|
Bei der Partnerimmunisierung werden Lymphozyten (eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen) des Partners oder eines Spenders der Frau in die Haut gespritzt. Sie gehört zu den Immuntherapien bei Einnistungsstörungen.
Siehe auch ImmuntherapienBeiEinnistungsstörungen.
Dieses Verfahren wird eingesetzt, wenn es trotz Transfers mehrere guter Embryonen nicht zu einer Schwangerschaft gekommen ist und die Vermutung besteht, daß dafür immunologische Gründe verantwortlich sein könnten.
Nicht eingesetzt werden kann die sog. aktive Immunisierung? wenn bestimmte Infektionskrankheiten vorliegen, wenn Krankheiten die eine spätere Organtransplantation wahrscheinlich machen vorliegen, wenn bei der Frau Autoimmunkrankheiten vorliegen oder beim Spender übertragbare Krankheiten wie Hepatits B und C bestehen.
Bei der Einnistung wird die Rolle, die das Immunsystem spielt zunehmend berücksichtigt. Normalerweise erkennt das Immunsystem fremde Zellbestandteile und eliminiert sie. Bei einem Embryo muß sie erkennen, daß dieser zwar (teilweise) fremd ist, aber dennoch schützenswert. Dieser Balanceakt klappt bei vielen Frauen nicht.
Eine Theorie hierbei ist, daß es bei Paaren deren HLA-Merkmale zu ähnlich sind häufig Einnistungsprobleme bestehen. HLAs sind bestimmte Signaleiweiße, die auf allen Zellen gebildet werden und die dem Körper zeigen ob die Zelle eigen oder fremd ist (so eine Art Personalausweis also). Wenn der Frau dann die Lymphozyten des Partners gespritzt werden, kann sie bestimmte Antikörper gegen die fremden HLAs ausbilden, die dem immunsystem dann helfen den Embryo als solchen zu erkennen.
Die andere Theorie ist, daß sich durch die Immunisierung das Verhältnis bestimmter Untergruppen weißer Blutkörperchen (T1 und T2 Lymphozyten) ändert und der Körper daher die Einnistung erleichtert. Außerdem werden bestimmte Botenstoffe (Zytokine) gebildet, die ebenfalls eine Einnistung begünstigen. Es ist daher eigentlich unerheblich, ob die Lymphozyten wirklich vom Partner stammen. Hier wäre eigentlich sogar ein möglichst HLA-verschiedener Spender wünschenswert. Die Behandlung ist daher auch bei der heterologeInsemination (Samenspende) bzw. Eizellspende möglich. Die ersten Anwendungen der Immunisierung wurden seinerzeit erfolgreich mit Spenderlymphozyten durchgeführt. Aus Infektionsschutz-Gründen ist der Ehemann natürlich ein sehr vertrauenswürdiger Spender und wird daher gerne genommen.
Dem Partner oder Spender werden ca. 50ml Vollblut entnommen. Diese werden aufbereitet und der Frau nach einigen Stunden in die Haut (intrakutan) gespritzt. Einige Institute wiederholen die Behandlung nach etwa 4 Wochen.
Nach der Behandlung wird durch einen Bluttest festgestellt, ob es zu einer Immunisierung gekommen ist.
An den Einstichstellen können Rötungen, Schwellungen und Juckreiz auftreten. Sehr selten kommt es zum anaphylaktischen Schock.
HLA-Sekretariat
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Campus Kiel -
Michaelisstr. 5
D-24105 Kiel
Dr. Reichel-Fentz
MVZ Heidelberg
Wasserturmstr. 71
69214 Heidelberg
http://www.immu-baby.de
Zentrum für Humangenetik
und Laboratoriumsmedizin
Dr. Klein und Dr. Rost
Abteilung Immungenetik
Dr. med. Kaimo Hirv
Lochhamer Str. 29
82152 Martinsried
Mr Wong
del.icio.us
Digg
Web News
Yigg
Was sind "Social Bookmarks?"