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Kinderwunsch Brief (edit)
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===Mein Kinderwunsch=== ====Originalübersetzung durch www.babystuebchen.de==== Das vollständige deutsche Original finden Sie hier: ((http://babystuebchen.de/booklet.htm)) Das amerikanische Original ist hier: ((http://www.helane.com/famguide.htm)) Ich weiß, dass man mich mag und dass man mir wünscht, dass ich glücklich bin. Momentan scheine ich für andere isoliert, deprimiert und besessen zu sein von meinem Wunsch nach einem Kind. Es ist wahrscheinlich nicht einfach für jemand anders zu verstehen, warum der Wunsch schwanger zu werden in alle Bereiche meines täglichen Lebens hineinwirkt. Ich hoffe, dass andere durch diese Geschichte besser verstehen, welchen Schmerz ich fühle. In diesen Zeilen erfährt man auch wie man mir helfen kann. Es ist überraschend zu erfahren das mittlerweile jede sechste Frau mit Kinderwunsch nicht schwanger wird. Für die düstere Statistik gibt es viele mögliche Ursachen: verschlossene Eileiter, Erkrankungen der Eierstöcke, hormonelles Ungleichgewicht, schlechte Spermienqualität oder zu geringe Spermienanzahl des Ehemannes sind nur einige davon. Mit über 35 Jahren wird es für eine Frau zusätzlich schwieriger schwanger zu werden, da viele ihrer verbliebenen Eier nicht mehr für die Befruchtung geeignet sind. Dies sind alles physische oder physiologische Hinderungsgründe für eine Schwangerschaft..... **Das sind KEINE psychologischen !!!!**. Eileiter verschließen sich nicht, weil eine Frau „sich zu sehr mit dem Kinderwunsch beschäftigt“. Antikörper, die Sperma abtöten , werden nicht verschwinden, nur weil eine Frau sich mehr ausruht. Und ein Mann kann seine Spermienqualität nicht dadurch verbessern , dass er optimistischer und gelassener wird. Wenn jemand, den wir mögen ein Problem hat, ist es normal, dass wir versuchen ihm zu helfen. Wenn nicht wirklich Hilfe gegeben werden kann, versuchen wir gute Ratschläge zu geben. Häufig erzählen wir dabei von persönlichen Erfahrungen oder geben Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis wieder. Fast jeder kennt mit Sicherheit ein Paar, dass Schwierigkeiten hatte schwanger zu werden, bis es während eines erholsamen Urlaubs auf einer schönen Insel unverhofft klappte? Also schlägst du vor, dass ich und mein Mann auch einen Urlaub machen sollten. Ich schätze eure Ratschläge, aber sie nützen mir wegen der physischen Natur der Gründe für mein Problem nichts. Ich kann die Ratschläge nicht nur nicht nutzen, solche Ratschläge bringen mich auch völlig aus der Fassung. Tatsächlich werde ich regelmäßig mit Ratschlägen überschwemmt. Stellt euch bitte einmal vor, wie frustrierend es für mich sein muss zu hören, dass andere Paare auf „magische“ Art schwanger wurden, nur weil sie sich im Urlaub „besonders lieb“ hatten. Für mich, die eine belastende Kinderwunschbehandlung durchmacht, hat „ Liebe machen“ und die Empfängnis eines Kindes sehr wenig miteinander zu tun- das war früher anders. [...] Man kann mir Unterstützung geben indem man einfach sagt: Wir sorgen uns um dich. Nachdem ich den Brief bzw. den Text gelesen habe kann ich dich besser verstehen, wie schwer es für dich und für euch sein muss. Man könnte sagen, ich würde dir helfen. Einfach nur da sein und zuhören. Mich weinen lassen, wenn ich weinen möchte. Da sein, wenn ich das Gefühl habe, es gibt keine Hoffnung mehr für meinen Traum. Gebe mir doch einfach das Gefühl, dass ich immer mit dir reden kann und dass du immer für mich da bist. Man darf nie vergessen, dass ich teilweise sehr verwirrt und beunruhigt bin. Man sollte mir einfach zuhören und mich nicht verurteilen. Meine Gefühle zu verharmlosen ist etwas sehr schlimmes, genauso wie vorzutäuschen das alles gut werden wird. * Den Satz „ Wenn es so ist, soll es wohl so sein“ will ich nie hören. * Wenn das wirklich der Fall wäre, warum soll ich dann noch mit medizinischen Mitteln versuchen zu vollenden, was der Natur nicht gelingt. * Die Bereitschaft zuzuhören kann mir eine große Hilfe sein. * Ich fühle mich manchmal von der Gesellschaft isoliert. * Der unerfüllte Kinderwunsch ist eine der schwierigsten Situationen die ich je zu bewältigen hatte. * Mein Alltag als Frau mit einem Kinderwunsch kann voller Gefahren sein: Auf einer Geburtstagsparty sitzt eine Frau und stillt ihr Baby. Die Frauen die daneben sitzen reden über ihre Probleme mit den Kindern. Ich fühle mich ausgegrenzt, da ich einfach nicht mitreden kann. Es dauert nicht lange und man fragt mich ob und wie lange ich verheiratet bin. Die zweite Frage kommt gleich hinterher, wie viele Kinder sind bereits da. Kommt keine Antwort wird gleich nachgehackt, wann es denn endlich mal so weit ist. Ich würde am liebsten die Feier verlassen, das geht aber nicht immer so einfach. Also erzähle ich von dem unerfüllten Kinderwunsch. Es kommen die berühmten Ratschläge die ich nicht brauche: „Denk an was anderes“ , „keine Angst, es wird bald klappen“ oder „Du Glückliche. Ich bin ja so belastet mit meinen Kindern- ich wünschte ich hätte deine Freiheiten!“ Nach solchen Kommentaren möchte ich mich einfach nur eingraben... * Die Flucht in Arbeit und Karriere ist nicht möglich. * Ich habe Schwierigkeiten Energie in meine Arbeit zu investieren, während ich zu Hause oder in meinem Gefühlsleben die Scherben meiner Träume zusammenkehre. * Um mich herum werden Freundinnen und Bekannte schwanger. * Auf eine Party dorthin zu gehen ist sehr sehr schmerzhaft- und so wird man sich mehr und mehr von dem Bekanntenkreis distanzieren. * Weil ich ungewollt kinderlos bin, ist das Leben extrem stressig für mich und ich gebe wirklich mein bestes, damit fertig zu werden. Bitte versteht mich doch einfach. Manchmal bin ich depressiv. Manchmal bin ich ärgerlich und unausgeglichen. Manchmal bin ich körperlich und seelisch einfach nur erschöpft. * Ich werde vermutlich nie wieder die Person sein, die ich versuche zu sein. * Ich würde gerne viele Dinge nicht tun, die ich tue. * Ich habe keine Ahnung ob und wann es überhaupt eine Lösung für mein Problem gibt. * Ich nehme mit meinem Mann ein finanzielles und emotionales Wagnis auf mit einer nur vermutlich geringen Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Jedoch, je länger wir die Strapazen aushalten, je größer sind vermutlich die Chancen. * Vielleicht werden auch wir eines Tages erfolgreich sein. Vielleicht werden wir es auch aufgeben und eine Adoption versuchen oder wir finden einen Weg, auch ohne Kind ein erfülltes Leben zu leben. Im Moment wissen wir einfach nicht, was kommen wird. * Wir leben von einer Behandlung zur nächsten, von Monat zu Monat. * Wir wissen nicht, warum es uns gerade getroffen hat. * Alles was wir wissen ist, dass es schreckliche Seelenqualen sind, die wir mit jedem „Negativ“ erleben müssen. * Man kann nur bitten sensibel mit der Lebenssituation umzugehen und die Hilfe zu geben die man geben kann. Hilfe die gebraucht wird und die man sich wünscht.
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