Unter dem Begriff Phytoöstrogene werden die pflanzlichen Bestandteile Isoflavone und Ligan zusammengefasst. Diese finden sich in vielen Hülsenfrüchten, wobei hier besonders die Sojabohne als einer der Hauptlieferanten (von Daidzein und Genistein) zu nennen ist. Z. B. im auch in Deutschland erhältlichen Tofu sind größere Mengen an Isoflavonen enthalten. Da das Brustkrebsrisiko in asiatischen Ländern geringer ist als in den westlichen Industieländern, vermutet man auch eine schützende Wirkung in dieser Hinsicht
Ein weitere Quelle ist der heimische Rotklee. Auch zu diesem gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien. Eine gute Wirkung auf Wechseljahresbeschwerden konnte in einigen Studien nachgewiesen werden.
Die Wurzeln der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) enthalten Triterpenglykoside, die eine östrogene Wirkung entfalten. Ihre protektive Wirkung auf die Osteoporose konnte in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden, ebenso die fehlende Wirkung auf das Brustgewebe, was das Risiko einer Brustkrebserkrenkung vermindert.
Sind Phytoöstrogene nebenwirkungsfrei, weil sie pflanzlich sind?
Ist die Wirkung der Phytoöstrogene belegt?
Beides ist nicht der Fall hier eine
Zusammenfassung aus der Ärztezeitung und dem
Arznei-Telegramm
Eine differenzierte Darstellung der Problematik erfolgt von dem Göttinger Endokrinologen Prof. Wuttke im WDR:
Wir gehen ja heute davon aus, dass sich ein Brustkrebs über 10, 20 Jahre entwickelt, bevor er klinisch manifest wird. Die epidemiologische Datenlage, die Lage aus Volksvergleichen, deutet darauf hin, dass Soja tatsächlich eine hemmende Wirkung auf die Brustkrebsentwicklung haben kann, wenn sie von Kindheit an eingenommen werden. Das ist vermutlich der Grund, warum Japanerinnen immer weniger Brustkrebs bekommen. Nur die essen von Kindheit an Sojaprodukte und nicht erst mit 50, wenn sie klimakterisch sind.“