Mit dem
Schreien von Säuglingen verhält es sich ähnlich wie mit dem Schreien von Erwachsenen: Wie Erwachsene wollen so genannte Schreibabys auf sich aufmerksam machen und ihre Bedürfnisse anzeigen.
Früher wurden permanente Quengelei, ständiges Weinen und anhaltendes Schreien von Säuglingen mit den „Drei-Monats-Koliken“ erklärt. Heute gehen Experten davon aus, dass Schreibabys mehr Probleme haben als andere, Reize aus ihrer Umwelt zu verarbeiten. Ihnen gelingt die Interaktion mit ihren Eltern noch nicht, denen sie ihre Bedürfnisse mitteilen wollen.
Dabei haben Babys ihre eigene Tonlage: Mit lautem und ungeduldigem Weinen signalisieren sie meist, dass sie Hunger oder die Hose voll haben. Heftige und schrille Schreie bedeuten oft Schmerzen oder Blähungen. Andere Ursachen für Quengelei können sein: Hitze, Kälte, eine verstopfte Nase, Müdigkeit oder Langeweile.
Eltern kann es helfen, ein Schrei-Tagebuch zu führen. Zeigt sich daran eine Regelmäßigkeit, können sie sich den Ursachen systematisch nähern. Die Schreiphase selbst kann beispielsweise dadurch überbrückt werden, dass Eltern mit dem Säugling im Kinderwagen spazieren gehen.
Eltern können mit der Zeit lernen,
die „Schrei-Sprache“ ihrer Säulinge zu verstehen. Dies gelingt aber nicht immer, und manchmal wissen Eltern keinen Rat mehr: Weder Tragen oder Bauchmassagen noch entblähende Tropfen gegen das vermeintliche Bauchweh sind die passende Antwort. Hält der Zustand an, können Eltern bald mit den Nerven am Ende sein. Sicher ist jedoch, dass Säuglinge ihre Eltern nicht piesacken wollen. Ihre Unruhe hat immer einen Grund, und Eltern tun gut daran, ihren Säuglingen dann Nähe und Trost zu schenken.
Weblinks
http://www.elternbriefe.de/elternbriefe/01/artikel_07.html Hilfe für Eltern von Schreibabys