Unter den Stichworten PCO und Insulinresistenz wurde bereits berichtet, dass eine der möglichen Behandlungsstrategien der Einsatz von Antidiabetesmitteln wie Metformin ist. Kommt es jedoch zu einer Schwangerschaft unter Metformintherapie, sind viele Frauen erst einmal verunsichert, da in der Packungsbeilage ausdrücklich steht, dass Metformin in der Schwangerschaft nicht angewendet werden soll.
Hier muss man wieder einmal auf die Gratwanderung der Medikamentengabe in der Schwangerschaft hinweisen. Manche Mittel sind völlig unbedenklich, manche absolut verboten und die allermeisten müssen beurteilt werden, ob der Schaden für das Kind größer ist als der Nutzen, den man sich davon erhofft. Metformin gehört dazu. Man möchte es nicht aus Jux und Dollerei geben, aber in einigen Fällen verhilft es betroffenen Frauen nicht nur zur Schwangerschaft, sondern verhütet auch in diesen speziellen Fällen Fehlgeburten im ersten Schwangerschaftsdrittel sowie das Auftreten eines Schwangerschaftsdiabetes. In einem
Artikel der Ärztezeitung vom Januar 2005 wird die Einnahme von Metformin bei Insulin und PCO-Syndrom bis zur 20. SSW empfohlen.
Englische Informationen können zu diesem Thema unter den folgenden Links abgerufen werden:
Sammlung von Abstracts (Studienzusammenfassungen) über Metformin bei PCO und Schwangerschaft
Pro und Contra von Metformin in der Schwangerschaft
Abstract einer Studie über die Anwendung von Metformin bei PCO-Syndrom zur Vorbeugung von frühen Fehlgeburten
Verminderung von Schwangerschaftskomplikationen durch Metformin bei Frauen mit PCO-Syndrom
Ein sehr umfangreiches PDF Dokument mit vielen Infos zum Metformin in der Schwangerschaft. Sollte man unbedingt lesen