6. Woche

In der 5. Schwangerschaftswoche sieht man im Ultraschall nur einen kleinen schwarzen Punkt von weniger als einem Zentimeter Durchmesser. Die Übergänge sind natürlich fließend und auch die Messungen fallen unterschiedlich aus. Jeder Arzt misst ein wenig anders. Daher finden Sie hier auch einige Bilder, die denen aus der 5. Schwangerschaftswoche entsprechen. Zum Vergößern klicken Sie bitte direkt auf das jeweilige Bild.

Im Verlauf der sechsten Woche kann man oft embryonale Strukturen erkennen. Als erstes den Dottersack, später dann auch den Embryo selbst. Der Zeitpunkt dafür hängt nicht zuletzt auch von der Auflösung des Ultraschallgeräts und der Lage des Embryos ab.

Der Dottersack ist ein mit Nährstoffen gefülltes Anhängsel, welches mit dem Darm des Embryos verbunden ist und diesen in den ersten Lebenswochen ernährt. Auch die ersten Blutgefäße und Blutzellen werden hier produziert. Die Blutzellenproduktion wird ab der 8. Schwangerschaftswoche von Leber und Milz übernommen und der Dottersack verschwindet dann allmählich.

5_1_2.jpgZweiter Tag der sechsten Schwangerschaftswoche (5+2 SSW). Hier sieht man deutlich die schwarze Fruchthöhle, der Embryo lässt sich noch nicht erkennen. Man sieht aber ebenfalls sehr deutlich, dass es sehr darauf ankommt, wie der Arzt bei der Untersuchung die Messpunkte setzt. Man hätte hier sicherlich auch ein paar Millimeter mehr herausholen können.
5_3_1.jpg5+3 SSW. Dieser Befund ist eher typisch für die Mitte der sechsten SSW. Meist stellt sich die Fruchthöhle nun nicht mehr ganz rund wie in der 5. SSW dar, sondern erscheint leicht queroval. Hier wurde zwar nicht gemessen, aber in Relation zur Gebärmuttergröße kann man den Durchmesser der Fruchthöhle auf ca. einen Zentimeter schätzen. Auch hier ist der Embryo noch nicht erkennbar.
5_3_2.jpg5+3 SSW. Hier ist gut erkennbar, dass der Durchmesser der Fruchthöhle ein recht variabler Parameter sein kann. Die Messung erfolgte in zwei Durchmessern: Quer 4 Millimeter und längs 8. Die querovale Form ist gut erkennbar, jedoch könnte man diese Fruchthöhle für etwas zu klein halten. Das ist jedoch nicht der Fall, was insbesondere an einem kleinen weißen Fleck erkennbar ist (am oberen Rand neben dem Messpunkt), welches dem Embryo entspricht. Ein klein wenig Phantasie ist für den Laien da schon notwendig, um das zu erkennen ;-)
5_4_2.jpg5+4 SSW. Auch hier ist Phantasie notwendig, aber man sieht am linken Rand einen weißen Schatten, der dem Dottersack entspricht, einer kleinen Ringstruktur, die dem eigentlichen Embryo anhängt. Interessant ist hier auch die unregelmäßig begrenzte schwarze Fläche rechts unten gleich am Schallkopf. Dies ist noch Flüssigkeit, welche sich hinter der Gebärmutter befindet, vermutlich im Zusammenhang mit einem Überstimulationssyndrom.
5_5_1.jpg5+5 SSW. Die Fruchthöhle ist hier 1,1 Zentimeter groß und man erkennt hier den Dottersack schon etwas deutlicher (links die weißlichen Reflexe in der dunklen Fruchthöhle).
5_5_2.JPG5+5 SSW. Hier ist der Dottersack nun sehr deutlich zu sehen (man sieht hier auch, wie wichtig die Qualität der Ultraschallgeräts sein kann. Der Dottersack wurde hier vermessen und hat einen Durchmesser von 3 Millimetern. Der Embryo ist auf diesem Billd noch nicht davon abgrenzbar.
5_6_1.jpg5+6 SSW. Auf diesem Bild kann man nun beides sehen: Den Dottersack und den Embryo, der praktisch darauf liegt und mit immerhin 3 Millimetern vermessen wird.