Metformin ist ein Medikament, welches bei einer Insulinresistenz gegeben werden kann. Die Insulinresistenz bewirkt häufig eine Neigung zum Übergewicht (oder umgekehrt) und stellt u.a. einen Risikofaktor für die Ausbildung eines PCO-Syndroms dar. Metformin ist für die Behandlung des PCO-Syndroms jedoch nicht zugelassen, kann dafür aber vom Arzt verordnet werden
Wirkungsweise
Die Körperzellen reagieren bei Einnahme von Metformin besser auf das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Insulin. Dadurch wird weniger Insulin ausgeschüttet und der Insulinspiegel im Blut kann gesenkt werden.
Persönliche Erfahrungen
1. Ich bekomme seit einem Monat 3x täglich 500mg Metformin in Tablettenform und ich habe sage und schreibe dank diesem Medikament das eigentlich für PCO noch nicht zugelassen ist, endlich meine Mens bekommen mit schönem Eisprung und Gebärmutterschleimhautaufbau. Ich bin mega glücklich und hoffe ihr anderen PCO-Mädels habt bald auch soviel Glück.
2. Ich nehme Metformin seit 3 Monaten (1500mg). Ich habe meine Menstruation (mit Eisprung) bekommen und das, obwohl ich ohne Metformin gar keinen Zyklus habe.
3. Ich bekam Metformin, um meinen Zyklus nach der negativen ICSI wieder auf Trab zu bringen. Ich hatte nach der Behandlung vier entweder sehr kurze (14 – 18 Tage) oder sehr lange (ueber 44 Tage) Zyklen. PCOS wird zwar immer mal vermutet, es konnte aber bisher nie nachgewiesen werden. Eine Insulinresistenz liegt nicht vor. Ich sollte morgens und abends je eine halbe Metformin nehmen. Zwar blieb eine von mir erhoffte Gewichtsabnahme aus (obwohl meine Heisshungerattacken besser wurden), aber mein Zyklus pendelte sich sofort bei 28 – 33 Tagen ein. Lediglich der Zyklus vor der ICSI war laenger – Gruss von der Psyche, denke ich.
Metformin und Schwangerschaft
Jetzt bin ich endlich richtig schwanger (vorher frühe FG´s) – 15. SSW – und soll es auch bis zum Ende weiternehmen. Es gibt inzwischen Studien, daß es deutlich die üblichen PCO-Risiken wie FG´s, SS-Diabetes, Präemklampsie, Frühgeburten vermindert. Zwar auch dafür noch nicht offiziell zugelassen, aber selbst die Embryonal-Toxokologie der Charité (wo man Anfragen wg. Medis in der SS stellen kann) meint, die Risiken sind geringer als der Nutzen. Von Mori aus dem Kinderwunsch Forum.
Es gibt auch Studien zur Anwendung ist der Schwangerschaft, welche eher Vorteile bei einer Fortführung der Therapie annehmen lassen: Ärztezeitung und Kinderwunsch-News
Nebenwirkungen
Metformin kann Übelkeit und Erbrechen hervorrufen
Zum Beginn der Metformin Therapie kann es häufig zu Durchfall kommen.
Alle 3 Monate sollten die Leber und Nierenwerte durch den Hausarzt überprüft werden. Möglichst auch vor Beginn der Therapie, da Metformin über Leber und Urin ausgeschieden wird und bei Störungen dieser Organe, die Wirkstoffspiegel zu hoch werden können. Und mit ihnen die Nebenwirkungen.