Alle 3 Gonadotropine sind Glykoproteidhormone, die aus 2 Untereinheiten, einer Alpha- und einer Beta-Kette bestehen. Sie unterscheiden sich lediglich in der Struktur der Beta-Kette. Dieser kleine Unterschied reicht jedoch für die Unterschiede in der Wirkung aus.
FSH und LH sind Hormone, die (normalerweise) im Hypophysenvorderlappen gebildet werden und die Funktionen der Keimdrüsen steuern. Für den therapeutischen Einsatz lassen sie sich aus dem Urin menopausaler Frauen (Menotropin, HMG, ein Gemisch aus FSH und LH, Menogon / MenogonHP) bzw. gentechnologisch aus Ovarzellen des chin. Hamsters gewinnen (FSH alfa GonalF sowie FSH beta Puregon)
LH (luteinisierendes Hormon, Lutropin) löst in der Mitte des Zyklus den Eisprung aus (LH-Peak) und stimuliert die Progesteron-Synthese im Tertiärfollikel und Gelbkörper.
Als Nebenfunktionen stimuliert es die Östrogensynthese zusammen mit dem FSH, aber auch die Synthese von androgenen Vorläufern.
HCG (Human Chorio Gonadotropin)wird in den Trophoblastzellen/in der Plazenta gebildet. Es unterhält in der frühen Schwangerschaft die Funktion des Gelbkörpers. Die Struktur dieses Hormons ist derjenigen des LH dermaßen ähnlich, dass es sich als Stellvertreter zur Ovulationsauslösung einsetzen lässt. HCG hat eine Halbwertszeit von 2,3 Tagen, wirkt also 5x so lange wie LH.
Es wird aus dem Urin schwangerer Frauen gewonnen (Predalon, Choragon, Primogonyl)