Schlaganfallrisiko, Hebammenstudie und große Füße


Die Risiken einer Schwangerschaft sind bei älteren Frauen höher. Nicht jedoch das Risiko für einen Schlaganfall. Und: Manche Frauen müssen nach der Schwangerschaft ihren Schuhschrank räumen. Die gute Nachricht: Für neue Schuhe.

Schlaganfallrisiko in der Schwangerschaft steigt nicht mit dem Alter

Für älteren Frauen ist eine Schwangerschaft riskanter als für jüngere Frauen, das ist ja klar, oder? Falsch. Klar ist, wie so oft, nicht wirklich vieles. Eine Studie der New Yorker Columbia-Universität belegt jetzt, dass zumindest das Risiko eines Schlaganfalls während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung für jüngere Frauen höher ist.

Normalerweise steigt zwar mit zunehmendem Alter die Häufigkeit von Schlaganfällen, und auch die Schwangerschaft an sich steigert das Schlaganfallrisiko. Bei einer von Eliza Miller von der Columbia-Universität durchgeführten Analyse stellte die Forscherin jedoch fest, dass sich für Frauen ≤ 24 Jahren das Schlaganfallrisiko während der Schwangerschaft oder in den Wochen nach der Entbindung verdoppelte. Für Frauen zwischen 25 und 34 Jahren war das Risiko um 60 % höher; bei Frauen über 35 Jahren zeigte sich aber kein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Natürlich kommt es in dieser Altersgruppe prinzipiell öfter zu Schlaganfällen, aber eine Schwangerschaft scheint das Risiko nicht noch zusätzlich zu erhöhen.

Die Studie wurde im Oktober 2016 in der Fachpublikation JAMA Neurology veröffentlicht.

Hebammenstudie in Nordrhein-Westfalen

Die Bochumer Hochschule für Gesundheit (hsg) will die geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen untersuchen.

Nicola Bauer, die Leiterin des Studienbereichs Hebammenwissenschaft an der hsg sagt: „Bislang wissen wir leider zu wenig über die gesundheitliche Versorgung von Frauen in der Lebensphase von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und der frühen Familienphase durch Hebammen – aus Sicht der Frauen wie auch aus Sicht der Hebammen selbst“.

Damit sich das jetzt ändert, soll mit einer Studie jetzt gezeigt werden, wie Frauen Hebammenleistungen tatsächlich in Anspruch nehmen. ‚Außerdem soll die Zahl der Hebammen, die von ihnen angebotenen Leistungen und ihre Tätigkeitsfelder (in Krankenhäusern und außerhalb davon) ermittelt werden.

Mit dieser Studie, die vom Landeszentrum Gesundheit NRW mit 400.000 Euro unterstützt wird, setzt die hsg eine Empfehlung des Runden Tisches Geburtshilfe um, der das Fehlen von Daten zur Hebammenversorgung in Nordrhein-Westfalen bemängelt hat.

Große Füße durch die Schwangerschaft?

Werden die Füße in der Schwangerschaft wirklich größer? Und vor allem – wenn sie größer werden, bleiben sie dann so?! Dieser brennenden Frage geht aktuell das Online-Portal von t-online nach und kommt zu dem Schluss: Ja, sie werden größer, und ja, oft bleiben sie so.

Schuld an den größeren Schwangerschaftsfüßen ist vor allem das während der Schwangerschaft eingelagerte Wasser. Zudem lockert das Hormon Progesteron nicht nur die Gebärmutter, damit der Fötus hineinpasst, sondern auch alle anderen Gewebe. Die Füße sind also sozusagen einfach „lockerer“.

Nach der Entbindung ändert sich das mit dem normalisierten Hormonhaushalt in der Regel wieder. Es kann jedoch durch den erhöhten Druck auf das Fußgewölbe dazu kommen, dass dieses richtiggehend durchgedrückt wird, die Füße also platter und damit länger und breiter sind. Im schlimmsten Fall muss das dann orthopädisch behandelt werden – womit das Drama der Suche nach passenden und möglichst auch noch schicken Schuhen übrigens erst so richtig beginnt!

Foto von Hugo y Charli


Das könnte Sie auch interessieren