Siehe auch
Gonadotropine
FSH steht für Follikel stimulierendes Hormon. Wie der Name schon sagt, dient es dazu, die
Follikel am
Eierstock heranreifen zu lassen. Das Hormon wird von der Hirnanhangsdrüse (
Hypophyse) ausgeschüttet und wirkt direkt auf die Eierstöcke. Auch wenn der Name sehr geschlechtsspezifisch klingt, so gibt es dieses Hormon auch bei den Männern und stimuliert dort die
Spermienproduktion im Hoden.
Die Hormonspiegel sind in der ersten Zyklushälfte besonders hoch, da dort die Reifung der
Eizellen am Eierstock stattfindet. Kurz vor dem
Eisprung fällt die Konzentration ab und ein weiteres Hormon aus der Hirnanhangsdrüse (
LH) löst den Eisprung aus (
LH-Peak).
FSH gibt es auch als Medikamente in Spritzenform (
GonalF,
Puregon). Mit diesen kann man die Reifung der Eizellen unterstützen. Dies macht man bei hormonellen Störungen (z. B.
PCO-Syndrom) oder bei Kinderwunsch-Behandlungen wie
Inseminationen oder einer
Reagenzglasbefruchtung. Ganz selten gibt es auch Erkrankungen wie die
Insuffizienz der Hypophyse, so daß die fehlende Fähigkeit zur Produktion von FSH und LH medikamentös ausgeglichen werden muß, wenn ein unerfüllter Kinderwunsch besteht.
Normwerte:
Follikelphase 1–10 U/l
Ovulation 2–21 U/l
Lutealphase 1–8 U/l