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Heterologe IVF (edit)
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{{Toc}} ====Was ist eine heterologe IVF?==== Es handelt sich dabei umm eine ((IVF)) mit ((Spendersamen)). Diese Methode wird meist nach mehreren erfolglosen Versuchen mit einer [[HeterologeInsemination heterologen Insemination]] (HI)angewendet. Außerdem natürlich, wenn die Eileiter der Frau verschlossen sind und eine Behandlung mit Spermien eines Spenders erforderlich ist ====Wie ist der Ablauf der Behandlung?==== Genau wie bei der normalen ((IVF)). Nur eben, dass man am entscheidenden Tag seinen Mann nicht unbedingt mitbringen muß. Alle Fragen zur IVF lassen sich im KinderwunschForum stellen. Da sind ja meinst die momentan Betroffenen. Der Ablauf kann etwas verschieden sein. **Variante 1**(LongProtokoll): am 21. Zyklustag gibt es eine Spritze zur ((Downregulation)). Das ist so was ähnliches wie den Computer abschalten. ((Zyklus)) wird heruntergefahren. Damit wird verhindert, dass im Behandlungsverlauf der ((Eisprung)) von selbst stattfindet. Dann werden etwa vom nächsten 3. ? 12. Zyklustag ? kann variieren - Hormone gespritzt, ((FSH)), follikelstimulierendes Hormon, die heißen z.B. ((Menogon)), ((Gonal)), ((Fertinorm)), ((Puregon))... . Nebenbei wird die Entwicklung im Ultraschall verfolgt und evt. die Dosis angepasst. Wenn die ((Follikel)) groß genug sind, wird der Eisprung ausgelöst, mit ((HCG)), z.B. ((Pregnesin)) oder anderes. Das passiert exakt 36 Stunden vor dem Punktionstermin. Bei der ((Punktion)) werden meist unter Vollnarkose, geht aber auch ohne, die ((Eizelle))n aus den Follikeln abgesaugt. Man kann ein oder zwei Stunden danach wieder nach Hause gehen. Die Befruchtung findet dann außerhalb des Körpers statt. Zwischen dem 2. und 5. Tag nach der Punktion bekommt man maximal 3 ((Embryo))nen transferiert. Der ((Transfer)) läuft fast genauso ab wie die ((Insemination)). Anschließend dann die Wartezeit, mit oder ohne hormonelle Unterstützung. **Variante 2** (AntagonistenProtokoll): ohne Downregulierung, man spritzt einfach vom ca. 3. ? ca. 12. Tag das FSH, vom eisprunggefährdeten Tag an spritzt man ein Hormon, was eben diesen verhindert, bei mir hieß das Präparat ((Cetrotide)). Außderdem gibt es noch ((Orgalutran)) ====Ist die Hormongabe höher als bei einer HI?==== Ja. Bei der HI werden höchstens mal 75 Einheiten FSH pro Tag gespritzt, hier sind es mindestens 150, meist so um die 300, manchmal auch 450 Einheiten pro Tag. Letzteres speziell dann, wenn der Körper nicht stark genug darauf reagiert, meist bei etwas älteren Frauen. Faustregel: Je älter, desto mehr Stoff braucht man. ====Wird die Zurückverpflanzung der Eizelle ambulant oder stationär gemacht?==== Ambulant. Ist ja nur ein kleiner Transfer wie die Insemination. Auch die Punktion ist nur in Ausnahmefällen mit einem stationären Aufenthalt verbunden ====Wie hoch sind die Kosten ca. für eine IVF? ==== Sehr unterschiedlich. Die reinen Behandlungskosten, ohne Medikamente, schwanken so zwischen 1.500 Euro und 3.000 Euro pro Zyklus, je nach dem, wo man ist. Unter 1.000 Euro kommst Du auch nicht weg, wenn Du ins Ausland gehst. Auch dazu habe ich eine Recherche gemacht. Für die Medikamente, natürlich abhängig von der Dosis, kann man auch noch mal so um die 1.000 Euro oder mehr kalkulieren, wenn man sie in einer deutschen Apotheke kauft. Den Preis kann man minimieren, wenn man im Ausland einkauft, z.B. Internetapotheke, oder Second-Hand. Zu diesen Themen habe ich auch nähere Informationen. Ich habe alles Second-Hand gekauft und dadurch meinen Medikamentenpreis etwa gedrittelt. ====Ist die Erfolgsquote höher als bei einer HI?==== Sehr genaue und detaillierte Informationen zur IVF-Erfolgsquote bekommst Du beim [[http://www.deutsches-ivf-register.com Deutschen IVF-Register]] . Bei heterologer IVF ist aber laut einer Studie der Universität Jena die Erfolgschance 2,1mal so hoch wie bei einer homologen IVF. Die Erfolgsquote ist auch höher als bei HI. Da ich inzwischen einige Fälle speziell mit Spendersamen kennen gelernt habe, habe ich selbst eine kleine Statistik, die recht optimistisch aussieht: 1. Bei mir selbst hat es einmal beim zweiten, einmal beim ersten Versuch geklappt 2. Bei vier Frauen war gleich der erste Versuch erfolgreich. 3. Bei einer Frau war der zweite Versuch erfolgreich. 4. Bei einer Frau war der erste Versuch erfolgreich, leider Fehlgeburt. Zweiter Versuch schlug fehl, danach aber erfolgreicher ((Kryo))-Versuch. 5. Von einer Frau weiß ich, dass es mehrmals nicht geklappt hat. Sie hat jetzt aufgegeben. 6. Eine weitere Frau hatte 2 oder 3 negative Versuche. Nach einem Praxiswechsel nach Belgien und unter Ausnutzung der Möglichkeit der Selektion hast es dann geklappt. 7. Noch eine andere Frau hatte 3 negative Versuche und auch Glück nach einem Praxiswechsel. 8. Zwei Frauen hatten bisher jede zwei erfolglose Versuche. ====Gibt es Besonderheiten die ich bei einer IVF Behandlung beachten oder auf die ich Wert legen sollte?==== Wer eine IVF mit Spendersamen in Deutschland macht, benötigt die Zustimmung der Ethik-Kommission der Ärztekammer des Bundeslandes, in dem die IVF durchgeführt wird. !!Zu Deiner Region bitte Erfahrungen eingeben!! Info zu Berlin von Tralala: In der Praxis von Dr. Peet und Dr. Sydow am Gendarmenmarkt braucht man seit kurzem (Herbst 2004) keinen Antrag bei der Ethikkommission mehr zu stellen. D. h, man kann dort eine heterologe IVF machen, wenn die Ärzte dies für angezeigt halten. Info zu Hamburg: Entscheidung der Kommission Reproduktionsmedizin ist nicht mehr notwendig, allerdings muß die IVF-Behandlung mit Spendersamen dort angezeigt werden. Kosten entstehen derzeit keine. Notarieller Vertrag wird von der dortigen Spermabank [[http://www.irc-hamburg.de Spermabank Hamburg]] nicht gefordert. Behandlung wird in der Praxis Bispink Horn Michel Seeler in Altona durchgeführt. Info zu Hessen: Derzeit lehnt die Ethik-Kommission eine Heterologe IVF ab. Änderungen können sich im November 2006 ergeben. Info zu Nordrhein-Westfalen: Es wird keine Zustimmung der Ethik-Kommission mehr benötigt. In der Behandlungsakte muss lediglich eine Stellungnahme eines Psychologen enthalten sein, der die Heterologe IVF für das betreffende Paar befürwortet. Vor einigen Monaten war eine Frau im Forum, die die IVF in Göttingen machen läßt. Da ich ihr auch Informationen geschickt hatte, weiß ich noch, dass die Ethik-Kommission dort wohl etwas komisch sein soll. Die wollten Kohle für ihre Entscheidung (500 Euro?) sehen, egal, ob sie sich dafür oder dagegen entscheiden. Das, finde ich, ist schon ein Hammer! Zumindest hat sie die Zustimmung bekommen. (Anmerkung von Kirsten: Göttingen gehört ja auch zu Niedersachsen, da müßte demnach die gleiche Kommission wie bei uns zuständig sein. Wir hatten keine Probleme und mußten 155 Euro zahlen.) !!Kommentar: In Niedersachsen ist die Ärztekammer Hannover zuständig. Die Bearbeitungsgebühren dort betragen 153 Euro. Auf 500 Euro; kann man kommen, weil zusätzlich ein notarieller Vertrag aufgesetzt werden muß. Dieses ist allerdings bereits schon für die HI notwendig. Es handelt sich daher nicht um Kosten, die speziell durch die IVF entstehen!! Rebella Anmerkung von Kirsten C.: Wir haben unseren IVF-Antrag Ende April 2004 bei der Ärztekammer Niedersachsen gestellt, einen Monat später hatten wir die Genehmigung. Unser Zentrum hat uns gesagt, daß die Entscheidung der Ethikkommission nicht bindend sei und sie eine heterologe IVF auch bei einem Nein der Ethikkommission durchführen würden. Wir mußten für den Antrag 155 Euro nach Erhalt des positiven Bescheids bezahlen, weitere Kosten hatten wir nicht, auch einen notariellen Vertrag brauchten wir nicht. Allerdings hatten wir vorher schon einen mehrseitigen Vertrag mit unserer Samenbank abgeschlossen (in dem auch alles wie Ausschluss der Anfechtung der Vaterschaft etc. geregelt ist) und haben für den IVF-Antrag eine Kopie dieses Vertrages eingereicht. Weitere Unterlagen, die wir benötigten: Nachweis der medizinischen Indikation, Darstellung der bisherigen Behandlungsmethoden, andrologische Originalbefunde, Nachweis über Aufklärung und Einwilligung des Paares (Unterschriften auf einem Vordruck), Nachweis des Familienstandes (unbeglaubigte Kopie), Bestätigung, daß der Samenspender aufgeklärt wurde und eingewilligt hat (müssen wir noch nachreichen, obwohl ich das für Quatsch halte. Schließlich kann es sein, daß der Spender gewechselt wird). Wir haben noch unsere Lebensläufe beigefügt, obwohl wir das nicht mußten, und zwar je einen tabellarischen Lebenslauf beider Partner und einen "familiären Lebenslauf", in dem wir auf einer halben Seite etwas über unsere Beziehung und den Weg, den wir hinsichtlich unseres Kinderwunsches gegangen sind, geschrieben haben. Viele Grüsse, Kirsten ====Wie anonym ist der Samenspender?==== Wurde dem Kind von den Eltern seine Abstammung mitgeteilt, hat dieses (sofern gewünscht) in Deutschland mit Erreichen des 18. Lebensjahres einen gesetzlich zugesicherten Anspruch darauf, die Identität seines Erzeugers von der Samenbank zu erfahren. Nach unseren Informationen sieht die rechtliche Situation im Ausland anders aus. Uns wurde z.B. für die Tschechische Republik und für Belgien mitgeteilt, dass dort der Samenspender absolut anonym ist. Das Kind erhält hier keinerlei Informationen über die Identität des Erzeugers von der Samenbank (kann diese wohl auch nicht einklagen).
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