Puregon


Puregon enthält Follitropin Beta (gentechnologisch gewonnenes rekombinantes FSH) und wird zur Stimulation im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eingesetzt. Es muss subcutan gespritzt werden (Anleitung zum Selber Spritzen).

Im Bedarfsfall lässt sich Puregon mit Luveris oder mit MenogonHP im Stimulationsprotokoll kombinieren, falls LH-Zusatz zur besseren Qualität der erhaltenen Eizellen beitragen soll. Da der FSH-Anteil am Gesamtprotein 97% beträgt, ist das Risiko allergischer Reaktionen recht gering.

Hersteller

Organon

Darreichungsformen

Ampullen zu 100 IE und Pen mit Patronen zu 300IE, 600IE und 900IE kühl zu lagern (maximal 28 Tage außerhalb des Kühlschrankes). Überfüllung: Das bedeutet, dass in den Patronen für den Pen mehr drin ist als draufsteht und zwar ca. 100 Einheiten mehr.

Tipp zum Sparen von Puregon: Da in den Ampullen mehr drin ist, kann man die Ampullen bis auf den letzten Rest verbrauchen. Wenn für die letzte Injektion nicht mehr genügend Substanz vorhanden ist, dann stoppt der Pen an dieser Stelle und nach Einlegen einer neuen Ampulle kann man dann den Rest spritzen.

Nebenwirkungen

Mehrlingsschwangerschaften und Überstimulationssyndrom in verschiedenen Schweregraden und abhängig von der Dosierung, sehr selten allergische Reaktionen und lokale Reaktionen an der Einstichstelle.

Angaben aus dem Wirkstoffdossier Follitropin beta

Die Häufigkeit von Mehrlingsschwangerschaften nach Anwendung der Technik der assistierten Konzeption steht im Zusammenhang mit der Anzahl transferierter Embryonen. Bei Patientinnen, die sich einer Stimulationsbehandlung unterziehen, ist die Häufigkeit einer Mehrlingsschwangerschaft bzw. Mehrlingsgeburt im Vergleich zur natürlichen Konzeption erhöht.

Die Anzahl der Fehlgeburten und Aborte ist unter FSH höher als bei der Durchschnittsbevölkerung, liegt aber in ihrer Häufigkeit in der für Patientinnen mit anderen Fertilitätsproblemen allgemein bekannten Größenordnung.


Zuletzt bearbeitet am: 18. Sep 2010 @ 19:52

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