungen festgestellt werden, ist dies denn behandelbar?? Oder was könnte da noch dabei rauskommen? Gibt es denn noch Hoffnung?


    Geschrieben von anonym am 21. Oktober 2008 um 19:27
  13. @anonym: Ich kann Ihnen leider nur raten, zunächst einmal die Ergebnisse der Untersuchungen abzuwarten. Ein Zusammenhang mit einem Hodenhochstand als Kind ist nicht unwahrscheinlich. grundsätzlich ist die Entnahme von Hodengewebe möglich, aus dem sich oft noch Spermien isolieren lassen und die man für eine künstliche Befruchtung verwenden könnte


    Geschrieben von E. Breitbach am 23. Oktober 2008 um 23:08
  14. Hallo Herr Breitenbach,

    danke für die Antwort. Die Blutwerte waren alle okay. Es konnte nichts festgestellt werden.
    Der Urologe meinte eine Biopsie wäre zu empfehlen, hätte aber sehr wenig Hoffnung, das überhaupt etwas vorhanden wäre. Wieso eigentlich? Wenn doch Blut und Ultraschall in Ordnung war? Was ist wenn durch die Biopsie auch nichts feststellbar ist, ist es denn dann vorbei? Oder was meinen Sie sollten wir Ihrer Meinung nach tun?
    Wäre es sinnvoll noch einmal SG durchführen zu lassen? Kann sowas bei 0 Spermien sich ändern? Oder welche Möglichkeiten der Untersuchungen bleiben uns noch übrig?


    Geschrieben von anonym am 1. November 2008 um 03:47
  15. Hallo Herr Breitbach, seit 1,5 Jahren versuche ich nochmal schwanger zu werden. Ich werde bald 42 und habe schon 2 Kinder. Von meinem Mann war ich auch schon 2 x schwanger und damals hat es einfach so geklappt. Ich habe nun ein paar Untersuchungen hinter mir BS: Eileiter durchgängig, nur leichte Verwachsungen, Hormone: Progesteron nach ES: 19, AMH 1,44. Ich führe seit Beginn des neuen Kiwus Temperaturkurven und habe laut diesen jedesmal einen Eisprung. Meine Zyklen sind sehr regelmäßig, laut FÄ steht bei mir - bis auf das Alter - dem Kiwu nichts entgegen. Deshalb hat mein Mann ein SG machen lassen, leider haben wir nur die stark verkürzte Version des Ergebnisses: Volumen 1,5 ml, PH 7,5, 25 Mio Spermien/ml, 25 % a+b (stand genauso da). Der Urologe sagte zu meinem Mann, es sei nicht optimal, aber ausreichend für eine Schwangerschaft. Da mir die Zeit davon rennt und meine Eizellen nicht besser werden, wollte ich gerne mal wissen, wie sie die Chancen einschätzen, schwanger zu werden. Abgesehen von der Ejakulatmenge scheint ja auch die Beweglichkeit nich so toll zu sein. Meine FÄ hat schon mal von Insemination gesprochen. Was halten Sie davon? Wir haben ein 2. SG machen lassen. Das Ergebnis steht noch aus. Danke im Voraus für eine Antwort. Liebe Grüße marnie


    Geschrieben von marnie am 8. Dezember 2008 um 19:38
  16. hallo, habe ein problem und weiss jetzt nicht weiter. von meinem jüngerem bruder die frau wurde nicht schwanger,darauf hin hat er sich untersuchen lassen sein spermiogramm war nicht so gut.und daraufhin habe sie auf eine künstliche befruchtung sich enschieden und da hat es auch nicht geklappt…. und dann wollte ich ich auch bei urologen einen spermiogramm machen…. er arzt hat mich vorhin angerufen und mir gesagt das er in meinem sperma keine einzige spermie ist…. was soll ich jetzt tun…an welche ärzte soll ich mich wenden??? brauch unbeding rat


    Geschrieben von ekko am 17. Dezember 2008 um 13:34
  17. @anonym: Auf jeden Fall sollte man das Ejakulat noch einmal untersuchen. Erst dann kann man die Diagnose Azoospermien wirklich stellen. Und eine Biopsie ist sicherlich auch ratsam. auch auf die Gefahr hin dort nichts zu finden, aber man muss die Diagnose schon erzwingen. Wenn nichts gefunden wird, dann wären Spenderspermien die einzige Option.


    Geschrieben von E. Breitbach am 24. Dezember 2008 um 23:56
  18. @marnie: Man kann erst einmal nur auf das Ergebnis des zweiten Spermiogramms warten. Gut sind die Werte nicht und im Zusammenhang mit Ihrem Alter sind die Chancen eher schlecht, so dass man Ihnen zu einer künstlichen Befruchtung raten könnte.


    Geschrieben von E. Breitbach am 24. Dezember 2008 um 23:58
  19. @ekko: Wenn man keine Spermien im Ejakulat hat (Azoospermie) wird man erst mit einer Untersuchung der Hoden, Blutentnahmen Chromosomenuntersuchung nach den Gründen forschen müssen,wie es weiter oben in den Kommentaren auch erwähnt wurde. Evtl. ergibt sich die Möglichkeit mit einer Biopsie aus dem Hoden Spermien zu gewinnen, die man dann für eine künstliche Befruchtung verwenden könnte


    Geschrieben von E. Breitbach am 25. Dezember 2008 um 00:03
  20. @carine81
    Bin zwar kein Arzt, aber sehr interessante Informationen und Erklärungen habe ich unter:
    http://www.agma.med.uni-giessen.de/spermiogramm/start.html gefunden

    Viel Erfolg


    Geschrieben von M. Ring am 5. März 2009 um 10:46