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Aus einem Artikel aus den News:
Junge oder Mädchen: Methoden zur Wahl des Geschlechts
Kann man das Geschlecht eines Kindes schon zum Zeitpunkt der Zeugung bestimmen? Normalerweise kommen auf 100 Mädchen 106 Jungen. Die Samenzelle des Mannes bestimmt das Geschlecht des Kindes. Enthält das Spermium? ein Y-Chromosom?, dann ergibt sich mit dem X-Chromosom der Eizelle zusammen eine XY-Kombination der Geschlechtschromosomen?, was einer männlichen Konstellation entspricht. Entsprechend wird ein Spermium mit einem X-Chromosom zur Geburt eines Mädchens führen.
Letztlich geht es daher bei allen propagierten Methoden zur Geschlechtsbestimmung um die richtige Auswahl der Spermien. Amerikanische Ärzte arbeiten zusammen mit Ärzten in Europa (Belgien, England) heute mit eioner besonderen Art der Spermientrennung. Microsort nennt sich das neueste Verfahren, bei dem das Erbgut der Spermien eingefärbt wird, so dass anschließend eine Sortierung mit Hilfe eines Lasers erfolgen kann. Die Sortier-Technik beruht auf der unterschiedlichen Größe der Geschlechts-Chromosomen. Das X-Chromosom enthält etwa 2,8 Prozent mehr DNA? als das Y-Chromosom. Dies reicht aus, um mit einem Zytometer Spermien mit Y-Chromosomen auszusortieren. Ein Institut für Genetik? in Fairfax im amerikanischen Bundesstaat Virginia hat das Patent darauf und wirbt mit einer Treffsicherheit von 90 Prozent für ein Mädchen und von 73 Prozent für einen Jungen. Allerdings kostet der Spass 3500 Dollar bei der sehr niedrigen Schwangerschaftsrate von ca. 20%. Experten kritisieren diese Methode, da unklar ist, ob die Färbung und die Laserbehandlung nicht auch zu Erbschäden führen kann.
Wem das nicht sicher genug ist, für den gibt es die PID (Präimplantationsdiagnostik). Hier werden Embryonen mit Hilde der IVF (Reagenzglasbefruchtung) gewonnen und anschließend genetisch untersucht. Dazu wird dem Embryo eine Zelle entnommen und die Chromosomen dieser Zelle gefärbt. Es gibt für fast jedes Chromosom des Menschen einen speziellen Marker, in diesem Falle werden daher die für X und Y verwendet. Erst, wenn der Embryo getestet wurde, wird er der Frau in die Gebärmutter zurückgegeben.
Bei Ratten und Fledermäusen ist der Effekt bekannt: Im Sommer werden bei diesen Tieren mehr Männchen als Weibchen gezeugt. Dies wurde auch beim Menschen mehrfach nachgewiesen, jedoch waren die Unterschiede marginal und eine sichere Methode ist dies sicher nicht. Wahrscheinlich spielt auch weniger die Wärme als die jahreszeitlich wechselnden Lichtverhältnisse dabei eine Rolle
Samenzellen mit X-Chromosomen sollen schneller sein als weiblich, aber weniger lang überlebensfähig. Darauf basieren viele Empfehlungen, am ausführlichsten und prominentesten Beschrieben vom amerikanischen Arzt Dr. Landrum Shettles, der einen Klassiker zum Thema geschrieben hat («
How to choose the sex of your baby"). Wenn Das Paar ein Mädchen haben möchte, dann ist der beste Zeitpunkt, um Verkehr zu haben, 3 Tage vor dem Eisprung, soll es ein Junge werden ist der Tag des Eisprungs der beste Termin. Wenn man jedoch ohnehin Probleme mit dem Schwangerwerden hat, dann sollte man sich das überlegen, denn erwiesenermaßen sind die zwei Tage vor dem Eisprung der beste Zeitraum, um schwanger zu werden. Ganz hart ist die Emfehlung, dass bei «Mädchen-Wunsch» der Mann oben liegen soll und die Frau möglichst keinen Orgasmus haben sollte...... Eigentlich müsste es viel mehr Mädchen als Jungen geben....
Ob die männlichen Spermien durch ihr leichteres «Marschgepäck» wirklich schneller sind, wird von Experten bezweifelt.
Glaubt man etwa dem tschechischen Arzt Dr. Eugen Jonas, so beeinflusst der Mond, wann es ein Mädchen oder ein Junge werden kann. Inzwischen haben sich eine Reihe von Buchautoren an seine Theorie angehängt, manche Mondkalender listen Zeugungstermine auf.
Mit der Ernährung bei Kinderwunsch haben sich schon viele beschäftigt, aber auch die geschlechtspezifische wurde auch von Wissenschaftlern empfohlen. Der Gynäkologe Francois Papa von der Pariser Frauenklinik Port-Royal etwa gibt seinen Patientinnen das folgende Rezept an die Hand: Wer sich ein Mädchen wünscht, sollte auf Kalium und Natrium, also Speisesalz, verzichten und sich besonders kalzium- und magnesiumreich ernähren. Das soll das Scheidenmilieu der Frau so verändern, dass lediglich die Spermien durchkommen, die ein X-Chromosom tragen. Zur Mädchen-Diät gehören: Mineralwasser mit reichlich Magnesium, Fleisch, Käse, Butter, Eier, Fisch, Rosenkohl, Getreide, Nüsse, Schwarzer Tee. Für einen Jungen empfiehlt Professor Papa eher alkalische Kost: Bananen, Blumenkohl, Tomaten, Milch und Milchprodukte, magnesiumarmes Mineralwasser, Kräutertee, Kartoffeln und Spinat.
Der in Reproduktionsmediziner-Kreisen durchaus bekannte und renommierte Wiener Professor Dr. Wilfried Feichtinger empfielt ebenfalls eine Diät, die jedoch dem dem genauen Gegenteil der Empfehlungen des französischen Kollegen entspricht. Man kann es sich also aussuchen und die Chancen sind dann ca. 50/50....
Neben diesen Wissenschaftlern gibt es natürlich auch eine Unmenge Scharlatane im Internet, welche entsprechende Nahrungsergänzungsmittel vertreiben.
In Ländern mit einer sehr eindeutigen Präferenz für ein Geschlecht (China, Indien) werden nach einer Fruchtwasseruntersuchung oder einem Ultraschall zur Geschlechtbestimmung sehr häufig Abtreibungen durchgeführt, wenn das Geschlecht nicht stimmt
Mr Wong
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