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Bei einer Reagenzglasbefruchtung werden nur maximal drei Embryonen zurückgegeben, daher ist nur die Entstehung von Drillingen möglich. Wenn eine hormonelle Stimulation vor Verkehr oder einer Insemination erfolgt, dann sind höhergradige Mehrlinge möglich. Insbesondere bei schlechter Überwachung kann es dann zu solchen Fällen kommen, wie sie gelegentlich in der Presse beschrieben werden (7-linge, 8-linge). Wenn auch Zwillinge und Drillinge von einem verantwortungsbewußten Arzt möglichst vermieden werden, so sind solche Berichte ein Zeichen für einen krankhaften Erfolgswillen bei Arzt und Patientin, die in einer modernen Reproduktionsmedizin nichts zu suchen haben.
Wenn keine Hormontherapie erfolgt, dann können natürlich auch Mehrlinge auftreten. Die Häufigkeit errechnet sich nach der “Hellinschen Regel”:
Bei der Reagenzglasbefruchtung sind diese Zahlen wesentlich höher. Das Deutsche IVF-Register gibt für das Jahr 2000 folgende Zahlen heraus: Ca. 75% der Schwangerschaften nach IVF und ICSI sind Einlingsgeburten, 23,87% (IVF) bzw. 21,65% (ICSI) sind Zwillingsgeburten und 2,56% bzw. 2,11% sind Drillinge (für das Jahr 1999: > 4% !). Sogar Vierlinge traten auf, jedoch insgesamt “nur” in zwei Fällen, was aber immerhin 0,03% entspricht.
Für andere reproduktionsmedizinische Maßnahmen gibt es keine zuverlässige Statistik, jedoch sind die Zahlen auch hier deutlich höher als bei normal entstandenen Schwangerschaften.
Vieles. Es muss einem klar sein, dass Drillinge eine ökonomische und soziale Katastrophe darstellen. Die finanziellen Belastungen sind einem Kinderwunschpaar, das mit den Worten “Hauptsache schwanger” in die Therapie geht, im Vorfeld meist nicht klar und auch nicht die Tatsache, dass die Beanspruchung durch die Kinder die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte erschwert oder gelegentlich sogar unmöglich macht. Mal ehrlich, wer lädt eine Familie mit drei Kleinkindern mal eben zum Kaffeetrinken ein? Eben. Im Vordergrund stehen aber die medizinischen Risiken:
Eines vorweg: Dieses oben genannte Szenario gilt hauptsächlich für die Drillingschwangerschaften, mit einer angemessenen Betreuung führen Zwillingschwangerschaften oft zu einer normalen Entbindung am Termin und zwei gesunden Kindern.
Aber Drillinge zu vermeiden sollte dem betroffenen Paar und dem Arzt wichtiger sein als eine Schwangerschaft. Dazu noch einmal ein paar interessante Daten aus dem “Deutschen IVF-Register”: Bei Frauen bis zu einem Alter von 35 Jahren konnte die Schwangerschaftsrate durch die Zurückgabe von drei statt zwei Embryonen von 33,95% auf 34,62% “gesteigert” werden (IVF) bzw. von 32,19% auf 32,81% (ICSI). Die Mehrlingsrate erhöhte sich jedoch deutlicher: von 23,87% auf 27,99% (Zwillinge) bzw. von 0,2% auf 5,36% (Drillinge). Die Konsequenz dieser Zahlen liegt auf der Hand: der Transfer von mehr als zwei Embryonen sollte bei Frauen <36 nur in absoluten Ausnahmefällen durchgeführt werden.
Grundsätzlich sollte man diese auch möglichst vermeiden. In Deutschland haben wir “nur” ein gesetzliches Problem: Da die Auswahl der Embryonen, welche zum Transfer weiterkultiviert werden sollen, bereits am Tag nach der Eizellentnahme im sogenannten Vorkernstadium erfolgen muss, ist die Überlebensfähigkeit der Embryonen schwerer abzuschätzen als in anderen Ländern, wo man diese Auswahl sehr viel später durchführen kann. Gäbe es diese Regelung nicht, könnten möglicherweise häufiger ideale Embryonen ausgewählt werden und dann auch mit dem Transfer nur eines Embryos bessere Schwangerschaftsraten erreicht werden.
[...] Schwangerschaftsrisiken sind bei Mehrlingsschwangerschaften deutlich erhöht, insbesondere treten Frühgeburten mit all ihren Folgen häufiger auf. [...]
[...] habe ich immer erklärt, dass dies nichts mit der geplanten Behandlung zu tun hat, da diese Mehrlingsschwangerschaften meist darauf zurückzuführen sind, dass die Frauen nicht nur eine heranreifende Eizelle [...]
[...] Kekulé (Professor für Medizinische Mikrobiologie) im Tagesspiegel beschäftigt sich mit Mehrlingsschwangerschaften nach Kinderwunschbehandlungen und natürlich auch mit dem Fetozid, der überzählingen [...]
[...] Das ist zumindest für mich der erste Bericht über eine solch hochgradige Mehrlingsschwangerschaft bei der alle Kinder überlebten. Auch das Geburtsgewicht ist für eine solche [...]
[...] of Pennsylvania weist jedoch darauf hin, dass diese Praxis unethisch ist, da höhergradige Mehrlingsschwangerschaften ein hohes Risiko für Mutter und Kind darstellen. Dauerhafte Einschränkungen der [...]
[...] sind - so auch meine damalige Antwort - Mehrlinge immer vor allem ein medizinisches Problem und keines der individuellen Weltanschauung oder Religion. Aber man kann den Eindruck gewinnen, [...]
[...] beste Möglichkeit, Mehrlinge zu vermeiden ist bei der künstlichen Befruchtung die Rückgabe von nur einem Embryo, also [...]
[...] man zu viele Embryonen bei einer IVF oder ICSI transferiert, dann ist das Risiko für Mehrlinge erhöht, mit absteigender Anzahl an Embryonen sinkt die Chance auf eine [...]
[...] unter 35 Jahren nur einen Embryo im Rahmen der künstlichen Befruchtung zu transferieren, um Mehrlingsschwangerschaften und die damit einhergehenden Risiken zu vermeiden. Da in Kanada die Kosten jedoch von den Patienten vollständig selbst getragen [...]
[...] entstanden sei und nicht durch eine künstliche Befruchtung. Bei den meisten hochgradigen Mehrlingsschwangerschaften ist dies der Fall, denn nicht die IVF, sondern eine unkontrollierte hormonelle Stimulation der [...]
[...] der Hauptsache ist dies darauf zurückzuführen, dass nach der künstlichen Befruchtung Mehrlingsschwangerschaften und deren Folgerisiken häufiger vorkommen. Aber auch bei Einlingsschwangerschaften ist das [...]
[...] einer künstlichen Befruchtung einpflanzen lassen, um einen guten Kompromiss zwischen erhöhtem Mehrlingsrisiko und Erfolgschancen einzugehen? Diese Frage treibt viele Paare um und ich hatte hier schon vor [...]