|
Wickel gehören zu den Klassikern der Hausmittel.
Wickel oder Kompresse:
Je nach Anwendung unterscheidet man Wickel und Kompressen. Beim Wickel werden Wirkstoffe (Kräuter, Tinkturen und anderen Substanzen) auf die Haut gebracht, wobei der behandelte Körperbereich vollständig umwickelt wird. Außerdem wirkt der Wickel durch unterschiedliche Temperaturreize, also Wärme oder Kälte. Kompression sind ähnlich aufgebaut, bedecken aber nur einen kleinen Körperbereich.
Vorbereitung
Planen Sie genug Zeit ein. Damit das Wickeln möglichst rasch vonstatten geht, sollten Sie alles Nörige vorher zurechtlegen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind keine volle Blase hat und nicht übermüdet ist, damit es sich an den Vorbereitungen und dem Wickeln selbst möglichst aktiv beteiligen kann. Vor dem Auflegen sollten Sie immer die Temperatur prüfen, indem Sie den Wickel an die Innseite Ihres Unterarms halten.
Material
Generell benötigen Sie ein Innentauch aus Leinen oder Baumwolle (Geschirrtuch, großes Taschentuch; bei Kompressen: Verbandsmull), ein Zwischentuch aus Baumwolle sowei ein Handtuch oder einen Schal als Außenlage. Praktisch ist eine Schutzunterlage aus Plastik oder ein Wachstuch, um zu verhindern, dass Kleidung, Bettzeug und Matraze nass werden.
Anwendung
Legen Sie das Innentuch auf die Größe des zu behandelnden Körperteils zusammen und tragen Sie die Heilsubstanz auf. Anschließend legen sie das Tuch möglichst straff und faltenfrei auf die Haut und umwickeln es mit dem etwas größerern Zwischentuch. Fixieren Sie nun das Außentuch, das die Wärme oder Kälte des Wickels hält, mit Bändchen oder Pflaster-Klebeband. Bitte beachten Sie: Wickel gleich welcher Art müssen zwar dicht anliegen, dürfen aber nicht einschnüren.
Wadenwickel
Eine wirkungsvolle, und – bei richtiger Anwendung – nebenwirkungsfreie Methode, um zu hohes Fieber zu senken. Wichtig: Wie medikamentöse Maßnahmen auch, soll der Wadenwickel nicht etwa aufkommendes Fieber unterdrücken, das ja ein Heilmittel des Körpers darstellt. Sinnvoll ist der wärmeentziehende Wickel bei zu hohem Fieber über 39 Grad Celsius und in der Phase der Entfieberung. Der Patient darf niemals durch den Wickel frösteln oder frieren. Daher soll das verwendete Wasser nicht zu kalt sein – nur etwa zwei Grad unter der gemessenen Körpertemperatur. Bei zu kalten Wickeln würden sich die Gefäße zusammenziehen und eine Wärmeabgabe verhindern. Lassen Sie den Wadenwickel etwa 30 bis 60 Minuten liegen und wechseln Sie ihn dann noch feucht. Anschließend die Beine gut frottieren.
Achtung: Fiebersenkende Wadenwickel dürfen niemals angewendet werden, wenn Beine oder Füße kalt sind, weil sonst Kreislaufversagen droht.
Tipp: Kühlende Wadenwickel senken nicht nur Fieber, sondern können auch Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Erkrankungen der oberen Atemwege lindern.
Der Turbo-Wadenwickel für stressgeplagte Mütter in vereinfachter, zeitsparender Form: Sie nehmen für jede Wade ein langes Handtuch, tauchen es je zur Hälfte in lauwarmes Wasser, wringen es aus, wickeln die nasse Hälfte um die Waden und die trockene darüber. Mit dem abschließenden Wolltuch wickeln Sie beide Waden zusammen.
und zusätzliche Tipps:
.....wichtig beim Wadenwickel ist auch, daß man am besten zunächst mal nur an einem Bein wickelt.
So kann man die Reaktion des Kindes beobachten. Beide Beine sollten bei Kleinkindern nicht gleichzeitig gewickelt werden, da die Gefahr einer ZU raschen Senkung des Fiebers besteht.
Mr Wong
del.icio.us
Digg
Web News
Yigg
Was sind "Social Bookmarks?"