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Die Eizelle ist von einer festen Umhüllung umgeben, der sogenannten “Zona pellucida”, der Glashaut. Nach der Befruchtung teilen sich die Zellen des Embryos zunächst innerhalb dieser Umhüllung und ohne Substanzzunahme. Ungefähr am 5. Tag nach dem Eisprung ist das “Blastozystenstadium” errreicht, d. h. im Inneren des Embryos beginnt sich ein Hohlraum auszubilden. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Embryo die Zona pellucida verlassen muß, um sich einnisten zu können; der Embryo “schlüpft” (engl.: hatching). Auf dem Bild links sehen Sie einen Blastozysten vor und während des Schlüpfvorgangs. Es handelt sich hierbei also um einen natürlichen Vorgang.
Mit dem “Assisted Hatching” (=Schlüpfhilfe) wird versucht, dem heranwachsenden Embryo das Verlassen der Zona pellucida zu erleichtern. Dazu wird die Umhüllung angeritzt oder ausgedünnt. Auf dem linken Bild sehen Sie eine Eizelle, welche mit einem Laser gehatcht wurde, die Ausdünnung der Zona pellucida ist bei 2 ° ° Uhr erkennbar (Bild mit freundlicher Genehmigung von kinderwunsch.com übernommen). Es ist wichtig, daß die der Defekt in der Glashaut genau die richtige Größe aufweist. Ist diese zu gering, kann der Embryo steckenbleiben und der Schlüpfvorgang wird nicht regelrecht abgeschlossen. Eine Einnistung bleibt dann ganz aus. Das “Assisted Hatching” kann mit Hilfe verschiedener Techniken erfolgen:
Nach wie vor ist die Wirksamkeit des “Assisted Hatching” umstritten. Studien, welche eine Verbesserung der Einnistung nachweisen gibt es ebenso wie solche, die eine Verbesserung der Schwangerschaftsraten nicht nachweisen können. Es mag jedoch auch an den unterschiedlichen Studienanordnungen liegen und insbesondere den unterschiedlichen Techniken, die zur Anwendung kamen. Studien mit Lasertechnik waren bisher überwiegend überzeugend. Jedoch gibt es unter den Reproduktionsmediziniern mittlerweile einen großen Konsens darüber, daß bei betimmten Indikationen das Assisted Hatching hilfreich sein kann:
Eine Analyse von Studien zu diesem Thema, die in einem Cochrane-Database Review zusammengefasst wurden, ergab sich kein wesentlicher Vorteil für die Methode (Hier die Studie in den News). Die Schwangerschaftsraten scheinen zwar höher zu sein als ohne Hatching, jedoch gibt es keinen nachweis dafür, dass auch die Anzahl der Lebendgeburten höher ist [1].
Bei allen Techniken besteht die Gefahr einer Verletzung des Embryos, bei enzymatischen Techniken kommt zudem der ungeklärte Einfluss des Enzyme auf den Embryo hinzu. Des weiteren ist unklar, inwieweit sinnvolle natürliche Einnistungshindernisse überwunden werden und Embryonen zur Einnistung verholfen wird, die z. B. genetische Auffälligkeiten aufweisen. Es wurde in entsprechenden Studien der gegenwärtig noch nicht bestätigte Verdacht geäußert, daß Embryonen mit auffälligen Chromosomensätzen (Aneuploidie) häufiger verdickte Eizellhüllen aufweisen.
[1] Seif M, Edi-Osagie E, Farquhar C, Hooper L, Blake D, McGinlay P, Seif M.
Assisted hatching on assisted conception (IVF & ICSI)
Cochrane Database Syst Rev. 2005 Oct 19;(4):CD001894
[...] Frage, ob das Anritzen der Eizellhülle zur Erleicherung der Einnistung (Assisted Hatching=AH) tatsächlich zu einer verbesserten Einnistung bei einer künstlichen Befruchtung [...]
[...] “Assisted Hatching” bedeutet, dass die Hülle des Embryos eingeritzt wird, um das Schlüpfen des Embryos zu erleichtern. Mehr dazu im entsprechenden Theorie-Kapitel dieser Seite. Die Methode ist jedoch umstritten und welche Paare davon profitieren können ist weiterhin unklar. [...]
[...] sogenannten “Assisted Hatching” wird die Hülle des Embryos eingeritzt, um das Schlüpfen des Embryos zu [...]