IVM

In vitro Maturation

Üblicherweise erfolgt bei einer Reagenzglasbefruchtung eine Hormonbehandlung, welche eine Reifung mehrerer Eibläschen bewirkt, aus denen dann die reifen Eizellen entnommen werden, um sie im Reagenzglas zu befruchten (IVF).

Es gibt Frauen, bei denen aufgrund einer Eizellreifungsstörung (PCO-Syndrom) eine Überempfindlichkeit gegenüber diesen Hormonen besteht, einhergehend mit einem hohen Risiko für ein Überstimulationssyndrom. Bei der IvM erfolgt nur eine dreitägige hormonelle Stimulation mit Follikelstimulierendem Hormon (FSH). Die unreifen Eizellen werden dann punktiert und „in vitro“, also im Reagenzglas weiter nachgereift. Dies geschieht durch eine zusätzliche Gabe von Hormonen zu dem Kulturmedium, in dem sich die Eizellen befinden. Erst nach zwei Tagen erfolgt dann eine ICSI zur Befruchtung der Eizellen.

Wer kann von der Methode profitieren?

Gegenwärtig ist diese Methode nur sinnvoll für Frauen, die prinzipiell eine Hormonbehandlung ablehnen und für Patientinnen < 37 Jahren, die durch ein PCO-Syndrom trotz angepasster Stimulation zu einem Überstimulationssyndrom neigen. Möglicherweise wird die Behandlung auch für jene reizvoll sein, die aus Kostengründen auf Hormone verzichten möchten.

Erfolgsraten

Möglicherweise kann bedingt durch Berichte in der Laienpresse der Eindruck entstehen, dass die IvM eine generell erfolgversprechende oder gar bessere Methode ist und dies für alle Frauen, die sich einer IVF oder ICSI unterziehen müssen. Dies ist nicht der Fall, sie ist experimentell und gegenwärtig deutlich weniger erfolgreich.

Zuletzt bearbeitet am: 18. Sep 2010 @ 11:49

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