Brevactid


Brevactid enthält HCG (Humanes Choriogonadotropin). Es muss gespritzt werden und eine Ampulle enthält 1.500 Einheiten (IE) oder 5.000 Einheiten, wobei letzteres meist in der Kinderwunschbehandlung eingesetzt wird. Brevactid ist das Nachfolgepräparat des Choragon des gleichen Herstellers und ist hochgereinigt, enthält also weniger nichtwirksame Beimengungen und ist besser verträglich.

Mit diesem Medikament wird der Eisprung ausgelöst, wenn ein reifes Eibläschen (Follikel) vorhanden ist. Wird es zeitgerecht gegeben, dann tritt der Eisprung üblicherweise nicht vor Ablauf von 36 Stunden ein. Bei der künstlichen Befruchtung werden meist 10.000 Einheiten gespritzt, bei anderen Behandlungen reichen 5.000 Einheiten.

Der Packungsbeilage zufolge muss es in den Muskel (i. m.) gespritzt werden, jedoch ist auch die Gabe unter die Haut (subcutan; s.c.) möglich, auch wenn es nicht im Beipackzettel steht (Anleitung zum Selberspritzen).

Später, zur Gelbkörperunterstützung können jeweils 2500 IE nach 3 und nach 6 Tagen nachgespritzt werden, alleine oder in Kombination mit Progesteron (Crinone oder Utrogest). Alternativ ist die einmalige Gabe von 5000 Einheiten möglich.

Hersteller

Ferring

Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
Nach einer kombinierten Gonadotropin/Choriongonadotropin- oder Clomifen/Choriongonadotropin-Behandlung kann eine Überstimulierung der Ovarien eintreten. Dies kann zu einem Überstimulationssyndrom mit Ovarialzysten und Aszites, sowie in extrem schweren Fällen zu Hydrothorax und Thrombosen führen. Die Nebenwirkungen können bei Eintritt einer Schwangerschaft verstärkt werden.

Während der Choriongonadotropin-Therapie kann eine vorübergehende oder auch persistierende Schwellung der Brust als Folge der Östrogenfreisetzung auftreten. Unter der Choriongonadotropin-Therapie kann es als Folge der Stimulierung der Testosteronsekretion zur Akne und Wassereinlagerung kommen.

Foto von stevendepolo


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