Hilfe gegen den Druck: Eine sanfte Massage mit Öl tut den Kleinen jetzt gut
Noch bevor Sie das feste, aufgetriebene Bäuchlein bemerken, können Sie Blähungen bei Ihrem Sprössling hören: Das Kind schreit – denn Luft, die nicht durch das „Bäuerchen“ oder Winde abgeht, sammelt sich in Babys Magen und Darm und sorgt für unangenehmen Überdruck. Dies geschieht vor allem in den ersten drei Lebensmonaten recht häufig. Oft lässt sich nicht im Einzelnen feststellen, was genau die Kolik bei den Winzlingen auslöst. Doch Experten gehen hauptsächlich von diesen drei Ursachen aus:
- Das Verdauungssystem des Säuglings ist noch nicht ausgereift, dadurch entstehen Gase im Darm.
- Das Baby trinkt zu schnell. Dabei schluckt es mehr Luft, als durch Ausatmen und Aufstoßen wieder abgeht.
- Bei Stillkindern: Die Mutter ernährt sich von Lebensmitteln, die Blähungen auslösen.
Letzteres können stillende Mamas beeinflussen, indem Sie blähende Nahrungsmittel wie Lauch, Kohl, Linsen und Bohnen vom Speiseplan streichen. Auch zu viel kohlensäurehaltige Getränke sollten Sie meiden, wenn das Kind Beschwerden hat. Selbst wenn das Baby probiert, sich durch Schreien Erleichterung zu verschaffen: Die Blähungen gehen dadurch nicht zurück. „Schreikinder“ schlucken sogar mehr Luft als ruhige Babys.
Versuchen Sie, Ihrem Liebling mit der „Fliegerstellung“ Linderung zu bringen: das Kleine mit dem Bauch nach unten auf den Unterarm nehmen und umhertragen. Kuscheln mit den Eltern ist die beste Therapie.
Bewährt hat sich zudem die Bauchmassage: dazu Ihre warme Hand auf Babys Bauch legen, die Finger der anderen Hand drücken nun sanft auf die flache Hand. Links unten beginnen und im Uhrzeigersinn quasi um den Nabel herum massieren. Unterstützen lässt sich die Wirkung, indem Sie spezielle Salben mit dem Wirkstoff Kümmelöl (aus Ihrer Apotheke) einmassieren.
Sie können es auch mit blähungstreibenden krampfwidrigen Tees probieren, zum Beispiel mit Anis, Fenchel, Kümmel oder Kamille. Vorübergehend dürfen Sie die Flaschennahrung mit diesen Tees ansetzen.
Das Fläschchen nicht direkt vor dem Füttern schütteln – sonst bilden sich noch mehr Gasbläschen.
Eine bequeme Alternative sind pflanzliche Tropfenpräparate mit Auszügen aus Kamille, Pfefferminze, Fenchel, Kümmel und Pomeranzenschale. Es gibt auch spezielle Entschäumertropfen, die gegen die Bläschenbildung wirken. Werden sie dem Fläschchen zugesetzt, lösen sich die Gasblasen in der Milch – und im Bauch des Kindes, was ja erwünscht ist. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt beraten.
Damit der Säugling nicht durch hastiges Trinken zu viel Luft schluckt, können Sie vorbeugen: Benutzen Sie einen Sauger mit kleinerem Loch oder einen Ventilsauger. Ihr Apotheker erklärt Ihnen, welcher geeignet ist.
Achtung: Wenn das Kind anhaltend schreit und Sie keine Erklärung oder Abhilfe dafür finden, sollten Sie mit ihm zu Ihrem Kinderarzt gehen.