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Orgalutran


Orgalutran ist ein Medikament, welches zur Gruppe der GnRH-Antagonisten gehört und 0,25mg Ganirelix für die tägliche Anwendung enthält. Es sollte subcutan bevorzugt in die Oberschenkel gespritzt werden, dabei jeden Tag die Stelle wechseln. Der Abstand zwischen 2 Orgalutran-Injektionen sowie der letzten Orgalutran-Injektion und der HCG-Dosis zur endgültigen Ausreifung der Follikel darf 30 Stunden nicht überschreiten, sonst droht ein vorzeitiger Eisprung. Die Substanz hat also eine ziemlich kurze Wirkdauer.

Normalerweise kann standardisiert ab dem 6. Tag der Stimulation jeden Tag einmal 0,25mg injiziert werden bis zum Tag des Auslösens. Beim variablen Schema wird der Anwendungsbeginn per Ultraschallkontrolle festgelegt (wenn der Leitfollikel bei 14mm angekommen ist). So setzt die Down-Regulation während des Antagonisten-Protokolls erst relativ spät während der Stimulation ein.

Orgalutran sollte immer etwa gleichzeitig mit den Spritzen zum Stimulieren gespritzt werden, jedoch nicht damit gemischt und an eine andere Körperstelle. Wird Orgalutran nachmittags oder abends gespritzt, ist die letzte Spritze am Nachmittag oder Abend des Vortages der HCG-Dosis zu geben, ist es immer morgens, wird am Tag der Auslösung selbst morgens noch gespritzt.

Hersteller

Organon

Nebenwirkungen

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 10%):
Ganirelix kann an der Injektionsstelle eine lokale Hautreaktion (vorwiegend Rötung mit oder ohne Schwellung) hervorrufen. In klinischen Studien lag eine Stunde nach verabreichter Injektion die Häufigkeit des Auftretens von zumindest einer einmaligen mittelschweren oder schweren lokalen Hautreaktion pro Behandlungszyklus bei Patientinnen, die mit Ganirelix behandelt wurden, bei 12% und bei Patientinnen, die mit einem Gn RH- Agonisten behandelt wurden, bei 25%. Die lokalen Reaktionen klingen üblicherweise binnen 4 Stunden nach der Anwendung ab.

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (1–10%):
Kopfschmerzen und Übelkeit.

Seltene unerwünschte Wirkungen (< 1%):
Schwindel, Asthenie und Unwohlsein.

Unerwünschte Wirkungen, Einzelfälle:
Ein Fall einer Verschlechterung eines Ekzems nach der ersten Ganirelix-Dosis wurde berichtet.

Unerwünschte Wirkungen, ohne Angabe der Häufigkeit:
Andere Nebenwirkungen sind der kontrollierten ovariellen Hyperstimulation im Rahmen der ART zuzuschreiben, z.B. Bauchschmerzen, OHSS, ektope Schwangerschaft und Fehlgeburt.



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