KiWuWiki : Gebärmutterspiegelung

Gebärmutterspiegelung

Inhalt

Einige Fragen dazu aus dem Forum


Kapitel aus dem Theorie-Teil

Der Link zum Theorie-Teil kann hier gerne bearbeitet und ergänzt werden.

Dieser Eingriff wird oftmals zusammen mit der Bauchspiegelung durchgeführt. Sinn der Gebärmutterspiegelung ist es, die Gebärmutterhöhle zu betrachten und Veränderungen zu erkennen, die Blutungsstörungen bedingen können oder die Einnistung eines Embryos verhindern

Vorgehensweise


Dazu wird ein kleines Röhrchen (2–5mm dick) von der Scheide aus in die Gebärmutterhöhle vorgeschoben. Bei den sehr dünnen Optiken ist eine Narkose nicht unbedingt notwendig, bei den dickeren Kalibern ist sie jedoch zu empfehlen. Eine Dehnung des Gebärmutterhalses ist für diesen Eingriff nur sehr selten notwendig, da das Röhrchen unter Sicht eingeführt wird und die Windungen des Gebärmutterhalses meist problemlos nachverfolgt werden können. Um die Gebärmutterhöhle beurteilen zu können, muß diese etwas gedehnt werden. Man kann dazu Kohlendioxyd-Gas verwenden, wie bei der Bauchspiegelung oder auch Flüssigkeiten. Sind pathologische Befunde erkennbar, dann kann man diese auch entfernen, entweder mit einer Ausschabung oder einer operativen Hysteroskopie.
In diesem Bild ist die oben beschrieben Vorgehensweise dargestellt. Der Normalbefund (glatte Gebärmutterhöhle mit gut einsehbaren Tubenabgängen) wird rechts unten gezeigt

Zweck der Untersuchung

Bei dieser Untersuchung wird nach Myomen unter der Gebärmutterschleimhaut gesucht, nach Polypen und Verklebungen. Man kann die Abgänge der Eileiter fast immer problemlos einsehen. Auch Fehlbildungen der Gebärmutter können einfach dargestellt werden. Man kann damit also Einnistungsstörungen erkennen, die man mit einem Ultraschall alleine nicht erkennbar sind. man führt dies oft vor einer IVF oder ICSI-Behandlung durch oder nach einigen Fehlversuchen mit diesen Methoden. Auch bei wiederholten Fehlgeburten ist mit dieser Methode eine Abklärung anatomischer Ursachen möglich

Risiken


Die Hysteroskopie ist eine einfach durchzuführende risikoarme Untersuchung. Durch die starre Optik kann es unter Umständen zu einer Perforation (Durchstossen) der Gebärmutterwand kommen. Wenn man das Hysteroskop aber unter Sicht einführt, dann ist dies praktisch ausgeschlossen. Eine weitere Komplikation, die nur sehr selten vorkommt, ist eine Entzündung der Gebärmutter.

Nebenwirkungen

keine nennenswerten, ganz leichte Blutung, am selben Tag auch leichtes Ziehen, etwa wie bei der Mens. Ich hatte die Spiegelung morgens und bin danach zur Arbeit, war gar kein Problem. Am nächsten Tag waren auch diese leichten Nebenwirkungen weg.