Hormonelle Unterstützung der Gelbkörperfunktion
Die medikamentöse Unterstützung der Gelbkörperphase ist eine in der Kinderwunschbehandlung weit verbreitete Maßnahme. Bei der Reagenzglasbefruchtung ist es auch dringend erforderlich, da durch die meist durchgeführte Downreguation mit Auschaltung der Hirnanhangsdrüse die Gelbkörper nicht ausreichend zur Produktion von Progesteron angeregt werden. Aber auch sonst wird die zusätzliche Gabe von Gelbkörperhormonen häufig durchgeführt.
Gabe von Progesteron
Die einfachste Methode ist die Gabe von Gelbkörperhormonen (Progesteron) in der zweiten Zyklushälfte. Dabei werden Medikamente, welche Gelbkörperhormone enthalten (z. B. Utrogest, Crinone, Duphaston) nach dem Eisprung , der Insemination oder dem Transfer gegeben, um ein evtl bestehendes Hormondefizit auszugleichen.
Progesteron und Östrogene gleichzeitig
Eine weitere Methode besteht in der Gabe von Gelbkörperhormonen zusammen mit Östrogenen. Bei dieser Therapie (z. B. Gynodian depot) wird berücksichtigt, daß der Gelbkörper nicht nur das nach ihm benannte Gelbkörperhormon produziert, sondern auch Östrogene, die dann konsequenterweise auch ersetzt werden.
hCG-Gabe
HCG ist das Schangerschaftshormon und wird unter anderem auch zum Auslösen des Eisprungs eingesetzt aber auch zur hormonellen Unterstützung in der zweiten Zyklushälfte. Durch die Gabe dieses Hormons wird der Gelbkörper zusätzlich zur Produktion von Gelbkörperhormonen angeregt, die Eigenleistung wird unterstützt (”Hilfe zur Selbsthilfe”). Wichtig hierbei ist die Berücksichtigung eines evtl. bestehenden Überstimuationssyndroms, welches durch die hCG-Gabe verstärkt werden kann.
Keine Gelbkörperhormone ab der zwölften Schwangerschaftswoche
Unklar ist, wie lange man diese Medikamente geben sollte. Manche Experten empfehlen die Gabe bis zu 12. Schwangerschaftswoche, andere bis zur 8. oder 9. Schwangerschaftswoche. Sicher ist, daß spätestens in der 12. Schwangerschaftswoche der Gelbkörper an Bedeutung verliert, da dann der Mutterkuchen (Plazenta) die Gelbkörperhormon-Produktion übernimmt

Mr Wong
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Web News
Yigg
Dienstag, 3 Oktober 2006 um 18:47
[...] Das Prinzip In der zweiten Zyklushälfte wird der Patientin ca. eine Woche nach dem Transfer der Embryonen im Rahmen der IVF ein GnRH-Analogon (Decapeptyl 0,1) verabreicht, welches bei langfristiger Wirkung die Funktion der Hirnanhangsdrüse unterdrückt (Downregulation), jedoch bei einmaliger und kurz wirksamer Gabe zum gegenteiligen Effekt führen kann, nämlich der Ausschüttung der Hormone LH (eisprungauslösendes (luteinisierendes) Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) aus der Hirnanhangsdrüse. Diesen Effekt hat man bisher vornehmlich bei Patientinnen genutzt, welchen ein Überstimulationssyndrom drohte und bei denen die übliche Gabe von hCG zur Anregung der Gelbkörperhormonproduktion zu risikoreich erscheint. [...]
Montag, 16 Juli 2007 um 23:35
[...] wird vermutet, dass bei IVF und ICSI eine Unterstützung der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) hilfreich sein kann. Obwohl keine klassische Gelbkörperschwäche besteht, [...]
Dienstag, 15 Januar 2008 um 23:36
[...] welchen ein Überstimulationssyndrom drohte und bei denen die übliche Gabe von hCG zur Anregung der Gelbkörperhormonproduktion zu risikoreich [...]