Adoption

Allgemeine-Informationen zu Adoption und Pflege in Deutschland

Um in Deutschland ein Kind zu adoptieren oder in Pflege nehmen muss man ein Eignungsverfahren beim Jugendamt (JA) absolvieren. Das Verfahren an sich kann von Stadt zu Stadt unterschiedlich ausfallen, im allgemeinen ist der Ablauf aber so:

  • ein Termin zum Erstgespräch beim zuständigen Jugendamt telefonisch vereinbaren
  • Erstgespräch, mit dem beim Jugendamt zuständigen Sachbearbeiter, dabei wird einen der Ablauf einer „Adoption / Pflege? erklärt. Man bekommt die Liste der zu besorgender Unterlagen. Wird eventuell über die Termine der nächsten Vorbereitungsseminare informiert.
    *In manchen Städten ist ein Vorbereitungsseminar Pflicht, es wird meistens dann gemacht wenn viele Bewerberpaare in einer Stadt da sind, der Aufwand von Einzelnerstgeprächen wäre sonst zu hoch. Die Seminare beinhalten alle Infos zu den verschiedenen Arten der Adoption ( inkognito, halboffen, offen ), Eignungsverfahren, möglichen Schwierigkeiten, Verhaltensstörungen bei den Kindern, Umgang mit Herkunftsfamilie usw.
    *Bewerbungsunterlagen ausfüllen und Papiere sammeln, dazu gehören:
    -Bewerbungsfragebogen ( bekommt man meist beim Erstgespräch mit )
    -Lebensläufe von beiden Ehepartnern in Ausführlicher Form ( eine Art Lebensgeschichte, kein tabellarischer Lebenslauf ! )
    -Heiratsurkunde
    -Geburtsurkunden
    -Polizeiliche Führungszeugnisse (manche Jugendämter fordern diese selbst an)
    -Gesundheitszeugnisse ( können vom Hausarzt ausgestellt werden, sie sollten beinhalten, dass die Bewerber keine Ansteckenden oder Lebensverkürzenden Krankheiten haben und körperlich und psychisch in der Lage sind ein Kind zu betreuen )
    -Gehaltsnachweise ( bei manchen JAs reichen die letzten drei Lohnnachweise, manche möchten ein extra vom Arbeitgeber ausgestelltes Schreiben, in dem steht seit wann man beschäftigt ist, wie lange der Vertrag gültig ist und genaue Gehaltsangaben.) Was die Höhe der Einkünfte angeht, reicht es vollkommen, dass man genug hat um eine Familie zu unterhalten, es werden keine Reichtümer verlangt. Wichtig ist allerdings, dass man nicht hoch verschuldet ist, so, dass nicht -zumindest absehbar- die Gefahr besteht, dass das Kind von Sozialleistungen abhängig sein wird. Es reicht auch wenn einer eine feste Arbeit nachweisen kann. Das Jugendamt sieht es so oder so gerne wenn nach der Adoption ein Elternteil zu Hause bleibt, bei manchen Jugendämtern ist es sogar Voraussetzung. Haus oder Eigentumswohnungs-Hypotheken fallen nicht unter “Schulden” !!!
    -Eventuell, wenn verlangt, eine Schufaauskunft
    -Einige schöne Fotos von beiden Bewerbern ( mit Familie, im Urlaub, beim Hobby o.s.ä. Die Fotos werden benötigt, weil über die Vermittlung eines Kindes nicht nur “Eurer” Sachbearbeiter entscheidet, sondern meistens ein größeres Gremium, und da sie Euch dann nicht alle persönlich kennen, möchten sie sich anhand von Euren Unterlagen, Fotos und Aussagen des Sachbearbeiters eine Meinung über Euch bilden können.*Unterlagen beim Jugendamt einreichen*Meist folgen darauf einige Gespräche mit dem Sachbearbeiter, in den Eure Motivation zu einer Adoption besprochen wird, Probleme die auftauchen können, der Sachbearbeiter versucht dabei auszuloten wo eure Grenzen liegen was die Belastungen die mit einer ADO/Pflege zusammenhängen angeht:
    -könnt Ihr damit umgehen, dass das Kind Umgang mit der Herkunftsfamilie hat
    -wie gut könnt Ihr mit rechtlichen Unklarheiten umgehen z.B. wenn die leibliche Mutter noch kein Einverständnis zu einer Adoption gegeben hat
    -oder im Fall einer Pflege, ob Ihr damit umgehen könntet falls das Kind wieder zu der leiblichen Familie zurück müsste
    -Mit welchen Krankheiten / Verhaltenstörungen? beim Kind Ihr umgehen könnt.
    -Wie würdet Ihr auf verschiedene Vorgeschichten des Kinder reagieren ( Kinder die aus Inzest stammen, oder Vergewaltigung, Kinder aus alkoholiker Familien, Findelkinder )

    *Es findet mindestens ein Hausbesuch statt, der kann im Anschluss an die Gespräche folgen oder direkt am Anfang (war bei unserem JA so, die waren der Meinung, dass sie sich die Gespräche sparen können wenn die wohnliche Situation nicht stimmt). Der Hausbesuch dient dazu , dass sich das Jugendamt davon überzeugen kann, dass wirklich Platz für ein Kind vorhanden ist und, dass die Zustände OK sind. Gerade was Hausbesuche angeht gibt es viele Horrorgeschichten, aber in Wirklichkeit ist es halb so wild. Bei einem netten „Sachbearbeiter/ri enden sie meistens in einem gemütlichen Kaffeetrinken 😉 Wichtig ist lediglich, dass:

    • ein Kinderzimmer vorhanden ist (es gibt keine Vorschriften, was die Größe angeht, manche meinen, es sollte nicht der kleinste Raum in der Wohnung sein, aber bei der üblichen Bauweise die dafür vorgesehenen Kinderzimmer sind völlig OK)
    • “normale” Ordnung herrscht ( viele SA mögen z.B. keine sterilen Wohnungen mit Designermöbeln, da sie dann der Meinung sind, dass sich dort kein Kind wohl fühlen kann und die “Eltern” sofort Nervenzusammenbrüche bekommen wenn die Vase für x Tausend Euro zu Bruch geht
    • die Wohnung Kindergerecht ist
    • in der nächsten Zeit kein Umzug geplant ist ( wichtig damit wenn das Kind da ist keine zusätzlichen Veränderungen innerhalb von kurzer Zeit für das Kind entstehen ! )

Wenn das alles erfolgreich “überstanden” ist ( kann zwischen einem 1/2 und einem Jahr dauern) bekommt man die “Eignung” und kommt auf die Warteliste. Man sollte von da an alle paar Wochen sich beim JA telefonisch melden ( alle 6 bis 8 Wochen reicht ) ebenfalls längere Abwesenheiten oder große Änderungen melden. Hat man die “Eignung” kann man sich bei jedem beliebigen Jugendamt oder Pflegekinderdienst in Deutschland bewerben !
Für Pflegekinder sieht das Verfahren meistens gleich aus, es kann aber sein, dass für Pflegekinder-Bewerber spezielle Seminare und Fortbildungen angeboten werden an den man teilnehmen muss. Es wird dann mehr die rechtliche Problematik und Umgang mit der Herkunftsfamilie erörtert.

Die persönlichen Voraussetzungen der Bewerber

  • verheiratet, die Ehe sollte dabei schon so lange bestehen, dass man von einer stabilen Beziehung sprechen kann ( liegt im Ermessen des Sachbearbeiters wie lange das sein soll )
  • bei Pflegekindern können sich inzwischen auch Alleinstehende, unverheiratete Paare und gleichgeschlechtliche Partnerschaften bewerben.
  • zwischen dem Kind und den Eltern sollen nicht mehr als 40 Jahre Altersunterschied liegen, daraus ergibt sich, dass Bewerber über 40 Jahre meistens keine Säuglinge vermittelt bekommen (aber auch hier gibt es Ausnahmen ! )
  • da es in Deutschland wenig Kinder gibt die zu Adoption freigegeben werden sollen die Bewerber kinderlos sein, oft wird auch ein Sterilitätsnachweis verlangt. Anders sieht es bei Pflegekindern aus, dort wird es nicht ganz so streng gesehen, vor allem wenn es sich nicht um Dauerpflege handelt.
  • Dann ist noch die Sache ob man weiterhin in einer KIWU-Behandlung sein darf oder nicht und ob man da die Wahrheit sagen sollte. Die meisten JAs sehen das Ÿberhaupt nicht gerne wenn man die Behandlungen noch nicht abgeschlossen hat. Einfach aus der Angst heraus, dass die Adoption für die Bewerber dann nur noch die zweite Wahl sein könnte und eigentlich das ADO-Kind nur ein “schlechterer Ersatz” für ein leibliches Kind sein wird. Diese Frage sollte sich jeder selber beantworten und entscheiden was man sagt und was besser nicht.

Es kursieren verschiedene Horrorgeschichten über so manche abenteuerlichen Voraussetzungen die von den Bewerbern verlangt werden seitens des Jugendamtes. Es kommt tatsächlich auf das Jugendamt an, wie so ein Eignungsverfahren läuft. Da es in Deutschland wirklich nur weniger Kinder gibt, und noch weniger Säuglinge die zu einer Adoption vermittelt werden ksnnen, versuchen manche Jugendämter sehr viele Bewerber von Anfang an auszuschließen. Im Moment passiert es leider auch, dass manche Städte ein Bewerberstop haben und keine neuen mehr annehmen. Es stehen bereits 20 oder mehr Paare auf der Warteliste und es werden aber nur ein, zwei Kinder pro Jahr vermittelt.
Diese Situation ist natürlich blöd, wenn man eigentlich das Verfahren machen möchte um eine Auslandsadoption zu machen. In dem Fall muss man das dem JA direkt sagen, nehmen sie einen trotzdem nicht auf hilft nur noch sich an ein Verein zu wenden das selber das Eignungsverfahren durchführt.

Weitere hilfreiche Adressen und Links

Adoption

 

Buchtips

Adoption

Es gibt auch einige sehr hilfreiche Bücher zu dem Thema, sehr empfehlenswert finde ich die Bücher von Irmela Wiemann. Sie ist selber Sachbearbeiter beim Jugendamt und in der Adoption und Pflegevermittlung tätig. Daher sind ihre Bücher gut um die Sicht des JA zu verstehen. Zudem sind sie auch recht informativ was den ganzen Ablauf betrifft.

Sehr empfehlenswert ist der “Ratgeber Auslandsadoptio”`von Barbara Riedle. Die Adoptionswege in zahlreichen Ländern werden vorgestellt und das Buch enthält auch viele Informationen zu den Voraussetzungen, Kosten, Gesundheit, Erziehung etc.
Für Pflegekinder gibt es ein hervorragendes Buch von „Nienstedt / Westermann?„: Psychologische Beiträge zur Sozialisation von Pflegekindern in Ersatzfamilien. Es handelt sich hier um eines der wenigen Bücher auf dem Markt, die stark psychologisch orientiert sind.
Hier bitte ergänzen

Endlich: Der Anruf vom Jugendamt

Und dann ist es soweit ! :

Irgendwann, die Wartezeit kann von wenigen Tagen nach der “Eignung” bis zu paar Jahren dauern, kommt der heißersehnte Anruf vom Jugendamt! Es kommt viel darauf an in welcher Gegend man wohnt ( in ländlichen Gegenden gibt es weniger Kinder zu Vermittlung), wie alt das Kind sein soll ( je älter desto schneller geht es meistens ) und ob man adoptieren oder ein Kind in Pflege nehmen will ( Pflege geht meistens schneller als eine ADO ).

Ablauf bei vorgesehener Adoption

 

  • Anruf vom JA, dass ein geeignetes Kind da ist, Terminvereinbarung zum Gespräch bei JA.
  • Bei diesem Gespräch wird einem die Akte des Kindes vorgestellt, seine Vorgeschichte, Erkrankungen, Probleme usw. erklärt und Fotos gezeigt. Meistens wird einem paar Tage Zeit gegeben um sich das in Ruhe zu überlegen ob man bereit ist dieses Kind aufzunehmen.
  • Wenn ja, kommt es zu einer Anbahnungsphase. Bei Säuglingen kann diese Phase ausfallen d.h. man kann das Kind direkt aus dem Krankenhaus, Heim oder von seinen Kurzzeitpflegeeltern abholen. Ist das Kind schon etwas älter dauert es meistens bis zu paar Wochen in den man das Kind besuchen kann bzw. wenn es in einem Heim untergebracht ist, es auch mal abholen kann z.B. fürs Wochenende, Spazieren gehen o.S.
  • Dann kann man das Kind entgültig nach Hause holen !
  • Es folgt eine “Adoptionspflege-Zeit”. Diese Zeit ist eine Art “Probe” in der das Jugendamt schaut, dass es wirklich alles klappt und das Kind “richtig” untergebracht ist. Die Adoptionspflegezeit kann bis zu zwei Jahren dauern und wird vom Jugendamt festgesetzt.

 

  • In der Adoptionspflegezeit hat man aber schon alle Rechte und Pflichten wie bei einem leiblichen Kind ( Elternzeit, Erziehungsgeld, Kindergeld )
  • Nach dieser Zeit kommt es zu einer Gerichtsverhandlung in der man das Kind “offiziell” adoptiert.
  • Bei einer Adoption endet hiermit meistens auch die Begleitung von Jugendamt.

Ablauf bei Pflegekindern

 

  • Bis zu Abholung des Kindes läuft es zuerst fast gleich ab wie bei einer Adoption, wobei es bei der Vorstellung des Kindes mehr darum geht wie die rechtliche Situation des Kindes aussieht, welche Kontakte zu den leiblichen Eltern bestehen sollen und ob das Kind später zu der Herkunftsfamilie zurück soll oder nicht.
  • Wenn das Kind bei seiner Pflegefamilie ist, finden regelmäßig Gespräche mit dem Jugendamt statt in dem die Situation des Kindes aktuell besprochen wird ( klappt es mit dem Umgang mit den leiblichen Eltern, hat sich die rechtliche Lage geändert, gibt es Auffälligkeiten beim Kind usw. )
  • Das Sorgerecht verbleibt bei einem Pflegekind entweder noch bei den leiblichen Eltern oder das Jugendamt ist der Vormund des Kindes ( meistens ) d.h. für einige Sachen braucht man das Einverständnis des Sorgeberechtigten ( z.B. bei Auslandsurlaub, Schulwechsel, OP´s die nicht unter “Notfall” fallen, da kann man selber entscheiden ) Die Pflegeeltern bekommen in vielen Städten ein extra Ausweis in dem es steht, dass man das Kind in Pflege hat ( braucht man bei sehr vielen Gelegenheiten wie z.B. bei Grenzkontrollen )
  • Als Pflegeeltern hat man zur Zeit keinen Anspruch auf Elternzeit, Erziehungsgeld und Kindergeld, stattdessen bekommt man monatlich “Pflegegeld” vom JA gezahlt. Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem Alter des Kindes ( fängt bei ca. 600 Euro an ) Das Kindergeld wird meistens schon mit dem Pflegegeld verrechnet. Zur Zeit gibt es rechtliche Unklarheiten ob das Kindergeld den Pflegeeltern zusteht oder nicht. Aktuelle Entwicklungen kann man den entsprechenden Internetseiten entnehmen ) Zusätzlich kann man Sonderaufwendungen beantragen wie z.B. Erstausstattung, Einschulung, Weihnachten u.S.
  • Soll das Kind bei den Pflegeeltern auf Dauer verbleiben gibt es noch später, meistens kurz vor der Einschulung, die Möglichkeit gerichtlich die Änderung des Nachnamens zu beantragen. Sofern es dem Wohl des Kindes dient ( ist leider eine Auslegungssache wann es gut ist für das Kind und wann nicht ! )

Auslandsadoption

Allgemeine-Informationen zur Auslandsadoption

Zuerst ist der Weg zu einer Auslandsadoption genau so wie in Deutschland auch. Man muss das Eignungsverfahren beim Jugendamt durchlaufen ( s. o. ) um die “Eignung” zu bekommen. Die Vermittlungsstelle für die Ihr Euch dann später entscheidet, fordert von Eurem Jugendamt ein Sozialbericht über Euch und Eure Eignung. Manche wenige Vermittlungsstellen erstellen diesen Sozialbericht selber. D.h., dass man das ganze Verfahren beim Jugendamt vorher nicht machen muss, sondern direkt bei der Vermittlungsstelle. Der Sozialbereicht ist bei den Vermittlungsstellen aber kostenpflichtig. Beim Jugendamt NOCH kostenfrei. Wobei es sein kann, dass es noch dieses Jahr auch mit Kosten von ca. 1000 Euro verbunden sein wird! Danach sollte man sich auf ein Land festlegen aus dem man ein Kind adoptieren möchte. Am besten ist es wenn man zu diesem Land auch Verbindung hat oder zumindest Interesse an der „Sprache / Kultur?“ um es bei Bedarf später dem Kind auch nahe bringen zu können.

Danach kann man eine zugelassene Vermittlungsstelle aufsuchen die das weitere Verfahren leitet. Fast jede Vermittlungsstelle hat so ihre Eigenheiten und am besten ist es sich auf dessen Homepages zu Informieren. Dort steht auch wie das Verfahren bei der jeweiligen Stelle ablSuft.

Kosten Auslandsadoption

Die Kosten einer Auslandsadoption belaufen sich insgesamt auf zwischen 10000 und 20000 Euro, je nach Land und Verrmittlungstelle, darin sind enthalten:

 

  • Gebühren für die Vermittlungsstelle
  • Kosten der Übersetzungen der Papiere
  • Begleitung im Adoptionsland
  • Reisekosten und Unterbringungskosten im Land
  • Kosten im Land ( Gericht und Verwaltungskosten )

Ablauf einer Auslandsadoption bei den Vermittlungsstellen

 

  • telefonische Kontaktaufnahme ( oder per E-Mail ) die Info-Unterlagen werden einen zugeschickt.
  • Bewerbungsunterlagen abgeben, man wird somit als Bewerber registriert.
  • zuerst gibt es auch ein Termin zum Erstgespräch, danach meistens ein Vorbereitungsseminar in dem der Ablauf des Verfahrens erklärt wird, man Infos zu den Kosten und Infos über die Länder bekommt. Diese Seminare sind bei den meisten Organisationen bereits kostenpflichtig.
  • Es folgen mehrere Gespräche mit den Fachkräften der Vermittlungsstelle, Inhalte können sein:
    • Warum möchtet Ihr adoptieren ( im Prinzip die gleichen Themen wie schon beim Jugendamt für eine Adoption in Deutschland )
    • warum aus dem Ausland
    • warum aus einem bestimmten Land
    • bei Auslandsadoptionen wird auch recht häufig ein psychologisches Gutachten verlangt
  • Der Sozialbericht von “Eurem” JA wird angefordert.
  • Länderabschlussgespräch ( Festlegung für ein bestimmtes Land und die Besonderheiten einer Adoption in diesem Land werden besprochen )
  • Unterlagen zusammenstellen für das Land, die genaue Liste bekommt man von der Vermittlungsstelle ausgehändigt. Bei Auslandsadoption ist die Liste etwas länger als für eine Adoption in Deutschland u.a. kommen noch
    • Referenzschreiben, psych.Gutachten, Beglaubigungen der Unterschriften u.S. hinzu.
  • Versand der Unterlagen ins „Land / Bescheid?“ über die Aufnahme auf die Warteliste.
  • Wartezeit!!! In der Zwischenzeit bieten einige Organisationen weitere Seminare und Vorbereitungskurse.
  • KINDERVORSCHLAG an die Vermittlungsstelle > Überprüfung des Vorschlags durch das zuständige JA und das Landes JA? > Info an das Bewerberpaar > Gespräch mit den Fachkräften > das „Kind / Akte?“ wird vorgestellt > Bezeugung und die Beurkundung des Willen zu Adoption > Info an das Land.
  • Reise ins Land ( gestaltet sich je nach Land verschieden, manchmal sind auch zwei Reisen nötig, die erste zur Erledigung der Formalitäten und die zweite zur Abholung des Kindes )
  • Zurück in Deutschland muss die ausländische Adoption bei den zuständigen deutschen Behörden anerkannt werden

Im Prinzip besteht auch die Möglichkeit eine Auslandsadoption ohne eine Vermittlungsstelle durchzuführen. Dazu muss aber die Begleitung der Adoption durch das zuständige Landesjugendamt übernommen werden. Vorteil dieser Art der Adoption sind natürlich die niedrigeren Kosten, ein großer Nachteil jedoch, dass man alle Formalitäten im Land selber erledigen muss. Das setzt voraus, dass man die Sprache des Landes beherrscht und sich auch mit rechtlichen Dingen im Land auskennen muss! Man muss wissen an welche Behörde man sich wenden soll und welche „Unterlagen / Dokumente?“ verlangt werden. Voraussichtlich werden diese “privaten Adoptionen” von den deutschen Behörden nicht mehr lange akzeptiert = eine Gesetzesänderung steht an!

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