Eisen – chemische Bezeichnung
Ferum
ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Eisen unterstützt auch die Entwicklung und das Wachstum der Organe des ungeborenen Kindes.
Empfohlene Tagesdosis:
Frauen 18mg
Männer 12mg
beziehungsweise 25 – 50mg (
vgl Strunz, U.)
Eisen sollte nicht zusammen mit Selen oder Zink eingenommen werden, da so die Aufnahme vermindert wird. Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme
Mangelsymptome:
Abgeschlagenheit, Blässe, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit
bei jungen Frauen ist ein leichter Mangel relativ häufig.
Überdosierung:
Gewebeschäden der Leber, der Bauchspeicheldrüse und des Herzmuskels
Quellen:
Fleisch, Getreideprodukte, Spinat, Thymian, Hirse, Fisch, Steinpilze, Avocado, Spargel
Kalium
ist für den Wasserhaushalt und die Funktion von Muskeln und Nerven zuständig.
Empfohlene Tagesdosis:
3–4g
Der Mindestbedarf wird auf 0,8g geschätzt. Normalerweise ist der Bedarf gedeckt.
Mangelsymptome:
Muskelschwäche, Darmschäden, Störungen der Herztätigkeit
Überdosierung:
schwere Störungen der Herzmuskeltätigkeit, Taubheit, Verwirrtheit, Halluzinationen
Quellen:
Bierhefe, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Kakaopulver, Paprika, Sojabohne, Dicke Bohnen, Zwiebeln, Bananen, Spargel
Kalzium
wird zum Aufbau von Knochensubstanz und Zähnen benötigt. Kalzium hat außerdem eine Funktion bei der Blutgerinnung. Kalzium wirkt auch gegen Entzündungen und Allergien.
Es eignet sich jedoch nicht zur Blutdrucksenkung während der Schwangerschaft, wie man früher angenommen hatte.
Empfohlene Tagesdosis:
0,8g beziehungsweise 1,0 – 1,5g (
vgl Strunz, U.)
Mangelsymptome:
Osteomalzie (Knochenerweichung), Osteoporose (Abbau von Knochensubstanz),
Zahnschäden, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Metallen
In der Schwangerschaft bedient sich das wachsende Ungeborene bei der Mutter : Es holt sich die benötigte Kalziummenge aus ihren Knochen-Depots, wenn die Schwangere nicht genügend Kalzium mit der Nahrung aufnimmt.
Der Kalziummangel und die Entleerung der Knochendepots macht sich meist erst viel später z.B. durch Osteoporose bemerkbar.
Kinder, Frauen und ältere Menschen leiden häufiger unter einem Kalziummangel
Überdosierung:
eine langfristige Überdosierung kann zu Nierensteinen, Nierenschäden und Ablagerungen in den Gefäßen führen
Quellen:
Milch, Milchprodukte ((Parmesan, Emmentaler, Mozzarella), Basilikum, hartes Trinkwasser
Gleichzeitige Aufnahme von Phosphor (in Spinat,Fertigprodukten, Cola) behindert die Kalziumaufnahme
Magnesium
ein natürliches Erdalkalimetall, ist einer der wichtigsten Mineralstoffe in der Schwangerschaft.
Es ist an fast allen Stoffwechselvorgängen beteiligt, indem es verschiedene Enzyme aktiviert, aber vor allem an solchen, die mit der Muskulatur zu tun haben.
Ohne Magnesium funktionieren weder die Skelettmuskeln des Bewegungsapparates noch die des Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Systems richtig. Auch für die Gebärmuttermuskulatur ist Magnesium unentbehrlich. Es dämpft hauptsächlich die Nerven-Reizbarkeit und löst Verkrampfungen.
Magnesium wirkt krampflösend und wird daher zur Therapie von Kopfschmerzen und vorzeitigen Wehen verwendet. Es kann bei Verstopfung helfen.
Empfohlene Tagesdosis:
0,3 – 0,6g
Schwangere benötigen 0,1g zusätzlich,
Stillende benötigen 0,15g zusätzlich
Mangelsymptome:
Muskelschwäche, Krampfanfälle,Herzrhythmusstörungen, Wadenkrämpfe, Gefühlsstörungen wie Taubheit, Kribbeln und vorzeitige Wehentätigkeit können ein Zeichen von Magnesiummangel sein, aber auch sogenannte «nervöse Beschwerden» wie Kopfschmerzen, Schwindel, Depression und Nervosität.
Bei ausgewogener Ernährung ist ein Magnesiummangel selten.
Überdosierung:
Magnesium wirkt in hoher Dosierung abführend.
Vergiftungen sind nur bei eingeschränkter Nierentätigkeit möglich.
Quellen:
Vollkornerzeugnisse, Gemüse, Milch, hartes Trinkwasser, Sojabohnen, Pfifferlinge, geröstete Erdnüsse,Nüssen Beerenobst, Kiwis, Brokkoli, Erbsen, Feldsalat, Kartoffeln, Vollkornbrot, Naturreis und Nudeln.
Quellen:
Geo Wissen – Nahrung und Gesundheit, 1994
Strunz, U. forever young – Das Ernährungsprogramm, GU, 2000