Schwangerschafts-Apps: Nicht verlässlich


Google wird sicher nicht wissen, wann der Eisprung ist, aber spezielle Apps wissen es oft ebenso wenig.

Wer schwanger werden möchte – oder aber eine Schwangerschaft vermeiden will – sollte sich nicht unbedingt auf die Hilfe entsprechender Smartphone-Apps verlassen. Im Rahmen einer US-amerikanischen Studie an knapp 100 solcher Apps hat ergeben, dass die meisten davon nicht auf wissenschaftlich belegbaren Methoden basieren.

Unter der Leitung von Dr. Marguerite Duane von der Georgetown University in Washington D.C. untersuchte ein Forscherteam Smartphone-Apps, mit denen Frauen ihre Fruchtbarkeit verfolgen und fruchtbare Tage identifizieren können. Das geschieht durch die Eingabe bestimmter Fruchtbarkeits-Marker, wie etwa der Basaltemperatur und der Beschaffenheit des Zervixschleims, und den Daten der Menstruation. Also grundsätzlich auf Parametern, die auch in der natürlichen Familienplanung Anwendung finden.

Nur 6 der knapp 100 auf iTunes und Google Play erhältlichen Apps waren akkurat oder zeigten zumindest keine fruchtbaren Tage als unfruchtbar an. Dr. Duane führt das hauptsächlich darauf zurück, dass die Apps keine Schulung im Erkennen und Einordnen der Fruchtbarkeitsanzeichen bieten. Ausführliche Details zur Studie findet man hier.

Deswegen raten wir auch zur Anwendung unserer Online-Temperaturkurve, die man dann im Zyklusforum mit anderen Userinnen besprechen kann.

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