KiWuWiki: Progynova

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Progynova


Progynova enthält Oestradiol (Estradiol). Dabei handelt es sich um das gleiche Hormon, welches von den Eierstöcken produziert wird, wenn eine Eizelle heranreift. Es ist also das Östrogen des weiblichen Körpers. Progynova enthält also natürliche Östrogene.


Es wird laut Packungsbeilage vorzugsweise zur Behandlung von Hormonausfallserscheinungen in den Wechseljahren gegeben. Entsprechend sind Warnhinweise zur Verwendung in der Schwangerschaft enthalten. In der Kinderwunschbehandlung wird es häufig zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verabreicht. Oft geschieht dies im Zusammenhang mit einem Kryotransfer. Eine schädliche Wirkung auf eine evtl. eintretende Schwangerschaft ist nicht zu erwarten, da es sich um das natürliche Östradiol handelt.
Gelegentlich wird es auch bei einer Kinderwunschbehandlung zur Unterstützung in der zweiten Zyklushälfte gegeben, zusätzlich zu einem Gelbkörperhormon, da der Gelbkörper in dieser Zeit nicht nur Gelbkörperhormone, sondern auch Östrogene bildet.

Nebenwirkungen


• Besonders bei Raucherinnen im Alter >35 Jahre und gleichzeitiger längerer Einnahme (>5 Jahre) ist das Risiko eine Thromboembolie, Thrombophlebitis, subarachnoidale Blutung oder Lungenembolie zu entwickeln 4–11fach erhöht. Estrogene verringern Antithrombin III, erhöhen bestimmte Gerinnungsfaktoren (wahrscheinlich dosisabhängig) und die Plättchenaggregation.
• Blutdruckanstieg (selten und umstritten, gilt nicht bei Substitution in Postmenopause) (verstärkt zumindest bei einigen Frauen). Dieser ist teilweise zurückzuführen auf die gesteigerte Synthese von Angiotensinogen in der Leber.
• Leberfunktionsstörungen, Ikterus. Die Leberstoffwechselbelastung ist bei parenteraler Gabe geringer als bei oraler aufgrund des veränderten Metabolisierungsausmaßes. Oral verabreicht wird es zu einem großen Teil zu Estron-Glucuronid und Estronsulfat metabolisiert, ein Effekt, der mit einer hohen Leberbelastung verbunden ist.
• Herzinfarkt (umstritten, da geringe Dosen wahrscheinlich sogar das Risiko vermindern; dies ist anders bei der relativ hoch dosierten Estrogengabe, wie sie in bestimmten hormonalen Kontrazeptiva enthalten sind).
• Es gibt keine Anzeichen, dass die Estrogenanwendung bei Frauen in der Postmenopause das Risiko von Brustkrebs erhöht, obwohl einzelne Fallberichte dazu vorliegen. Eine zyklische Therapie mit Gestagenzusatz führt eher zu einer Reduktion des Mammakarzinomrisikos.


Viele Patientinnen berichten von leichten Magenschmerzen (Magendrücken) nach Einnahme. Einnahme daher über den Tag verteilen.


Andere Präparate mit dem gleichen Wirkstoff: Estrifam, FemostonMono, Gynokadin
Achtung: In Österreich gibt es Packungen mit je 20 Tabletten (1 Blister), in Deutschland heißt das Produkt Progynova 21, weil immer 3 Blister mit 21 Tabletten enthalten sind.
In Österreich ist das Produkt wesentlich billiger als in Deutschland.


 

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referenzierende Seiten: Estrifam
FemostonMono
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