Ernährung in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt? Was ist verboten?


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Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft ist eine Wissenschaft für sich und das Schlimmste: Es gibt keine einheitlichen Empfehlungen.

Die Schwangerschaft kann auch für Frauen, die bisher gefestigt in ihrer Ernährung waren, aus dem Tritt bringen: Mehr hiervon essen, dafür davon komplett vermeiden, ausreichend von Lebensmittel X, Genussmittel Y vielleicht, vielleicht auch nicht, und Gemüse Z gern in größeren Mengen, aber dann nur komplett durchgegart, und auf keinen Fall für Zwei essen!

Welche Lebensmittel sind verboten?

Zuerst mal: „Verboten“ ist gar nichts. Es gibt Lebensmittel, die zwar der Schwangeren nicht schaden, für den Fötus aber gefährlich werden können. Ob die Schwangere darauf achtet oder nicht ist ihre eigene Sache.

Die potenziell gefährlichen Lebensmittel sind in der Regel Produkte, die mit Krankheitserregern belastet sein können. So kann es etwa zu Salmonelleninfektionen, Listeriose, Hepatitis A oder Toxoplasmose kommen.
Für Fleisch und Fisch gilt deswegen, dass schwangere Frauen Fleisch und Fisch immer nur komplett durchgegart verzehren sollten. Auch (kalt-)geräucherte Fleisch- und Fischgerichte können gefährlich sein.
Milchprodukte und Eier sollten ebenfalls nur in pasteurisierter bzw. komplett durchgegarter Form genossen werden.
Obst und Gemüse kann roh gegessen werden, muss aber vorher immer sorgfältig gewaschen werden. Vorgewaschene bzw. –geschnittener Salat oder Obst sollte vermieden werden; auch darauf könnten sich auch bei hygienischster Herstellung wieder Keime angesiedelt haben.
Eine praktische und kurze Übersicht über Ernährung in der Schwangerschaft gibt es bei T-Online.de.

Was ist erlaubt?

„Erlaubt“ ist, wie man dort sieht, eigentlich alles. Eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Kost ist natürlich immer wichtig, und noch mehr während der Schwangerschaft, damit Schwangere und das ungeborene Kind mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden. Ausreichend Ballaststoffe – problemlos z.B. in Form von Vollkornprodukten verfügbar – können helfen, die in der Schwangerschaft häufig auftretende Verstopfung zu vermeiden.

Schutz vor Asthma durch ballastreiche Ernährung?

Wissenschaftler der australischen Monash-Universität haben jetzt herausgefunden, dass eine ballaststoffreiche Ernährung während der Schwangerschaft eventuell dazu beitragen kann, ihre ungeborenen Kinder später vor Asthma zu schützen. Das Forscherteam um Immunologin und Mikrobiologin Dr. Alison Thorburn geht davon aus, dass eine ballaststoffreiche Ernährung die Besiedelung des Darms mit vielen unterschiedlichen Mikroben fördert, die entzündungshemmende Wirkung haben und so Asthma verhindern können.

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