KiWuWiki: Überstimulationssyndrom

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Das ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS)

Inhalt


Dieser Beitrag ist im Wesentlichen dem Theorie-Teil dieser Seite entnommen. Bitte ergänzen (Eigene Erfahrungen etc.). Mehr dazu unter Text Bearbeiten

Definition


Das Überstimulationssyndrom die schwerwiegenste Nebenwirkung, welche durch die Gabe von Hormonen zur Stimulation der Eierstöcke hervorgerufen werden kann. Zeitpunkt des Eintritts ist nach der Ovulation/Punktion. Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein, von einer leichten Störung des Wohlbefindens bis hin zu einem lebensbedrohlichem Krankheitsbild. Die Stimulation der Eierstöcke geschieht immer unter sorgfältiger Kontrolle der Reaktion auf die Hormone, aber es kann nicht immer gelingen, ein auch schwereres Überstimulationssyndrom zu vermeiden, denn eine geringe Überstimulation der Eierstöcke ist bei der Reagenzglasbefruchtung ja sogar erwünscht und hat dann keine wesentliche Bedeutung.


Genau sind die Zusammenhänge bei der Entstehung eines Überstimulationssyndroms (OHSS=Ovarian hyperstimulation syndrome) noch nicht geklärt, so daß auch keine ursachenbezogene Therapie möglich ist. Man vermutet, daß durch den überstimulierten Eierstock gefäßaktive Substanzen in die Blutbahn gelangen und die Durchlässigkeit der Wände der Blutgefäße erhöht wird. Dadurch treten vermehrt Flüssigkeit und Eiweiß aus den Blutgefäßen in Bauchraum und Gewebe ein und führen dort zu Wasseransammlungen (Aszites). Dadurch kommt es zu einer Verminderung von Flüssigkeit im Blut, welches dickflüssiger wird mit der Gefahr der Entstehung von Blutgerinnseln (Thrombose) bis hin zu einer Lungenembolie. Auch die Nieren werden schlechter durchblutet, was zu einer eingeschränkten Funktion dieser Organe führen kann bis hin zum Nierenversagen. Die Wasseransammlungen können sich sogar bis in die Lunge ausdehnen (Pleuraerguß)

Häufigkeit und Risikofaktoren


Die Beschreibung der o. g. Symptome ist sicherlich für jemanden, der vor einer solche Behandlung steht, erschreckend. Es muß dazu aber gesagt werden, daß eine solche Symptomatik nicht aus dem Nichts auftritt, sondern anhand bestimmter Faktoren in der Vorgeschichte der betroffenen Frauen und der Reaktion der Eierstöcke unter der Stimulation eingeschätzt werden kann mit der Möglichkeit, frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Auch der Hinweis, daß die Häufigkeit eines schweren Überstimulatinssyndroms unter 1% liegt, mag zur Beruhigung beitragen.


Faktoren, welche ein OHSS begünstigen:



Stadieneinteilung


Nach Golan 1989

Symptome


Bitte hier noch eigene Erfahrungen einfügen

Prophylaxe


Das Überstimulationssyndrom tritt nach der Punktion/Eisprung auf und ist dann nicht mehr ursächlich sondern nur syptomorientiert behandelbar. Möglichkeit zur Vermeidung besteht daher nur in der Stimuationsphase vor dem Eisprung:


Therapie


Die Therapie orientiert sich an der klinischen Symptomatik (s. o.).





Mögliche Auswirkungen auf die Therapie

Das Überstimulationssyndrom ist eine akute Erkrankung, welche die Patientin gesundheitlich gefährdet und beeinträchtigt. Dies gilt jedoch nicht für eine evtl. bestehende Schwangerschaft. Wenn die Kreislauf- und Durchblutungssituation bei der betroffenen Frau ausreichend stabil bleibt oder stabilisiert wird, dann besteht kein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt. Eindeutig scheint das noch nicht geklärt, denn neben dieser häufig vertretenen Auffassung gibt es auch anders lautende Studienergebnisse.


Verschiedentlich wird auch behauptet, daß eine Überstimulation ein Zeichen für eine Schwangerschaft ist. es wird auch der Umkehrschluß gezogen, daß ohne eine Überstimulation eine Schwangerschaft unwahrscheinlich ist. Das ist nicht richtig. Wenn keine Symptome eines Überstimulationssyndroms bestehen, dann sind Schwangerschaften genauso wahrscheinlich wie mit einem solchen. Es gibt jedoch das sogenannte «Späte Überstimulationssyndrom», welches gegen Ende der Wartezeit auf einen Schwangerschaftstest zunimmt. Dies scheint eines der wenigen Schwangerschaftszeichen zu sein, welches eine gewisse Aussagekraft hat. Dies wurde auch in einer Studie bestätigt.

weitere Risiken einer Hormonbehandlung

Weitere bekannte Risiken einer Hormonbehandlung sind Mehrlinge und es wurde auch lange Zeit darüber spekuliert, ob ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen besteht.


 

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