KiWuWiki: Phytoestrogene Und Einnistung

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Phytoestrogene und Einnistung



Anmerkungen

Unten folgen die Übersetzung und danach auch der Originalartikel. Anzumerken ist, dass die Therapie gerade mit den Phytoestrogenen aus Soja keinesfalls nebenwirkungsfrei sein dürfte, wie auch bereits im Kapitel Phytoöstrogene nachzulesen ist. Zudem habe ich auch bereits eine Quelle gefunden, die bei Hashimoto vom Sojaverzehr abrät. Es ist zu hoffen, dass es nicht der zweite postulierte Wirkmechanismus ist, der zutrifft, denn der erste ließe sich auch mit normalem Estradiol/-valerat erzielen.
Ich habe den Artikel dennoch übersetzt, denn generell bin jetzt auch ich auf zusätzliche Estrogengabe umgestiegen, und das eben nicht nur in der ersten Zyklushälfte. Meine “faulen” Gelbkörper produzieren ja nach der Ovulation sicherlich nicht nur zu wenig von dem Progesteron, sondern höchstwahrscheinlich auch nicht genug Estrogen. Ob das mit ausschlaggebend für die Qualität der Gebärmutterschleimhaut ist?


Also möglicherweise: schlechte Eizellen -> keine/schlechte Embryonen + schlechter Gelbkörper -> schlechte Schleimhaut (mit Schmierblutungen/vorzeitiger Ablösung) -> keine/schlechte Einnistung?!?




Eine kleine Studie entdeckt, dass Phytoestrogene den Erfolg bei IVF-ET verstärken


Letztes Update: 31.12.2004


NEW YORK(Reuters Health) – Hoehe Dosierungen von Phytoestrogenen können nach dem Bericht italienischer Wissenschaftler die Schwangerschaftsraten bei Frauen verbessern, die sich einer IVF und Embryo-Transfer (IVF-ET) unterziehen.


Frauen, die täglich 1.500mg Sojaisoflavone neben Progesteron-Injektionen zur Unterstützung der lutealen Phase eingenommen haben, hatten signifikant höhere Raten bei einnistung, klinischer Schwangerschaft, Verlauf der Schwangerschaft und Geburt als Frauen, die Progesteron-Injektionen und Placebo erhielten, so berichten Dr. Vittorio Unfer vom Zentrum für Geburtshilfe und Gynäkologie in Rom und Kollegen in der Dezemberausgabe von Fertility and Sterility.


Progesteron-Injektionen zur Unterstützung der Gelbkörperphase sind Standardpraxis, schreiben Dr. Unfer und sein Team, aber die Bedeutung eines Estrogenzusatzes war bislang umstritten. Gleichwohl spielt die ovarielle Estrogenproduktion eine Rolle bei 
der Entwicklung des Endometriums in Zyklen, in denen sich die Patientinnen einem Downregulationsprotokoll mit Gn RH- Agonisten unterziehen, merken sie an. Sie führten die laufende Studie durch, um zu bestimmen, ob hohe Dosen von Phytoestrogenen, die in vorangegangenen Untersuchungen bereits estrogene Effekte auf das Endometrium postmenopausaler Frauen bewiesen hatten, auch die Einnistung unterstützen könnten.


Die Untersucher randomisierten 213 Patientinnen, die täglich Phytoestrogen oder Placebo nach der Punktion erhalten sollten. Die Frauen setzten die Einnahme bis eine Schwangerschaft per Ultraschall bestätigt oder ein negativer Serumschwangerschaftstest vorlag. Die Frauen in der Phytoestrogen-Gruppe vollendeten 155 Zyklen und die Frauen der Placebo-Gruppe 129.


Die Phytoestrogen-Tabletten beinhalteten 40–45% Genistein, 40–45% Daidzein und 10–15% Glycitein am Gewicht.


Bei den Frauen mit der Ergänzung schafften 25,4% der transferierten Embryonen eine Einnistung verglichen mit 20,2% unter Placebo. Klinische Schwangerschaften wurden bei 39,3% der Frauen unter der Therapie und bei 20,9% unter Placebo erzielt. Die Rate einer erfolgreichen Geburt pro klinischer Schwangerschaft 30,3% unter den Frauen mit Phytoestrogenen gegen 16,2% unter Placebo.


Die Phytoöstrogene könnten nach Ansicht der Forscher auf der Basis estrogener Effekte auf das Endometrium wirken oder sie könnten einen anti-estrogenen, modulierenden Effekt in Gegenwart hoher Konzentrationen von zirkulierendem endogenen Estrogen ausüben.


Größere Studien um die Effektivität und Sicherheit auszuwerten sind notwendig, bevor Phytoestrogene routinemäßig zum Einsatz bei IVF-ET empfohlen werden können, schreiben die Forscher. «Nichtsdestotrotz, zeigen unsere Entdeckungen neue Wege für zukünftige Forschung auf dem Gebiet Fertilität und die Behandlung mit Phytoestrogenen auf, und sie unterstützen die Bedeutung einer weiteren Untersuchung der Eigenschaften der Estrogenwirkung auf das Endometrium vor der Einnistung», folgern sie.


Quelle: Fertil Steril 2004;82:1509-1513




ORIGINALTEXT

Small study finds phytoestrogens boost IVF-ET success


Last Updated: 2004–12–31


NEW YORK (Reuters Health) – High dosages of phytoestrogens can improve pregnancy rates in women undergoing in vitro fertilization and embryo transfer (IVF-ET), Italian researchers report.


Women who took 1,500 mg of soy isoflavones per day along with progesterone injections for luteal phase support had significantly greater rates of implantation, clinical pregnancy, ongoing pregnancy and delivery than women given progesterone injections with placebo, Dr. Vittorio Unfer of the Obstetrics and Gynecology Center in Rome and colleagues report in the December issue of Fertility and Sterility.


Progesterone injections for luteal phase support after oocyte retrieval are standard practice, Dr. Unfer and his team write, but the role of estrogen supplementation has been controversial. However, ovarian estrogen production does play a role in endometrial development in cycles in which patients undergo a downregulation protocol with Gn RH-a?, they note. They conducted the current study to determine if high doses of phytoestrogens — shown by the researchers in previous research to have estrogenic effects on the endometrium of postmenopausal women — could help support implantation.


The researchers randomized 213 patients to receive phytogestrogen supplementation or placebo each day after oocyte retrieval. Women continued to take the supplement until a pregnancy was sonographically confirmed, or until a negative serum pregnancy test. Women in the phytoestrogen group completed a total of 155 cycles, while women on placebo completed 129 cycles.


The phytoestrogen tablets contained 40%-45% genestein, 40%-45% diadzein and 10%-20% glycitein by weight.


Among women given the supplements, 25.4% of the embryos transferred achieved implantation, compared to 20.2% among women given placebo. Clinical pregnancy was seen in 39.3% of women on phytoestrogens and 20.9% of those on placebo. The rate of successful delivery per clinical pregnancy was 30.3% among women who took phytoestrogens vs. 16.2% for women on placebo.


The phytoestrogens could work by producing estrogenic effects on the endometrium, the researchers note, or they might exert an anti-estrogenic, modulating effect in the presence of high levels of circulating endogenous estrogen.


Larger studies to evaluate efficacy and safety are necessary before phytoestrogens can be routinely recommended for IVF-ET, the researchers write. “Nevertheless, our findings suggest new avenues for future fertility research and treatment with phytoestrogens and strengthen the importance of investigating the features of estrogenic action on endometrium before implantation,” they conclude.


Source : Fertil Steril 2004;82:1509-1513.



 

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