Prolaktin wird im Vorderlappen der
Hypophyse gebildet und nach der Geburt für die Milchproduktion in der Brustdrüse notwendig. Es unterdrückt den Eisprung, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden, Stillen ist daher eine (unzuverlässige) hormonelle Methode der Verhütung.
Die Ausschüttung von Prolaktin wird durch Botenstoffe aus dem Zwischenhirn
Hypothalamus geregelt. Das
Prolaktin-Releasing-Hormon (PRH) fördert die Ausschüttung,
Dopamin hemmt sie. Daher werden
Dopaminagonisten, also Wirkstoffe, die ähnlich wie Dopamin wirken, zum Abstillen oder Unterdrückung erhöhter Prolaktinspiegel verwendet. Bekannte Präparate sind
Pravidel, welches
Bromocriptin enthält und
Dostinex
Durch die Ähnlichkeit des PRH mit dem
Thyrotropin (TSH), welches die Aktivität der
Schilddrüse steuert, kann es bei erhöhten TSH-Werten zu einer Überproduktion des Prolaktins kommen. Dies ist zum Beipsiel bei einer
Schilddrüsenunterfunktion der Fall.
Auch bei Stress, körperlich oder seelisch ist das Prolaktin häufig erhöht
Mehr dazu im Theorie-Teil dieser Seite:
erhöhte Prolaktinspiegel
Diagnostik der Hyperprolaktinämie
Behandlung erhöhter Prolaktinspiegel